Testamentseröffnung

Whitney Houstons Erbe geht allein an Tochter

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Foto: REUTERS

Kurz vor dem einzigen TV-Interview über ihre Mutter steht fest, dass Bobbi Kristina die Alleinerbin von Whitney Houston ist. Ihr Ex-Mann Bobby Brown bekommt nichts.

Die im Februar verstorbene US-Popsängerin Whitney Houston hat ihr gesamtes Vermögen ihrer Tochter Bobbi Kristina vermacht. Ex-Ehemann Bobby Brown geht dagegen leer aus, wie aus Auszügen von Houstons Testament hervorgeht, die auf der Internetseite der US-Fernsehsendung „Inside Edition“ veröffentlicht wurden.

Demnach geht das gesamte Geld sowie der Erlös aus dem Verkauf von Schmuck, Autos, Möbeln und weiteren persönlichen Gegenständen an Bobbi Kristina. Houstons Vermögen werde in einen Treuhandfonds eingebracht. Die heute 19-Jährige wird das Vermögen dann schrittweise im Alter von 21, 25 und 30 Jahren erhalten.

Testamentsänderung nach Geburt

Das von „ Inside Edition “ veröffentlichte Testament wurde 1993 geschrieben und 2000 verändert. Die Sängerin hatte das Testament kurz vor der Geburt ihrer Tochter im Februar 1993 verfasst und im April 2000 aktualisiert. Damals war sie noch mit Brown verheiratet. Das Paar hatte sich 2007 nach 15-jähriger Ehe getrennt. Brown wird von Freunden und Houstons Familie für die Probleme der Sängerin mit Drogen und Medikamenten verantwortlich gemacht.

Wäre Bobbi Kristina vor ihrer Mutter gestorben, wäre das Vermögen Whitney Houstons bei ihrem Tod an Bobby Brown, ihre Mutter und andere Verwandte gegangen. Nachlassverwalter ist demnach Houstons Mutter Cissy. Ihr Bruder Michael und ihre Schwägerin Donna Houston wurden als Treuhänder für den Fond eingesetzt.

US-Medien berichten allerdings, dass Houston vor ihrem Tod ziemlich pleite gewesen sein soll. Demnach habe sie rund 119 Millionen Euro ihres Vermögens in den 80er- und 90er-Jahren ausgegeben, vermutlich einen Großteil für Drogen. Schon kurz nach ihrem Tod wurde bekannt, dass ihre Plattenfirma “Arista” die Sägnerin finanziell unterstützt haben soll. Mit Vorschüssen wollte man versucht, die 48-Jährige über Wasser zu halten.

Die Sängerin war am 11. Februar tot in der Badewanne ihres Hotelzimmers in Beverly Hills gefunden worden. Die Todesursache ist bislang unklar. Mutmaßungen zufolge starb die 48-Jährige an einem tödlichen Mix von Medikamenten und Alkohol. Die mit Hits wie „I Will Always Love You“ weltberühmt gewordene Sängerin verkaufte zu Lebzeiten mehr als 170 Millionen Platten, kämpfte aber mit schweren Drogen- und Alkoholproblemen.

Oprah interviewt Tochter

Ob ihre Tochter auch darüber in ihrem einzigen Interview reden wird, scheint ungewiss. Trotzdem wird mit Spannung das einzige Interview erwartet, das die 19-Jährige gegeben hat – natürlich Oprah Winfrey. Schon jetzt kurisieren erste Ausschnitte der Sendung im Internet, die ein großes Gefühlsdrama versprechen, das am 11. März auf dem Sender OWN ausgestrahlt wird.

Fotos zeigen, wie Winfrey Houstons Tochter in den Arm nimmt und sie ganz fest an sich drückt. Auch Houstons älterer Bruder Gary wird in der Runde sitzen sowie andere Gäste, die bei der Trauerfeier für Houston in Newark anwesend waren.

Das Internetportal " tmz.com " berichtet, Bobbi Kristina habe sich zu dem Interview mit Winfrey entschlossen, weil die Moderatorin eine enge Freundin der Familie sei. Zudem sei sie dort sicher, dass Houston nicht in einem schlechten Licht erscheine, zum Beispiel wegen ihrer Drogensucht.

( dpa/dapd/AFP/kami )

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