Finale der RTL-Show

So fand Bachelor Christian im Finale zu seiner Katja

Die letzte Rose ging an Favoritin Katja. RTL-Bachelor Christian entschied sich für die alleinerziehende Mutter aus Dresden. Angelina aus Berlin ging leer aus. Das Finale war durchaus sehenswert.

Foto: RTL

Die Mutter hat es eigentlich gleich gewusst. „Ich habe die beiden gesehen und da so ein Bild gehabt“, sagt sie über Katja und Christian. Die passen gut zusammen und Katja sei einfach sein Typ.

Im Grunde wusste der Zuschauer also schon nach zehn Minuten „Bachelor“-Finale, bei wem die Reise von Christian Tews, 33, Junggeselle und Geschäftsmann aus Berlin, endet. War ja sowieso keine Überraschung mehr. Zuletzt sollen er und Katja sogar im realen Leben beim gemeinsamen Shoppen gesichtet worden sein. Denn nur noch einmal zur Erinnerung: Die RTL-Sendung „Der Bachelor“ wurde in Südafrika schon vor Wochen abgedreht. Die Wahl war also in der Show längst getroffen, das Finale eine mit wenig Spannung erwartete Aufzeichnung.

Sicherlich kann es daher RTL nicht gepasst haben, dass kaum noch jemand an ein Happy-End für Angelina geglaubt hat. Und dann tat Kandidatin Angelina in den vergangenen Tagen allerdings auch nichts mehr dafür, den Schein aufrecht zu erhalten. Denn so berichtete es die Seite „Bild.de“, sie sei vor kurzem beim Verlassen ihrer Wohnung mit einem Amateurfußballspieler gesichtet worden. Da sei natürlich nichts dran, man sei nur befreundet, ließ sie am Vortag vom Finale noch über den Sender verlautbaren.

Im Finale war schließlich wieder alles Show. Und wenn man sich mal davon löst, alles als Show abzutun, die Kenntnis außer acht lässt, dass bisher keiner der früheren Bachelor mit seiner Auserwählten zusammengeblieben ist, dann war das Finale gar nicht mal so schlecht. Schneeweißchen gegen Rosenrot, laut gegen leise, jung gegen erfahren, Aufstreberin gegen Heimchen. Die Finalistinnen hatten was zu bieten. Gut, also eine Georgina, Ex-Bachelor-Kandidatin und später Kämpferin im RTL-„Dschungelcamp“, war nicht dabei. Und eine Larissa, „Germany’s Next Top Model“-Kandidatin und ebenfalls ein Star, der 2014 nicht den Dschungel verlassen wollte und dafür lieber über alles stolperte, was sich ihr in den Weg stellte, natürlich auch nicht. Von solchem Kaliber sind Angelina und Katja nicht, dafür aber, ja was eigentlich? Die Antwort: Sehr schön anzusehen. Und das ist schließlich etwas. Denn „Der Bachelor“ ist eine Sendung, bei der es viel zu sehen gibt. Haut, Haar, feuchte Küsse, Fummeln unter diversen Decken und ein ziemlich promiskuitiver Hauptdarsteller, der den Geschmack der Kandidatinnen testen darf wie Eissorten.

Die Eltern müssen dem Bachelor entscheiden helfen

Der bat seine Eltern, ihn für die letzte Folge der RTL-Kuschelshow in Südafrika zu besuchen. Er brauche nämlich Rat für seine finale Entscheidung. Wem soll er seine letzte Rose geben? Der Berlinerin Angelina, 22 Jahre alt, Studentin und immer wieder betonend, wie wirklich früh sie eine Familie gründen möchte? Oder Katja, der Frau aus Dresden, 29, mit dem siebenjährigen Sohn und ja, auch noch einem anderen Makel, nämlich, dass ihre Eltern, so schrieb es der Boulevard, ein Bordell betreiben. Doch letzteres Thema war nur Hintergrundinformation und spielte in der Show keine Rolle.

Das Gesamturteil der Eltern: Beide seien sympathisch. Die eine eben jung, die andere habe ein Kind. Damit könne man aber in beiden Fällen umgehen. Allerdings lag Katja in der Gunst der angehenden Schwiegermutter etwas vorn. Es ist eben immer klug, sich mit der Mutter gut zu verstehen.

Es folgten Bilder: Angelina und Christian beim Abschiednehmen im Bachelor-Bungalow, noch ein letztes Mal küssen und grabschen. Auch Katja darf noch einmal ran, am Strand mit ihrem Auserwählten. So kann sie ihm noch einmal sagen, wie gern sie mit ihm zusammen sein möchte. Dann Angelina und Katja, allein, beide nachdenklich, voller Anspannung und Erwartung. Die eine im pinkfarbenen Kleid, die andere im weißen Kleid.

Und dann also, alles wie gehabt. Ein Steg auf dem der Bachelor wartet, die Frauen rausgeputzt in Limousinen. Alles wie am Anfang in der ersten Folge. Nur, dass dieser Moment für eine den Abschied bedeutet. Man weiß natürlich schon für wen. Und ja, in diesen Sekunden als Angelinas Wagen als erstes vorfährt, ist die Sendung auf ihrem Höhepunkt. Ähnlich dem Aufbau eines Brechtschen Dramas weiß der Zuschauer schon durch die Regieanweisungen und kleinen Anmerkungen der vergangenen Tage, was ihr bevorsteht. Nein, ich habe kein Bild für dich. Nein, du bist nicht weiter oder in diesem Fall: Nein, ich bin leider nicht verliebt. Keine Rose.

„Ich muss auf mein Gefühl hören“

Der Auftritt der Berlinerin war groß: Angelina im korallroten Empirekleid. Stolz hört sie Christian noch einmal zu: „Ich will dir einfach noch einmal sagen, was der Grund ist: Ich muss auf mein Gefühl hören und das ist einfach das wichtigste.“ Dazu läuft ein Remake von U2s „Love is blindness“. Und was sagt Angelina? „Ich will nur nach Hause.“ Sie steigt ein und ist weg. Und Christian erkennt, während er zurück zu der letzten Rose geht: „Ich habe gerade einer Frau, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, sehr weh getan. Das hat sie mich auch spüren lassen.“ Ein Wort noch zu Angelina, die hat „Ich-bin-ein-Star-holt-mich-hier-raus“-Potenzial.

Schwamm drüber. Katja kommt. Weißes kurzes Kleid, fantastische Beine, Siegerlächeln, ohne natürlich zu wissen, dass sie schon die Gewinnerin des Bachelor-Herzens ist. Christian flüstert ihr ins Ohr: „An unserem ersten Date, dem Fliegenfischen, diesem Tag hat es mir eigentlich die Augen geöffnet. Du bist noch besonderer als ich dachte. Ab diesem Tag fand ich jeden Moment, den wir miteinander verbracht haben, wunder-wunderschön. ... Unser gemeinsames Dreamdate hat alles getoppt. Katja, du bist eine unfassbar tolle Frau und genau in diese Frau habe ich mich verliebt. Ich will dich fragen, ob du meine allerletzte Rose haben willst.“

Sie: „Ja.“, ein Hauch-Ja. Dann fragt sie noch: „Darf ich heute Nacht bei dir bleiben?“ Und er antwortet, während schon der Abspann läuft: „Ja, du, es ist alles vorbei jetzt. Jetzt gibt es nur noch dich und mich.“

Schön wär’s, also echt jetzt.