Talk in Berlin

Thomas Gottschalk: „Ich habe nie zu mir gefunden“

In der Gesprächsreihe „Gregor Gysi trifft Zeitgenossen“ am Deutschen Theater in Berlin hat der TV-Moderator das Aus seiner Sendung bedauert.

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TV-Moderator Thomas Gottschalk bedauert das überraschende Aus seines ARD-Vorabendtalks „Gottschalk live“.

In der Reihe „Gregor Gysi trifft Zeitgenossen“ am Deutschen Theater in Berlin sagte Gottschalk am Sonntag, das Tragische sei, dass er nicht daran gescheitert sei, „was ich machen wollte, sondern was daraus geworden ist“. In der Sendung habe er nie zu sich gefunden und „krampfhaft versucht, am nächsten Tag besser zu werden“.

Er sei auch das Ergebnis einer „Fehlplanung“, sagte Gottschalk. Zugleich beklagte er den Quotendruck im deutschen Fernsehen. Seine berufliche Zukunft ließ er offen: „Mal schauen, wie es weitergeht.“ Seine erst im Januar gestartete Vorabendsendung im Ersten wird wegen der geringen Einschaltquoten zum 7. Juni eingestellt.

Seit 2003 lädt Gysi als Gastgeber monatlich Prominente aus Politik, Kultur, Medien und Sport zum Gespräch ins Deutsche Theater. Am Sonntag sprach Gottschalk vor ausverkauftem Haus.