Facebook-Gründer

Zuckerberg ändert seinen Beziehungsstatus in "verheiratet"

| Lesedauer: 4 Minuten

Der Facebook-Gründer krönte die turbulente Börsenwoche mit seiner Hochzeit. Und zog sich dafür sogar einen Anzug an.

Erst der Mega-Börsengang, dann das Jawort: Facebook-Gründer und Multimilliardär Mark Zuckerberg hat seine Langzeitfreundin Priscilla Chan geheiratet. Ein Hochzeitsfoto veröffentlichte Zuckerberg standesgemäß auf seiner Facebook-Seite. Innerhalb weniger Stunden bekam die Ehe den Segen von etwa 600.000 Facebook-Nutzern, die den „Gefällt mir“-Knopf daneben drückten. Der 28-Jährige besitzt nach dem spektakulären Börsengang am Freitag gut 19 Milliarden Dollar (rund 15 Milliarden Euro).

Für den großen Tag schlüpfte Mark Zuckerberg in Anzug und Krawatte statt der üblichen T-Shirts und Kapuzenpullis, mit denen er zuletzt noch die Kulturwächter der Wall Street erzürnte. „Ein Zeichen von Unreife“, wetterte daraufhin medienwirksam der Analyst Michael Pachter. So gehe man ja schließlich auch nicht zu einer Hochzeit oder in die Kirche.

Auf dem Hochzeitsfoto steht Zuckerberg schüchtern lächelnd im dunkelblauen Anzug und dunkler Krawatte neben seiner Frau. Die Braut ganz schlicht in Weiß, das Kleid ist ärmellos und spitzenbesetzt, dazu ein Schleier. Auf der Facebook-Seite der 27-jährigen Chan steht unter „Beziehungsstatus“ jetzt ebenfalls der Vermerk: „Seit dem 19. Mai 2012 verheiratet mit Mark Zuckerberg“.

Auch für die knapp 100 Gäste in Zuckerbergs Haus im kalifornischen Palo Alto soll die Hochzeit eine Überraschung gewesen sein: Sie hätten gedacht, dass der Abschluss von Chans Medizinstudium als Kinderärztin gefeiert werden solle, berichteten unter anderem die BBC und das Magazin „People“. Das Magazin „Forbes“ hatte zwar Partyvorbereitungen im Haus mitbekommen – sie aber eher mit dem Börsengang in Verbindung gebracht.

Spaziergänge mit Steve Jobs

Ausgerechnet der Mann, der die Menschen dazu brachte, so viel wie nie zuvor über sich preiszugeben, weiß, wie man sein eigenes Leben aus der Öffentlichkeit hält. Am ehesten konnte man am Alltag von Zuckerberg und Chan noch über den Facebook-Account ihres Hundes Beast teilhaben. Dort lernte man Priscilla als liebevolle Hundemama kennen und konnte sehen, wie Mark dem Vierbeiner den Tod Osama Bin Ladens erklärt.

Die Stille um Zuckerbergs Privatleben mag auch daran liegen, dass es ziemlich unspektakulär zu sein scheint. Mit Chan ist er schon seit vielen Jahren zusammen – die beiden lernten sich dem Buch „The Facebook Effect“ zufolge 2003 auf der Eliteuni Harvard in der Schlange zur Toilette auf einer Party kennen – Facebook war da noch nicht geplant. Chan hat chinesische Wurzeln, mindestens zweimal reisten die beiden schon nach China.

Zuckerberg leistet sich keine Milliardärs-Exzesse, keine wilden Partys, keine Model-Affären. Bis vor einem Jahr hauste er in spärlich möblierten Mietimmobilien. Erst im vergangenen Jahr legte sich Zuckerberg ein Haus in Palo Alto zu – Wohnort vieler großer Figuren des Silicon Valley wie des im vergangenen Herbst verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs. Für einen der reichsten Menschen der Welt fiel das Anwesen eher bescheiden aus: fünf Schlafzimmer, sieben Millionen Dollar Kaufpreis. Der bereits schwer kranke Jobs soll sich gelegentlich zu Sparziergängen mit Zuckerberg verabredet haben – ihm gefiel, dass der Jungunternehmer Milliardenangebote für Facebook ausschlug und seine Firma selbst weiterentwickeln wollte.

Selbst in den zwei Fällen, als durch Softwarefehler private Fotos von Zuckerberg für alle einsehbar waren, kam kaum aufsehenerregendes ans Tageslicht. Da albert er mit Freunden herum oder hält Priscilla im Arm. Interessanter fanden alle das Bild, auf dem er ein totes Huhn in die Kamera hält. Aber da kannte man schon die Geschichte dahinter: Zuckerberg setzt sich jedes Jahr ein Ziel. Einmal etwa war es, ein paar Brocken Chinesisch zu lernen, und dann beschloss er, nur noch das Fleisch von Tieren zu essen, die er selbst getötet hat. Das Foto mit Huhn war dann nur noch der Beweis.

Mit der Hochzeit überschlagen sich die Berichte. Den Ring habe der Bräutigam selbst entworfen, er sei mit einem „ganz einfachen Rubin“ besetzt, meldete das Klatschportal „TMZ.com“. Zuckerberg und Chan hätten die Zeremonie rund vier Monate geplant, erfuhr „People.com“. Das Essen kam demnach aus deren Lieblingsrestaurants „Fuki Sushi“ und „Palo Alto Sol“, einem Mexikaner. Zum Dessert gab es kleine Schoko-Mäuse – wie beim ersten Date des Paars.

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