„eat! berlin“

Von Müller bis Biolek - So hat ihnen Berlin geschmeckt

Zum Abschluss des einwöchigen Feinschmeckerfestivals „eat! berlin“ in der Hauptstadt trafen sich Kochlegenden und junge Wilde im „Hotel Ellington“ an der Nürnberger Straße zum Ball der Gastronomie.

Foto: Massimo Rodari

Mitmachen ja. Aber warum er Berlin essen soll, versteht er nicht. „Warum denn auch? Da würde doch etwas fehlen“, sagt Marco Müller und lacht. Er lebe in der Hauptstadt – sie solle doch bitte im Ganzen bleiben. „Und so gut schmeckt Asphalt auch nicht“, scherzt Müller weiter. Die Frage nach der Namensgebung des Festivals, bei dem er selbst am Donnerstag im „Cooking Club“ des Olympiastadions Wolfsbarsch serviert hat, werde man wohl noch stellen dürfen.

Der Sternekoch aus dem „Rutz“ an der Chausseestraße ist gemeinsam mit seiner Freundin Lisa-Juliane Schüler zum Abschluss des Feinschmeckerfestivals „eat! berlin“ zum Ball der Gastronomie in das „Hotel Ellington“ nach Schöneberg gekommen. So hat es „eat! berlin“-Festivalleiter Bernhard Moser genannt, „iss Berlin!“. An den vergangenen sieben Tagen haben die Hauptstadt-Köche mit besonderen Gästen zu Veranstaltungen geladen.

Nach dem Eröffnungsabend am Montag im „Palazzo“ mit Drei-Sternekoch Harald Wohlfahrt bei Hans-Peter Wodarz und Sternekoch Kolja Kleeberg kochten so Schauspielerin Marion Kracht mit Sternekoch Sebastian Frank vegetarisch-vegan im „Horváth“, der Sylter Zwei-Sternekoch Johannes King trat gegen den Berliner Florian Glauert im „Duke“ an und „Tatort“-Schauspielerin Caroline Vera lud ins „Soho House“ zu drei Gängen im „family-style“.

So anders, so vielseitig, so international

Karl Wannemacher aus dem „Alt Luxemburg“ und Sascha Ludwig aus dem „Filetstück“, die ebenfalls am Festival teilgenommen haben und zum Ball am Sonntag gekommen sind, finden ihre eigene Antwort auf die Frage, wie Berlin schmecke. „Hin und wieder gut, mit steigender Tendenz“, sagt Wannemacher. „Anders, vielseitig – und aufregend“, sagt Ludwig und „international“, Markus Semmler. Die Beiden sorgen mit Michael Kempf, Alexander Koppe, Glauert und Frank für die sechs Gänge am Abend im Ellington.

Alfred Biolek, der sich die Anreise aus Köln aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zugetraut hat und den Preis für das Lebenswerk erhält, fasst den Geschmack Berlins jedoch in einer Botschaft an die Gäste zusammen: „großartig.“ Er habe in seiner Berlin-Zeit das engagierte und abwechslungsreiche Angebot der Gastronomie geliebt. Und hier viele wunderbare, genussreiche Abende verbracht, die er nie vergessen werde.