Die Dame von Deauville

G8-Gipfel im Schatten von Carla Brunis Babybauch

Spekuliert wurde seit Wochen darüber, jetzt ist er nicht mehr zu übersehn der Babybauch von Carla Bruni. Stolz präsentiert die Präsidentengattin ihr Bäuchlein beim G8-Gipfel und stahl damit den wichtigen Entscheidungen des Tages die Schau.

Die französische Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy hat stolz ihren Babybauch gezeigt und damit ihre Schwangerschaft offiziell gemacht. Die 43-Jährige empfing zu Beginn des G-8-Gipfels in Deauville die Frauen der Staats- und Regierungschefs und trug dabei ein weißes weites Kleid, unter dem sich der Babybauch abzeichnete.

Als die Bilder der First Lady über die Videoleinwand im internationalen Pressesaal des Gipfels flimmerten, gab es einen regelrechten Aufschrei. Selbstbewusst und entspannt trat die Präsidentengattin vor die Kameras, ihren schwarzen Mantel hatte sie aufgeknöpft, immer wieder fuhren ihre Hände über ihren Bauch, einmal deutete sie darauf. „Als wollte sie geradezu auf ihre Schwangerschaft aufmerksam machen“, sagte ein Beobachter.Die First Lady der USA, Michelle Obama, war nicht nach Deauville gekommen.

Das Damenprogramm in dem mondänen französischen Badeort hatte neben der Gastgeberin nur vier Teilnehmerinnen: die Frauen des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, des kanadischen Regierungschefs Stephen Harper sowie von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Präsident Herman van Rompuy. Neben dem Mann von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Joachim Sauer, waren auch die Frau des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan und die Frau des britischen Premierministers David Cameron, die im vergangenen Jahr ein Baby bekommen hatte, nicht in die Normandie gereist. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist geschieden.

Michelle Obama fliegt zu ihren Töchtern

Michelle Obama kehrte von London, wo sie zusammen mit ihrem Mann die Queen getroffen hatte, in die USA zurück. Die 47-Jährige hatte schon öfter Reisen abgekürzt, um ihre beiden Töchter Sasha und Malia nicht zu lange allein zu lassen.

Die 43-jährige Bruni hatte trotz ihrer Schwangerschaft ein dichtes Gipfelprogramm. Nach der Begrüßung der Ehefrauen leitete sie eine Arbeitssitzung zum Kampf gegen den Analphabetismus, dem sie sich verschrieben hat. Abends sollte sie dann beim Empfang im Luxusrestaurant „Le Ciro's“ dabei sein. Am Freitag war ein Arbeitsessen zum Schutz von Müttern und Kindern vor Aids vorgesehen.

Ihr Schwiegervater Pal Sarkozy hatte die Schwangerschaft ausgeplaudert. Das ehemalige Top-Model hatte aus ihrem Kinderwunsch nie ein Geheimnis gemacht. Sie hat bereits einen zehnjährigen Sohn aus einer früheren Beziehung. Präsident Nicolas Sarkozy hat drei Söhne aus zwei Ehen, der jüngste ist 14. Das Präsidentenpaar ist seit Februar 2008 verheiratet.