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Zollfahnder durchsuchen Sonja Zietlows Haus

Die Staatsanwaltschaft hat das Haus der Dschungelcamp-Moderatorin Sonja in München durchsucht. Der Verdacht: Steuerhinterziehung.

Foto: rtn / picture-alliance

Moderatorin Sonja Zietlow hatte Besuch von der Staatsanwaltschaft. Zollfahnder durchsuchten ihr Privathaus und ihre Büroräume in München, so die „Abendzeitung“ am Wochenende. Der Verdacht: Steuerhinterziehung.

Die 44 Jahre alte Dschungelcamp-Moderatorin soll eine Mitarbeiterin ihres Vereins Beschützerinstinkte e.V. in Scheinselbstständigkeit beschäftigt haben. Die gemeinnützige Initiative kümmert sich nach eigenen Angaben um Hunde in Not, ermöglicht behinderten und kranken Kindern tiergestützte Therapien und finanziert sich vollständig aus Spendengeldern.

Verdacht der Scheinselbstständigkeit

Mit einer Scheinselbstständigkeit können Steuern und Abgaben vermieden werden. Im August 2012 soll eine Privatperson Anzeige erstattet haben, was die Ermittlungen auslöste, so Staatsanwaltssprecher Peter Preuß.

Die Anwältin der Moderatorin, Bibiana Baunach, teilte mit, die Durchsuchung sei „eine Reaktion auf arbeits- beziehungsweise vertragsrechtliche Vorgänge, über die vor den Arbeitsgerichten gestritten wird“. Den Vorwurf der Scheinselbstständigkeit wies sie zurück.

Die vom Verein gekündigte Vertragspartnerin sei freiberuflich tätig gewesen, habe aber vor dem Arbeitsgericht München Kündigungsschutzklage erhoben. In einem von zwei Verfahren gebe es bereits Beschlüsse des Arbeitsgerichts, welche die Ansicht des Vereins bestätigten, „dass es sich bei dem Vertragsverhältnis um kein Arbeitsverhältnis handelte“.

Zietlow selbst reagierte am Sonntag verärgert über die Aktion und will sie rechtlich prüfen lassen.

In dem 2008 gegründeten Beschützerinstinkte e.V. mit Sitz in München-Grünwald engagieren sich neben dem einstigen Model Sonja Zietlow als Vorstand und Schirmherrin elf weitere Frauen.