Autopsiebericht

Whitney Houston ertrank mit dem Gesicht nach unten

Das Wasser in der Badewanne, in der Whitney Houston starb, war so heiß, dass sie Verbrühungen erlitt. Vorher hatte sie Kokain genommen.

Zum Tod der US-Popdiva Whitney Houston sind weitere Details bekannt geworden: Die 48-Jährige sei in der Badewanne ihres Hotelzimmers in Beverly Hills mit dem Gesicht nach unten ertrunken, hieß es in dem am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Abschlussbericht der Gerichtsmediziner.

„Wir wissen, dass sie eine Herzkrankheit hatte und dass sie chronisch Kokain konsumierte. Wenn es diese beiden Faktoren nicht gegeben hätte, wäre sie wahrscheinlich nicht in der Badewanne ertrunken“, sagte Gerichtsmediziner Craig Harvey

Vor ihrem Tod habe die Sängerin aller Wahrscheinlichkeit nach einen Cocktail aus Drogen, Medikamenten und Alkohol zu sich genommen.

Der endgültige Bericht enthält zahlreiche Details: So soll das Wasser „extrem heiß“ gewesen sein. Am Körper seien Verbrühungen festgestellt worden. Houston habe vermutlich eine Stunde gut 30 Zentimeter unter Wasser gelegen.

Die Gerichtsmediziner hatten bereits vor zwei Wochen einen ersten Bericht veröffentlicht, wonach Houston am 11. Februar nach dem Konsum von Kokain in der Badewanne ertrunken war. Vermutlich hatten die Drogen zuvor einen Herzinfarkt verursacht. In dem Abschlussbericht heißt es nun: „Die Verstorbene hat „wahrscheinlich“ eine Überdosis aus einem Betäubungsmittel, rezeptfreien und verschreibungspflichtigen Medikamenten sowie Alkohol zu sich genommen.

Der ausführliche Bericht der Gerichtsmediziner fasst noch einmal zusammen, wie Houston in dem Hotelzimmer gefunden wurde. Ihre Assistentin habe sie „teilnahmslos“ mit dem Kopf nach unten in der vollgelaufenen Badewanne gefunden. Auch auf dem Boden sei bereits Wasser gewesen. Als die Ermittler eingetroffen seien, habe die Popdiva nackt und leblos auf dem Boden gelegen. Die Wiederbelebungsversuche seien gescheitert.

Im Zimmer der Sängerin wurden demnach zahlreiche Medikamente und Drogen gefunden. So habe neben einem Löffel mit „kristallartiger Substanz“ ein zusammengerolltes Stück Papier gelegen. Zudem seien Überreste eines weißen Pulvers auf einem kleinen Spiegel gefunden worden.

In dem Hotelzimmer hätten sich neben einer offenen Sektflasche verschiedenste Fläschchen mit zwölf verschiedenen Arzneimittel befunden, heißt es in dem Bericht der Gerichtsmediziner weiter.

Die mit Hits wie „I Will Always Love You“ und dem Film „Bodyguard“ weltberühmt gewordene Sängerin verkaufte zu Lebzeiten mehr als 170 Millionen Platten, kämpfte aber immer wieder mit schweren Drogen- und Alkoholproblemen. Sie starb kurz vor einem Auftritt am Vorabend der Grammy-Verleihung. Der Tod der Sängerin lag am kommenden Tag wie ein Schatten über der Gala, bei der unter anderem mit einem Gebet an Houston erinnert wurde.