ARD

Intendanten könnten Gottschalk schon im Juni absetzen

Abschied aus der Todeszone? In der kommenden Woche entscheidet sich das Schicksal des Ex-„Wetten, dass..?“-Moderators.

Für Thomas Gottschalk könnte im ARD-Vorabendprogramm bereits zur Sommerpause Schluss sein. Am kommenden Montag und Dienstag werden die ARD-Intendanten bei ihrer Sitzung über das Schicksal seiner quotenschwachen Vorabendsendung „Gottschalk Live“ beraten, hieß es aus ARD-Kreisen am Dienstag.

Sollte sich die Mehrheit der Intendanten gegen die Fortsetzung der Sendung entscheiden, könnte am 7. Juni Gottschalks letzter Auftritt sein, denn dann beginnt die Sommerpause mit der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen.

An den Tagen, wenn die ARD im Sommer keinen Sport sendet, ist Dieters Nuhrs Vorabendshow „Null gewinnt“ auf Gottschalks Sendeplatz vorgesehen – 33 Ausstrahlungstermine sind für Nuhr geplant. Gottschalk startete nach seinem Wechsel vom ZDF am 23. Januar in der ARD, enttäuschte aber mit schwachen Quoten.

„Gottschalk Live“ nicht länger live

Bereits am Wochenende wurde bekannt, dass Gottschalks Show künftig nicht mehr live ab 19.20 Uhr, sondern als Aufzeichnung ausgestrahlt wird. Testweise hatte der Entertainer bereits in der Woche vor Ostern und diese Woche seine Sendungen als Aufzeichnungen produziert. Auf diese Weise könne Gottschalk viel entspannter talken, hieß es von der Produktion.

Große inhaltliche Schnitte seien trotzdem nicht nötig, höchstens beim Applaus werde vielleicht gekürzt.

Die vier Buchstaben „live“ sollen trotzdem Bestandteil des Sendungstitels bleiben. Sonst müssten Logo und Grafik geändert werden, hieß es weiter. Der Name sei mittlerweile „gelernt“, und „live“ stehe ja auch für „lebendig“, und das sei die Sendung ja nun einmal, auch wenn sie künftig gegen 17.30 Uhr aufgezeichnet werde.

Gottschalk Live“, am 23. Januar in der ARD gestartet, hat mit sehr schwachen Einschaltquoten zu kämpfen. Am vergangenen Donnerstag guckten nur 970.000 Menschen zu. Gottschalk selbst sprach schon vor Dienstantritt von der ARD-„Todeszone“ am Vorabend, in der er auftreten werde.