Filmpremiere

Johnny Depp erzählt im Berliner Adlon vom „Lone Ranger“-Dreh

Schauspieler Johnny Depp ist bester Laune. Mit einer halben Stunde Verspätung, aber lässig und entspannt gab Depp eine Pressekonferenz im Adlon. Am Abend steht seine Filmpremiere an.

Ihm nimmt man Verspätung nicht übel. Eine halbe Stunde später als geplant betritt Johnny Depp am Freitag um 12.30 Uhr den Palaissaal des Hotels Adlon Kempinski.

Lässig gekleidet, in Jeans, Stiefeln, Hemd, Weste und mit Sonnenbrille auf dem Kopf nimmt er Platz. Seine Arme zieren zahlreiche Tattoos, er trägt schwere Ringe an den Fingern. Und: Nagellack.

„Den Vogel habe ich heute nicht auf dem Kopf“, scherzt er los, in Anspielung auf die ausgestopfte Krähe, die er als Indianer Tonto im Film „Lone Ranger“ auf dem Kopf trägt.

Auch das Rauchen lässt er dieses Mal bleiben. Bei seinem letzten Besuch im Dezember 2010 hatte sich Depp während der Pressekonferenz zu „The Tourist“ erst einmal eine Zigarette angesteckt.

Depp wohnt mit Freundin und Kindern im Adlon

Bereits am Donnerstagabend war der Hollywood-Star mit seiner neuen Freundin Amber Heard und seinen Kindern Lily-Rose und Jack aus der Beziehung mit Sängerin Vanessa Paradis mit einem Privatjet am Flughafen Berlin-Schönefeld gelandet.

Im Hotel Adlon am Pariser Platz in Berlin-Mitte hat die Familie die 185 Quadratmeter große Präsidentensuite bezogen. Dort bleibt sie bis Sonnabend.

Zur Pressekonferenz am Freitag wurde Depp von seinen Schauspielkollegen Armie Hammer und Ruth Wilson, Regisseur Gore Verbinski und Produzent Jerry Bruckheimer begleitet. Gemeinsam stellten sie den Western „Lone Ranger“ vor.

„Wir haben in der Wüste gedreht, an einsamen Plätzen im Monument Valley. Es war großartig. Jeder Tag war ein Abenteuer“, erzählte Depp. Besonders die Reitszenen, inklusive mehrerer Stürze, sind ihm in Erinnerung geblieben. „Solange man im Sattel sitzt, ist alles okay. Das Runterfallen ist das Problem. Pferde sind clevere Biester. Sie machen mit dir, was sie wollen“, sagte der Schauspieler und lachte.

Im Kampf gegen eine Verbrecherbande

Als Indianerhäuptling Tonto hilft er dem Ranger John Reid im Kampf gegen eine Verbrecherbande. „Für mich ist der Film auch eine Liebeserklärung an die Indianer und ihr Erbe“, sagt Depp, der indianische Wurzeln hat. „Meiner Urgroßmutter hat man noch angesehen, dass sie dieses Blut in sich trägt. Wir wuchsen auf in dem Wissen, dass wir ein wenig Indianerblut haben. Darauf war ich immer sehr stolz“, erzählte er bei der Konferenz.

Die wichtigsten Befürworter seiner Arbeit seien für ihn „nicht die amerikanischen Filmkritiker, sondern meine Kinder. Und sie lieben den Western“, sagte der Schauspieler.

Während die Filmcrew im Anschluss an die Pressekonferenz am Freitagnachmittag Interviews gab, wollte Depp seine freie Zeit lieber mit den Kindern und seiner Freundin verbringen.

Am Abend soll „Lone Ranger“ Deutschland-Premiere im Sony Center am Potsdamer Platz feiern. Neben zahlreichen Fans wurden auch Gäste wie der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, Musiker Udo Lindenberg und die Schauspielerinnen Sophie Schütt und Eva Habermann erwartet.