Krankheit

Was ist los mit Spaniens Prinzessin Letizia?

Mager, viel zu mager: Aktuelle Bilder von Prinzessin Letizia erschrecken ganz Spanien. Ist die Frau von Kronprinz Felipe krank?

“Ist Spaniens Prinzessin Letizia verzweifelt?”, fragt sich die Online-Ausgabe der französischen Frauenzeitschrift „Elle“. Wenn man die Bilder vom Staatsbesuch des spanischen Kronprinzenpaars in Chile betrachtet, bekommt man tatsächlich den Eindruck, dass es um den seelischen Zustand der 38-Jährigen nicht allzu gut bestellt sein kann.

Mit Entsetzen sahen die Chilenen eine angespannt lächelnde Letizia, die sich zum Galadinner in schwarzem Top präsentierte, das extrem abgemagerte Arme zur Schau stellte. Sieht so eine glückliche Prinzessin aus? Zugegeben, Letizia war schon immer extrem schlank, schon in der Zeit, als sie noch für den spanischen Ableger des Nachrichtensenders CNN und das Staatsfernsehen TVE arbeitete. Doch seit sie mit ihrer Hochzeit mit Felipe vor acht Jahren berühmt wurde, haftet ihr hartnäckig das Gerücht an, sie leide an Magersucht.

Veränderung seit dem Tod ihrer Schwester

Beim spanischen Königshaus indessen streitet man ab, dass mit Letizia irgendetwas nicht stimmen könnte. Die Prinzessin sei von Natur aus von schlanker Konstitution und sehr nervös, lautet die offizielle Erklärung. Die Medien hierzulande berichten immer wieder, dass die Prinzessin den Tod ihrer Schwester Erika vor zweieinhalb Jahren nicht verkraftet hat.

Die war im Alter von nur 31 Jahren an einer Überdosis Tabletten gestorben. Seit dieser Zeit wirkt Letizia auf jedem Foto noch zarter und gebrechlicher als je zuvor. Das ging sogar soweit, dass die schwedische Presse sie als „Streichholzprinzessin“ bezeichnete, als sie letztes Jahr mit ihrem Gatten bei der Vermählung von Kronprinzessin Victoria erschien.

Für „Elle“ ist die Diagnose klar: „Wie lange kann Letizia ihre Anorexie noch verstecken?“, so die Frage. Kaum zu glauben, dass die Prinzessin lange als attraktivste Frau Spaniens galt, bis sie vor einem Jahr von der glutäugigen Sara Carbonero, der Freundin des Real Madrid-Startorwart Iker Casillas entthront wurde.

Vorwürfe der Konservativen

In Spaniens konservativen Krisen war Letizia übrigens noch nie beliebt. Man lastet ihr an, vor ihrer Hochzeit schon einmal verheiratet gewesen zu sein, mit anderen Männern zusammengelebt zu haben und nicht wirklich katholisch zu sein. Der katalanische Buchautor Isidre Cunill behauptete gar, sie habe früher Drogen genommen und sogar einmal abgetrieben, in Mexiko soll das gewesen sein. In seinem Buch über Letizia schreibt Cunill auch, zwischen König Juan Carlos und ihr gebe es einfach kein „Feeling".

Den Monarchen plagen derzeit übrigens andere Sorgen. Kaum hatte er sich von seinem jüngsten Achillessehnenriss erholt und konnte wieder ohne Krücken gehen, holte er sich vor zwei Tagen ein blaues Auge im Palast. Wie es hieß, war es ein Hausunfall, ein Diener habe eine Tür von innen geöffnet, an der Juan Carlos von außen gezogen hatte.

Und auch für Letizia ist das Leben im Königspalast Zarzuela offensichtlich alles andere als einfach, selbst wenn sie auf die unerschütterliche Loyalität ihres Gatten Felipe und ihrer Schwiegermutter Doña Sofia zählen kann.

Der fehlende Thronfolger

"Letizia war einst der Inbegriff der modernen, emanzipierten Spanierin schlechthin. Jetzt muss sie unendlich unter der fehlenden Freiheit leiden, die die Bürde des Protokolls mit sich bringt“, meint eine Madrider Expertin in Sachen Königshaus.

Vielleicht lastet auf ihr auch die Erwartung, dass sie noch einen Sohn gebären muss. Denn ihre Töchter Leonor (7) und Sofia (5) haben kein Anrecht auf die Thronfolge, solange Artikel 57 von Spaniens Verfassung nicht geändert wird. Der fordert einen männlichen Erben. Bei Spaniens derzeitigen Problemen hat eine Verfassungsänderung allerdings keine Priorität. Pech für Letizia.