Von Brücke gestürzt

„Top Gun“-Regisseur Tony Scott nimmt sich das Leben

Der vor allem für seine Actionfilme bekannte britische Filmregisseur und Produzent ist von einer Brücke in den Tod gesprungen.

„Top Gun“-Regisseur Tony Scott (68) hat sich nach Angaben von US-Medien in Los Angeles das Leben genommen. Die „Los Angeles Times“ berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass der gebürtige Brite am Sonntag von einer Brücke ins Wasser gesprungen sei. Mehrere Augenzeugen hätten beobachtet, wie er über einen Zaun kletterte und sich von der Vincent Thomas Brücke in San Pedro (Los Angeles County) stürzte. Die Polizei und Küstenwache bargen seinen leblosen Körper, schrieb das Blatt.

"Es ist eine traurige Aufgabe und wir arbeiten, um den Verstorbenen mit äußerster Würde und Respekt zu behandeln", erklärt Brian Humphrey, Sprecher der Feuerwehr der Stadt. Neben seinem berühmten Bruder hinterlässt Tony Scott eine Frau und zwei junge Söhne.

Alles deute auf einen Freitod hin, zitierte der Sender CNN einen Sprecher der Gerichtsmedizin. Tony Scott hinterließ nach Angaben der Polizei einen Abschiedsbrief. Er war in dritter Ehe mit der Schauspielerin Donna Wilson verheiratet. Der 68-Jährige war bekannt für Action-Filme wie „Top Gun“ mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Er drehte auch Blockbuster wie „Staatsfeind Nr.1“, „Beverly Hills Cop II“ und „True Romance“.

Sein älterer Bruder Ridley machte sich als Regisseur von „Alien“, „Blade Runner“ und „Gladiator“ einen Namen.

Scott war im Jahr 1944 im britische Stockton-on-Tees zur Welt gekommen. Zu seinen erfolgreichsten Regiearbeiten gehörten neben „Top Gun“ auch „Staatsfeind Nr. 1“ und „Spy Game“. Seine Karriere hatte Scott in den 1970er Jahren unter den Fittichen seines älteren Bruders Ridley gestartet. Von diesem stammen Filme wie „Alien“, „Gladiator“ und „Robin Hood“.