Tschetschenien

Swank entschuldigt sich für Auftritt bei Kadyrow

Oscar-Preisträgerin Hilary Swank hat sich für ihren Auftritt zum 35. Geburtstag des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow. Sie habe nicht gewusst, dass er für schwerste Verbrechen wie Auftragsmorde, Vergewaltigungen und Verschleppungen verantwortlich gemacht wird.

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Die Oscar-Preisträgerin Hilary Swank (37) bereut, dass sie an der Feier zum 35. Geburtstag von Ramsan Kadyrow, dem umstrittenen Chef des russischen Konfliktgebiets Tschetschenien, teilgenommen hat. In einem Schreiben an den Nachrichtensender CNN erklärte Swank am Donnerstag, sie habe nicht gewusst, worum es sich bei der Feier eigentlich handle. „Hätte ich ein volles Verständnis davon gehabt, wäre ich nie hingegangen.“ Offizieller Anlass der Party an Kadyrows 35. Geburtstag war der „Tag der Stadt Grosny“.

Sie sei davon informiert gewesen, dass die Eröffnung eines neuen Wohn- und Gewerbekomplexes in Grosny gefeiert werde, schrieb die Hollywood-Schauspielerin Swank. Man habe ihr das Event als „Symbol der Hoffnung für die Menschen von Tschetschenien“ angepriesen - diese Stimmung habe sie unterstützen wollen. Als man sie darum bat, Kadyrow zum Geburtstag zu gratulieren, habe sie nicht unfreundlich sein wollen. Dass dem Präsidenten Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen werden, sei ihr nicht bekanntgewesen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte sie für ihre Auftritte. In einer Mitteilung forderte die Organisation die Stars auf, die Gage für den Auftritt am 5. Oktober zurückzuzahlen.