Autopsiebericht

Polizei stellt Ermittlungen zum Tod von Whitney Houston ein

Die Polizei von Beverly Hills schließt die Akten im Fall der Sängerin Whitney Houston. Es gibt keine Hinweise auf ein Verbrechen, heißt es.

Die Ermittlungen im Fall der verstorbenen US-Sängerin Whitney Houston (48) sind eingestellt worden. Es gebe keine Hinweise auf ein Verbrechen, teilte die Polizei von Beverly Hills am Mittwoch mit. Nachdem der Autopsiebericht durchgesehen worden sei, hätten die Ermittler beschlossen, die Akte zu schließen.

Laut Abschlussbericht der Gerichtsmediziner ist Houston mit Kokain im Blut in der Badewanne ihres Hotelzimmers in Beverly Hills ertrunken. In ihrer Nähe sei nach ihrem Tod am 11. Februar 2012 zudem ein Löffel mit Resten einer weißen Substanz gefunden worden, außerdem weitere Spuren von weißem Pulver im Badezimmer.

Houston selbst wurde mit dem Gesicht nach unten in der Badewanne entdeckt. Die Polizei hatte wiederholt erklärt, es gebe keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

„Wir wissen, dass sie eine Herzkrankheit hatte und dass sie chronisch Kokain konsumierte. Wenn es diese beiden Faktoren nicht gegeben hätte, wäre sie wahrscheinlich nicht in der Badewanne ertrunken“, hatte Gerichtsmediziner Craig Harvey vor einigen Tagen erklärt. Vor ihrem Tod habe die Sängerin aller Wahrscheinlichkeit nach einen Cocktail aus Drogen, Medikamenten und Alkohol zu sich genommen.

Der endgültige Bericht enthält zahlreiche Details: So soll das Wasser „extrem heiß“ gewesen sein. Am Körper seien Verbrühungen festgestellt worden. Houston habe vermutlich eine Stunde gut 30 Zentimeter unter Wasser gelegen.

Der ausführliche Bericht der Gerichtsmediziner fasst noch einmal zusammen, wie Houston in dem Hotelzimmer gefunden wurde. Ihre Assistentin habe sie „teilnahmslos“ mit dem Kopf nach unten in der vollgelaufenen Badewanne gefunden. Auch auf dem Boden sei bereits Wasser gewesen. Als die Ermittler eingetroffen seien, habe die Popdiva nackt und leblos auf dem Boden gelegen. Die Wiederbelebungsversuche seien gescheitert.

In dem Hotelzimmer hätten sich neben einer offenen Sektflasche verschiedenste Fläschchen mit zwölf verschiedenen Arzneimittel befunden, heißt es in dem Bericht der Gerichtsmediziner weiter.

Die mit Hits wie „I Will Always Love You“ und dem Film „Bodyguard“ weltberühmt gewordene Sängerin verkaufte zu Lebzeiten mehr als 170 Millionen Platten, kämpfte aber immer wieder mit schweren Drogen- und Alkoholproblemen. Sie starb kurz vor einem Auftritt am Vorabend der Grammy-Verleihung. Der Tod der Sängerin lag am kommenden Tag wie ein Schatten über der Gala, bei der unter anderem mit einem Gebet an Houston erinnert wurde.