Dreharbeiten

Was Hollywoodstar Halle Berry an Berlin gefällt

| Lesedauer: 4 Minuten
Ilka Peemöller

US-Schauspielerin Halle Berry sieht die Vorzüge der Hauptstadt und spricht über ihren neuen Film „Der Wolkenatlas”.

Oscar-Preisträgerin, Mutter und neuerdings auch Schuh-Designerin: Halle Berry hat viele Talente. In Berlin und Babelsberg stand sie 2011 für Tom Tykwers Film „Der Wolkenatlas“ vor der Kamera, im November reist sie zur Premiere an. Und im September erscheint ihre neue Schuhkollektion „5th Avenue“, die sie für Deichmann entworfen hat. Morgenpost Online traf die 46 Jahre alte Schauspielerin in New York.

Morgenpost Online: Sie haben in Berlin Ihren Film „Wolkenatlas“ gedreht. Was gefällt Ihnen an Berlin?

Halle Berry: Hier konnte ich mein Privatleben genießen. Genau aus dem Grund habe ich mich auch in die Idee verliebt, nach Europa zu ziehen. Natürlich haben auch hier Paparazzi und Fans Fotos von uns gemacht, aber das ließ nach kurzer Zeit nach. Ich konnte mit meiner Tochter auf den Weihnachtsmarkt gehen und mich hier entspannt mit den Menschen unterhalten. Genau das gefiel mir sehr an Berlin, dieses ganz normale Leben.

Morgenpost Online: Viel Zeit haben Sie dafür nicht, gerade standen sie für die Deichmann-Kampagne in New York vor der Kamera, in Los Angeles haben sie den Film „The Hive“ gedreht – tragen Sie deshalb neuerdings einen Lockenkopf?

Halle Berry: Ganz genau, die neue Frisur ist für meine neue Rolle. Ich liebe es, Neues auszuprobieren, denn ich bin zugegebenermaßen ziemlich schnell gelangweilt. Und es ist doch großartig für Frauen, dass wir uns immer wieder verändern können, oder? Haare sind heutzutage wie ein Accessoire – wir können mit Extensions oder Haarfarben experimentieren und so einen neuen Look kreieren.

Morgenpost Online: Da trifft es sich ja gut, dass Sie einen Beruf haben, in dem Sie ständig in neue Rollen schlüpfen können. So wird es für Sie auch nie langweilig.

Halle Berry: Genau das liebe ich an der Schauspielerei. Ich bin wie ein Chamäleon, ich kann von einem zum nächsten Moment etwas ganz anderes sein. Das gilt natürlich auch privat für meine Styles. Ich mag es, mich immer wieder auszuprobieren. Ich habe ja nicht nur High Heels im Schrank, sondern genauso Boots, Flip Flops, flache Schuhe – jedem Anlass entsprechend.

Morgenpost Online: Höhen und Tiefen gab es in Ihrem Leben viele – gibt es etwas, das Sie bereuen?

Halle Berry: Nein, ich bereue nichts. Alles, was passiert ist, sollte passieren – es hat mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin. Deshalb würde ich auch nichts ändern wollen. Alles passiert aus einem bestimmten Grund.

Morgenpost Online: Klingt sehr spirituell, haben Sie ein spezielles Mantra?

Halle Berry: Ja! Wenn du durch die Hölle gehst, geh' einfach weiter (lacht). Das hat bei mir funktioniert. Und ich kann das beurteilen, denn ich bin schon einige Male durch die Hölle gegangen. Es geht darum, dass man mit seinen Herausforderungen wächst und dass man seine Lektion lernen muss. Dass einem klar wird, dass höhere Kräfte im Spiel sind und es Teil unseres Lebens ist.

Morgenpost Online: Wenn Sie zurückblicken: Inwieweit haben Sie sich in all den Jahren verändert?

Halle Berry: Ich denke, ich bin immer noch die gleiche, aber ich hatte so viele Höhen und Tiefen. Ich bin Mutter geworden, und ich werde wieder heiraten – obwohl ich gesagt habe, dass ich das nie wieder tun werde.

Morgenpost Online: Angeblich soll die Hochzeit mit Olivier Martinez noch in diesem Jahr stattfinden?

Halle Berry: Ach, wirklich? Da wissen Sie aber mehr als ich.

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