Ex-Frau von Tiger Woods

Elin Nordegren reißt ihre neue Villa einfach ab

Nach der Trennung von Tiger Woods zerstört Elin Nordegren ihre Villa. Das Gebäude hatte 8,5 Millionen Euro gekostet.

Foto: dpa / dpa/DPA

Stripperinnen, Prostituierte, das Mädchen von nebenan – Tiger Woods, 36, ließ nichts aus. Der Star-Golfer hatte so viele Gespielinnen, mit denen er sich vergnügte, während seine Ehefrau, das schwedische Model Elin Nordegren, zu Hause die Kinder hütete und nichts ahnte. Er hat sie betrogen, er hat sie erniedrigt.

Sie hat es trotzdem noch mal versucht. Sie hat in ihm einen Kranken gesehen. Einen Mann, der Opfer seiner Sexsucht ist. Sie hatte Mitleid mit ihm, seine Therapie unterstützt. Sie war gerührt von seiner vermeintlichen Ehrlichkeit, als er ihr die lange Liste all der Frauen vorlegte, mit denen er in den fünf Jahren ihrer Ehe Sex hatte. Sie war entsetzt, als sie ein paar Tage später erfuhr, dass da noch eine war: Die 22-jährige Tochter der Nachbarn. Sie war des Schlechten dann zu viel. Elin Nordegren nahm sich Promi-Anwalt Sorrell Trope. Im Sommer 2010 war sie geschieden.

Es ist noch nicht mal ein Jahr her, dass sie sich nach der Trennung in Palm Beach, Florida, für 8,5 Millionen Euro eine Luxusvilla kaufte. Sechs Schlafzimmer, acht Bäder, direkt am Meer. Elin Nordegrens Ansprüchen genügte das offenbar nicht. Jedenfalls sorgt die für ihren skandalarmen Lebensstil bekannte Schwedin jetzt für große Verwunderung, weil sie das ganze Gebäude kurzerhand abreißen ließ.

Mit ihrem Geld kann sich machen, was sie will

Ihr eigenes Traumhaus – und nichts weniger als das – will sie auf dem Grundstück bauen lassen. Wann sie mit dem Neubau beginnen will, ist nicht bekannt. Auch nicht, welchen Architekten sie beauftragt. Offensichtlich ist nur eines: Sie zeigt es ihrem Ex-Mann. Sie, die Betrogene, die Verletzte, die seit der Scheidung um 100 Millionen Dollar (umgerechnet 77 Millionen Euro) reicher ist, zeigt Tiger Woods, dass sie mit seinem Geld machen kann, was sie will. Auch Villen abreißen und wieder aufbauen lassen.

„Hüte dich vor den Gezeichneten“, hieß es schon in der Antike. Hüte dich vor denen, die gedemütigt wurden und bloßgestellt. Damals gab es bekanntlich noch kein Fernsehen, kein Internet. Kein Milliardenpublikum, das mit Häme zusieht, wie der Ehemann sich mit anderen vergnügt hat. In Besenkammern oder Bordellen.

Vielleicht sogar Kinder zeugt, während die eigenen zu Hause auf ihren Papa warten, die Ehefrau schwanger ist. Wenn Liebe so enttäuscht wird, dann können kein Geld, keine Villa, keine Yacht den Schmerz stillen. Wenn er allmählich zurückgeht, der Schmerz, wenn die Wut kommt, dann wird es allerdings wirklich gefährlich.

Rosenkrieg vor laufenden Kameras

Dann können die Opfer zu Tätern werden. „Ich will dich fertigmachen“, soll Barbara Becker laut „Spiegel“ ihrem damaligen Ehemann Boris gedroht haben. Es war in einer Wäschekammer eines Londoner Hotels, in der er der gebürtigen Russin Angela Ermakowa sehr nahe gekommen war. Neun Monate später, im März 2000, kam Anna Ermakowa zur Welt. Das Traumpaar von einst lieferte sich einen Scheidungskrieg, in dem es auch um viel Geld ging.

Ein Krieg, der nicht allein deshalb so traurig war, weil Kamerateams die Szenen aus dem Gerichtssaal, die Szenen einer zerstörten Familie, in die Wohnzimmer der Welt trugen. Becker, der Tennis-Crack, ein stammelnder Tropf . Heute verstehen sie sich wieder, versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, den Kindern Eltern zu sein, auch wenn sie nicht mehr zusammenleben.

