"I Don’t Give A ..."

Madonna rechnet mit Ex-Mann Guy Ritchie ab

Rosenkrieg mal musikalisch: Madonna straft in ihrem neuen Album Ex-Mann Guy Ritchie ab. Offenbar fühlte sich der Regisseur immer nur als Mr. Madonna.

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Dass Musiker ihre Liebes-Desaster häufig zu ganz großen Liedern verarbeiten, ist nichts Neues – siehe Adele, die sogar ein ganzes Album daraus produziert hat und sechs Grammys danach absahnte.

Dass aber Verflossene von Musikern eindeutig vorgeführt werden, das kommt eher selten vor. So geschehen bei Madonna. Die Pop-Queen soll in ihrem Lied "I Don’t Give A …" aus ihrem neuen Album "MDNA" (erscheint am 26. März) ordentlich austeilen, wie britische Medien berichten. Und die Adresse sei eindeutig: Ex-Mann Guy Ritchie.

„Das ist mir völlig egal“

Der Text, in dem natürlich kein einziges Mal der Ex-Gatte namentlich genannt wird, lässt sehr viel Spielraum für Interpretationen, was in dieser Ehe passiert sein muss. Unter anderem heißt es da: "Ich habe versucht, ein gutes Mädchen zu sein, ich versuchte deine Ehefrau zu sein. Ich habe mich klein gemacht und all meine Lebensfreude verloren. Ich versuchte, all das zu werden, was du wolltest. Und wenn ich versagt habe, dann ist mir das völlig egal!"

Das klingt doch sehr nach dem klassischen Grund für ein Beziehungsdama: Mann kommt mit seiner erfolgreichen Frau nicht klar, Frau hat irgendwann keine Lust mehr und geht.

Madonnas Spitze ist ihr kaum zu verdenken. Schließlich verglich Ritchie („ Sherlock Holmes “) die Ehe mit der Sängerin kürzlich mit einer billigen Sendung: „Ich geriet in eine Art Seifenoper und habe einen ziemlich großen Teil meines Lebens darin verbracht", sagte der britische Regisseur.

Das Gejammer des Regisseurs ist allerdings wenig nachvollziehbar, hat er doch einen sehr guten Schnitt nach der Trennung gemacht. Mal abgesehen davon, dass die Medienwelt ihn und seine Arbeit überhaupt wahrnahm, wurde die Ehe nach acht Jahren in einem Blitzverfahren geschieden. Ritchie, der Vater von Madonnas leiblichem Sohn Rocco sowie von Adoptivsohn David, erhielt im Gegenzug 77 Millionen Euro.

Neuer Toy Boy will Madonna heiraten

Dass Madonna nach diesem Beziehungsdramen (schon ihre erste Ehe mit Sean Penn war eine Katastrophe, in seiner Biografie deutet Penn an, dass ständig die Fetzen geflogen seien) ankündigte, nie wieder heiraten zu wollen, ist gut nachvollziehbar. Wie US-Medien berichten habe sie allerdings vor einigen Wochen von ihrem derzeitigen Toy Boys Brahim – 29 Jahre jünger – einen Antrag erhalten, ihn aber vertröstet.

Möglicherweise sind für Madonna auch noch die Erinnerungen an DJ Jesus zu frisch, mit dem sie nach der Ritchie-Ehe eine Zeit lang liiert war. Immer wieder tauchten in der Zeit Bilder von Jesus mit anderen Frauen in der Presse auf.

Deshalb ist auch nicht ganz klar, über wen Madonna in ihrem Lied „Bang Bang" singt: „Bang bang, ich schieße dich tot, schieße meinen Liebhaber tot. Und wenn ich diesen Arsch in der Hölle wieder sehe, werde ich ihn erneut erschießen, weil ich ihn sterben sehen will, immer und immer wieder."

Zutreffen würde es vermutlich auf beide Männer.