Köperverletzung

Schuss auf Party - Sohn von Alain Delon angeklagt

Der Sohn von Alain Delon muss sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Auf einer heimlichen Party in der Genfer Wohnung seines Vaters hatte der 17-Jährige mit einer Waffe hantiert. Ein Schuss löste sich und traf ein Mädchen in den Bauch.

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Nach der Schussverletzung eines Mädchens auf einer Party des jüngsten Sohns von Alain Delon hat die Schweizer Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 17-Jährigen erhoben. Wie die Genfer Zeitung „Le Matin“ berichtete, wird Alain-Fabien Delon und einem drei Jahre jüngeren Bekannten fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Die beiden blieben zunächst auf freiem Fuß.

Ersten Erkenntnissen zufolge hantierten die beiden Jugendlichen auf der Party in Genf mit einer Sammlerwaffe und lösten dabei offenbar unbeabsichtigt einen Schuss aus. Die Kugel traf ein 16 Jahre altes Mädchen in den Magen. Alain Delon bestätigte den Vorfall, betonte jedoch, sein Sohn habe nicht gezielt geschossen. Die Jugendlichen hätten mit der Waffe herumhantiert und der Schuss sei versehentlich losgegangen, sagte er der Zeitung „Le Matin“.

Sein Sohn habe die Party in seiner Genfer Wohnung ohne sein Wissen organisiert und damit sein Vertrauen missbraucht, klagte der Filmstar. „Ich bin sehr traurig.“ Der 75 Jahre alte Schauspieler hat seit etwa zwölf Jahren die schweizerische Staatsangehörigkeit und lebt in Genf.

Die Zeitung „La Tribune de Genève“ hatte am Freitag den mit dem Fall betrauten Strafverteidiger Alec Reymond mit den Worten zitiert: „Niemand hat auf irgendwen geschossen.“ Die Schussverletzung sei „eindeutig“ als Unfall einzustufen. „Das war ein Treffen von Jugendlichen, das einen tragischen Verlauf genommen hat.“