Paul McCartney und seine Ex-Frau Heather Mills haben zu viel schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit gewaschen, um heute „gute Freunde“ zu sein. Es gab wohl kaum einen Rosenkrieg, der schmutziger war. Nacktfotos von ihr erschienen in den Zeitungen. Böses sagte man ihr nach. Ein Callgirl soll sie gewesen sein.

McCartney, ganz Gentleman, fand die Lästereien nicht richtig, er nahm sie in Schutz. Aber als er erfuhr, dass sie, statt ihm dankbar zu sein, bei den Angestellten über ihn herzog und ihn als Rentner bezeichnete, wurde er richtig sauer. Er sperrte das Konto, ließ das Haustürschloss auswechseln. Und war auch sonst nicht mehr richtig nett zu ihr. Am Schluss musste er ihr allerdings 31 Millionen Euro zahlen.

Fünf Milliarden Euro für die Russen-Ehefrau

Eine der erbarmungslosesten Auseinandersetzungen rund um eine Scheidung führen derzeit der russische Düngemittel-Milliardär Dimitri Rybolowlew und Gattin Jelena. Sie will, dass er für 23 Jahre Ehe bezahlt. Und zwar viel. Rund fünf Milliarden Euro verlangt die Mutter der gemeinsamen Tochter Jekaterina, die erst kürzlich von ihrem Papa mit einer Studentenbude in Manhattan überrascht wurde. Gut 70 Millionen Euro hat er für die zehn Zimmer bezahlt. Lieb von ihm.

Und auch der Fußballklub AS Monaco freut sie über die Spendierfreudigkeit des neuen Mehrheitsaktionärs aus Russland. Insider sehen jedoch einen weiteren fiesen Zug im Scheidungskrieg mit der Nochehefrau, der er auf diese Weise weite Teile seines Vermögens entzieht. Bleibt abzuwarten, was für Jelena Rybolowlew übrig bleibt. Fünf Milliarden Euro will sie! Irina Abramowitsch bekam von Öl-Tycoon Roman 155 Millionen Euro. Slavica Ecclestone kam da schon besser weg. Formel-1-Chef Ernie Ecclestone musste ihr 843 Millionen Euro zahlen.

Auch Hollywoodstar Mel Gibson muss richtig bluten. Im Dezember wurde auch gerichtlich die Ehe mit Robyn Moore beendet. Der Mutter seiner sieben Kinder steht die Hälfte seines Vermögens zu. Das sind 425 Millionen Dollar (315 Millionen Euro). Schmerzensgeld.

Elin Nordegren hat schwer gelitten. Unter dem Verrat. Unter der Traurigkeit darüber, dass sie den Kindern nicht das intakte Familienleben geben konnte, das sie ihnen gewünscht hätte. Als Hölle habe sie die Zeit erlebt, als sie erfahren hat, dass ihr Mann sie jahrelang betrogen hat. „Es tut weh“, sagte sie in einem Interview nach der Scheidung, „daran zu denken, dass man ein Leben führt und plötzlich – war das alles eine Lüge?“ Es sei ihr peinlich gewesen, von alledem nichts gewusst zu haben. Scham, Schmerz – es war schlimm.

Aber es hat sie nicht zerstört. Sie ist sogar gestärkt aus der Krise hervorgegangen. „Ich habe Vertrauen in meine Meinungen, meine Entscheidungen und in mich selbst“, sagte sie. Und dass sie sich und den beiden Kindern erst mal Zeit geben musste, die Situation zu verarbeiten. Das Psychologiestudium, das sie begonnen hat, half ihr dabei sich zu finden ebenso wie eine neue Liebe. Und auch die 77 Millionen Euro, die Elin Nordegren als Scheidungssumme erhalten hat, werden den Heilungsprozess beschleunigt haben.

Die Narben bleiben, so viel steht fest. Und sicher auch der Zorn und bisweilen die Lust, es ihm heimzuzahlen. Andere Frauen zertrümmern teure Vasen, demolieren sein Auto. Lassen wir ihr das Vergnügen, ein Haus einreißen zu lassen. Es ist ihr Geld. Sie verprasst es nicht nur, sondern will auch eine private Nervenklinik eröffnen.

Tiger Woods wohnt übrigens nur 15 Kilometer von ihr entfernt. Sein Anwesen, 50 Hektar groß, mit Bunkern und einem Indoor-Golfcenter und einer Luxus-Yacht an der Anlegestelle, hat rund 37 Millionen Euro gekostet.