Per Twitter

Murdoch bezeichnet Scientology als "unheimlich"

Heftige Reaktion hat ein Tweet des Medienmoguls über Scientology ausgelöst. Er habe Hunderte von aggressiven Antworten erhalten, sagt er.

Foto: REUTERS

Mit drastischen Bemerkungen hat sich Rupert Murdoch über die Rolle von Scientology in der Ehe zwischen den Schauspielern Tom Cruise und Katie Holmes geäußert. Über Twitter bezeichnete der australische Medienmogul am Sonntag die Scientology-Organisation, als dessen Aushängeschild Cruise fungiert, als „unheimlich, vielleicht sogar böse“. Sein Kommentar brachte dem 81-Jährigen nach eigenen Angaben wütende Reaktionen ein.

„Passt auf, wie sich die Geschichte mit Katie Holmes und Scientology weiter entwickelt. Etwas Unheimliches, vielleicht sogar Böses, umgibt diese Leute“, schrieb Murdoch über den Internet-Kurzbotschaftendienst.

Am Freitag war bekannt geworden, dass die Ehe von Hollywoods Traumpaar nach rund fünf Jahren am Ende ist. Cruises Agent bestätigte am Freitag, dass Holmes die Scheidung eingereicht hat. Die Erklärung befeuerte Spekulationen in den Medien, wonach selbst der „Mission-Impossible“-Star von dem Schritt überrascht wurde.

Cruise, der am Dienstag seinen 50. Geburtstag feiert, ist bekennendes Scientology-Mitglied. Seine 33 Jahre alte Noch-Frau soll laut der Promi-Webseite TMZ das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Suri beantragt haben – aus Sorge, dass Cruise die Sechsjährige „immer tiefer“ in die Scientology-Organisation hineinziehen könnte.

Murdoch erhielt nach eigenen Angaben „hunderte“ von aggressiven Antworten auf seine Bemerkungen über die Scientology. Er rechne damit, dass die Angriffe zunehmen und „schlimmer“ werden, twitterte der Milliardär. Er bleibe aber bei seiner Ansicht. Als er gefragt wurde, was er denn von den Mormonen halte, die mit Mitt Romney den republikanischen Präsidentschaftskandidaten und Herausforderer von Präsident Barack Obama stellen, antwortete Murdoch: „Das Mormonentum ist für mich ein Mysterium, aber Mormonen sind gewiss nicht böse.“

Murdoch ist Chef des Medienkonzerns News Corp, der seit Monaten wegen eines Abhörskandals in Großbritannien in der Kritik steht. Einige Journalisten sollen nicht nur Prominente abgehört und Polizisten bestochen, sondern auch Handy-Mailboxen der Angehörigen von getöteten Soldaten und eines entführten Mädchens geknackt haben. Im Zuge des Skandals gerieten die Verbindungen der konservativen Regierung in London zum Murdoch-Imperium in den Fokus der Öffentlichkeit. Zwar ließ Murdoch das Boulevardblatt „News of the World“ schließen, mehrere leitende News-Corp-Mitarbeiter traten zurück, doch ist auch sein Ruf angeschlagen.