Überraschungsbesuch

Live-Konzert von Placido Domingo für Fernsehkoch Chakall

Daniel Barenboim, Placido Domingo und Anna Netrebko genossen ihren Feierabend im „Sudaka“ in Berlin-Schöneberg – und bedankten sich mit Live-Musik bei der Küche.

Foto: Peter Wiese,Wiese Genusskommunikation / Wiese Genusskommunikation

Das „Sudaka“ in Berlin-Schöneberg ist für Daniel Barenboim fast so etwas wie sein zweites Wohnzimmer. Viel Fleisch, Empanadas – also die typisch-argentinische Küche von Fernsehkoch Chakall – hat es dem Star-Dirigenten angetan. Und deshalb lag es überaus nahe, dass der 71-Jährige nach einem harten Arbeitstag in sein Stammrestaurant kommen würde – diesmal mit seinen Kollegen.

So durfte Chakall am späten Sonntagabend Starsopranistin Anna Netrebko und Plácido Domingo in seinem Restaurant an der Schöneberger Golzstraße begrüßen. So spät, weil sie zuvor gemeinsam ihren großen Auftritt in der Staatsoper im Schiller-Theater im Stück „Il Trovatore“ hatten.

„Ich fühle mich sehr geehrt, dass diese großartigen Musiker heute hier bei mir essen wollen“, sagte Chakall, der es gewohnt ist, dass Barenboim ihn in seiner Küche besucht, um dafür zu sorgen, dass das Essen auch nicht allzu lange auf sich warten lässt. Dies tat er auch an diesem Abend, an dem gemeinsam mir Freunden an einer langen Tafel gespeist wurde – und Chakall bediente persönlich.

Auch auf die Sonderwünsche der Operndiva ging er ein. „Ich hätte so gern Kerzen“, sagte Netrebko - und prompt standen sie auf dem Tisch.

Doch das Angebot des Kochs, der Sängerin beim nächsten Besuch Speisen aus ihrer Heimat zu servieren, wollte sie nicht annehmen. „Ich liebe das Essen im Sudaka, ich brauche keine russische Küche.“

Auf ganz besondere Weise bedankte sich Domingo beim Koch für Pfannkuchen mit Dulce de Leche, eine argentinische Spezialität. Chakall bekam vom Opernstar ein kleines Privatkonzert, der für ihn den Tango „El Día Que Me Quieras“ im Restaurant anstimmte. Bereits beim letzten Besuch hatte er ihn mit Gesang belohnt.

„Im März bin ich wieder da, da komme ich auf jeden Fall wieder vorbeikommen“, sagte der spanische Startenor, der mit seiner Frau zum Abendessen gekommen war. Am Essen teil nahm auch der spanische Botschafter Pablo García-Berdoy.

Später gab es von Chakall für die übrig gebliebene Männer-Runde noch Portwein – und argentinische Witze.