70. Geburtstag

ARD-Porträt zeigt die ewig sinnliche Hannelore Elsner

Zu ihrem 70. Geburtstag zeigt der ARD ein Porträt über die Schauspielerin, die 1963 durch den Film „Die endlose Nacht“ bekannt wurde.

Foto: DAPD

Sie hatte etwas Unnahbares, aber nicht Unsympathisches, als sie in ihren ersten Karrierejahren über die roten Teppiche schritt oder in Talkshows auftrat. Und noch immer wirkt Hannelore Elsner schüchtern, als fühle sie sich nicht ganz wohl in ihrer Haut. Weil ein Film gedreht wird, in dem sie nicht als Schauspielerin zu sehen ist – sondern als Mensch. Trotzdem gewährt sie in dem Porträt, das die ARD am Mittwoch (21.45 Uhr) in der Reihe „Deutschland, deine Künstler“ ausstrahlt, einen persönlichen Einblick in ihr Leben, stellt sogar Sohn Dominik vor. Anlass ist ihr 70. Geburtstag am 26. Juli.

Impulsiv und überschwänglich wirkt Hannelore Elsner, wenn sie erzählt. Dann wieder scheu, fast gehemmt. Sagt sie: „Ich liebe das Lesen“, dann legt sie viel Energie in ihre Stimme. Mit „Lesen“ meint sie ihre Auftritte bei Lesungen aus ihrer Autobiografie „Im Überschwang“. „Theaterspielen will ich nicht mehr, weil ich so Lampenfieber habe. Aber Lesen ist nicht so stressig, weil man keine Angst haben muss, ein Wort zu vergessen.“

„Knetmasse für den Regisseur“

Bekannt wurde Hannelore Elsner mit dem Film „Die endlose Nacht“ (1963). Gefeiert wurde sie vor allem für die Darstellung in Oskar Roehlers „Die Unberührbare“. Ihre Vorbereitung ist dabei speziell. „Ich lerne den Text nicht auswendig, ich esse ihn auf, fotografiere ihn buchstäblich. Natürlich ist auch immer ein bisschen Technik und Erfahrung mit dabei.“ Dennoch wird deutlich: Schauspiel ist für sie nicht nur Beruf, den man erlernen kann, sondern Berufung. „Du bist, wenn du einen Film drehst, die Knetmasse für den Regisseur“, sagt sie. „Du bist zu allem bereit, was die Rolle betrifft. Du verschenkst dich, du gibst alles, was du kannst.“