ARD-Film

Wie Daniela Katzenberger zu ihrer ersten Hauptrolle kam

Filmproduzent Oliver Berben hat Daniela Katzenberger für eine Rolle in seinem neuen Film verpflichtet. Am Donnerstag wird die Kriminalkomödie „Frauchen und die Deiwelsmilch“ in der ARD ausgestrahlt.

Foto: Thomas Lohnes / Getty Images

An diesem Donnerstagabend (10. April 2014) spielt Daniela Katzenberger die Hauptrolle in der Kriminalkomödie „Frauchen und die Deiwelsmilch“ (ARD, 20.15 Uhr). In dem Film ist sie in dem Pfälzer Regionalkrimi „als raffinierte Ermittlerin mit einem Faible für Zahlen, Gerechtigkeit und für ihren Dackel“ zu sehen, so beschreibt es die ARD.

Im Gespräch verrät sie, ob – und wie der Genrewechsel von der Reality-Soap zum Film funktioniert hat.

Berliner Morgenpost: Wer möchte Daniela Katzenberger eigentlich in einem Spielfilm sehen?

Daniela Katzenberger: Ich nicht (lacht). Aber das war auch nicht meine Idee. Mein erster Gedanke war: Was wollen die denn von mir?!

Und wessen Idee war das dann?

Das war die Idee von Produzentin Heike Voßler, die mit Oliver Berben arbeitet – und die hatten das zusammen beschlossen. Das muss in einer Feierlaune gewesen sein. Und dann kamen die mit Drehbuch und allem und haben mir das angeboten. Ich musste nur „ja“ oder „nein“ sagen.

Sie haben die erste Antwort gewählt.

Naja, als ich den Namen Oliver Berben gehört habe, dachte ich schon, dass das kein Scherz sein kann. Und als es dann wirklich los ging und ich am Filmset stand, da habe ich begriffen, dass es wirklich kein Quatsch ist.

Der Titel regt ehrlich gesagt nicht zu tiefgründiger Auseinandersetzung an. Hatten Sie ein Mitspracherecht?

Ne. Ich hätte ja absagen können. Aber ich habe mich einfach voll drauf eingelassen, habe nichts hinterfragt, sondern einfach mitgemacht.

Die ARD möchte mit Ihnen für jüngeres Publikum sorgen. Klappt das?

Das ist doch okay. Und ich glaube, die Idee ist nicht verkehrt. Aber ich glaube auch, dass jeder Zuschauer seinen Tanzbereich hat, seine Zielsender. Ich weiß nicht, ob eine Zwölfjährige oder generell Teenies so viel ARD und ZDF gucken. Wenn ich da an meine Teenie-Zeit denke... Aber ich hoffe es!

Mit wem schauen Sie sich den Film an?

Ich gucke es wahrscheinlich zu Hause mit meinem Freund.

Lucas Cordalis – was sagt er dazu?

Er sagt, egal, wie es wird, er findet es cool. Allein die Tatsache, dass ich es geschafft habe, im Ersten zu laufen – das findet er schon toll.

Regt das an, noch mehr Krimis für die Öffentlich-Rechtlichen zu drehen?

Es ist nicht so, dass ich jeden Tag darauf hoffe. Aber wenn es zu einem zweiten Teil oder einer Serie käme, wäre das natürlich schon cool. Aber ich bin da sehr realistisch. Und ich möchte weiter für Vox drehen.

Nervt das Klischee der Reality-Blondine nicht irgendwann?

Ich kann ja beides machen. Ich wurde nie in eine Richtung geschubst. Es war mal schön, so etwas Ernstes zu machen. Und das mit der Reality lasse ich ja so aussehen, als sei es total leicht und würde keine Arbeit machen. Das ist schon bewusst so.

Leichter Schein, hartes Sein?

Ich mag es, wenn es so aussieht, als sei alles ganz leicht. Deswegen wollte ich das Schauspielern auch so gern machen – um zu zeigen, dass ich auch ernste Arbeit kann. So eine Hauptrolle mit so viel Text, das lernt man nicht, wenn man strunzendumm ist.

Ich glaube auch nicht, dass Sie „strunzendumm“ sind.

Das ist nett.

Und wie haben Sie Ihre Rolle gemeistert?

Ich fand es sehr eigenartig, seltsam. Nicht negativ – aber bei Vox die Sachen sind schon sehr bunt und knallig, die Emotionen werden einfach so mitgenommen. Mein Freund hat gesagt: „Mensch, Du siehst da so erwachsen aus und so.“

Wann treffen Sie Ihren Freund heute?

Ich hole ihn später vom Frankfurt vom Flughafen ab. Dann sind wir einfach nur wir, einfach nur normal. Fast schon langweilig. Wir gehen essen, oder ins Fitnessstudio oder spazieren oder shoppen, nichts Besonderes halt. Wir rasen nicht den ganzen Tag auf irgendwelchen roten Teppichen rum oder gehen auf Partys.

Klingt, als seien Sie Ihrem Ziel von Hochzeit und fünf Kindern schon näher.

Wir sind jetzt zweieinhalb Monate zusammen – da sind wir beide realistisch und haben es nicht zu eilig.