Betrugsvorwurf

Gegen Wirt aus der „Lindenstraße“ wird ermittelt

Seit der ersten Folge der „Lindenstraße” spielt er den Wirt Vasily Sarikakis. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Hermes Hodolides.

Foto: Eventpress Mueller-Stauffenberg / picture alliance / Eventpress Mu

Es war vor knapp einem Jahr. Da saß Hermes Hodolides in der „Münchner Runde“, einer Talkshow im „Bayerischen Rundfunk“ (s. Foto). Als er zur Schuldenkrise in seiner Heimat Griechenland und zum Schicksal seiner Landsleute befragt wurde, reagierte Hodolides gekränkt: „Wir leben immer mit Schulden und andere verdienen sich dumm und dämlich an uns“.

Nun könnte sich herausstellen, dass der „Lindenstraßen“-Darsteller sich offenbar selbst bereichert hat. Das berichtet jedenfalls die Zeitung „Bild“. Dem 49-Jährigen wird schwerer Betrug vorgeworfen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln bestätigte, wird gegen Hodolides und weitere Beschuldigte ermittelt.

Sie sollen über Scheinfirmen Fahrzeuge zu überhöhten Preisen an Autohäuser verkauft haben. Hodolides soll dabei unter einem Pseudonym als Verkäufer aufgetreten sein. Die Einnahmen sollen die Beteiligten unter sich aufgeteilt haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft zählen zu den Beschuldigten auch Mitarbeiter eines Autohauses. Dabei wurden die Fahrzeugpapiere der erworbenen Autos offenbar manipuliert, um einen höheren Weiterverkaufspreis zu erzielen. Aufgeflogen waren die Geschäfte nach einer Betriebsprüfung. Auf welche Summe sich der Schaden beläuft, ist noch unklar.

Hodolides wollte sich bisher nicht zu den Beschuldigungen äußern. Der Zeitung „Bild“ sagt er: „Vor dem Prozess gebe ich keine Auskunft. Ich habe bislang nicht einmal die Akten vorliegen.“ Auch der Sender WDR, der die „Lindenstraße“ produziert, wollte sich nicht äußern.

Hermes Hodolides gehört seit dem ersten Tag zum „Lindenstraßen“-Esemble. In 27 Jahren spielte der Grieche in mehr als 1000 Folgen den sympathischen Wirt Vasily Sarikakis.

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