Hirnschaden

Epileptischer Anfall ist Grund für Tod von Knut

Nachdem er Videoaufnahmen des Todeskampfes gesehen hat, ist sich ein Neurologe sicher, dass er den Grund für Knuts Tod kennt.

Der Berliner Eisbär Knut hat vor seinem plötzlichen Tod vor einer Woche nach Einschätzung eines Facharztes einen epileptischen Anfall erlitten. Der Bonner Neurologe Christian Elger sah sich laut einer Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins „Focus“ einen im Internet kursierenden Film an, auf dem die letzten Momente zu sehen sein sollen, die Knut erlebt hatte.

Die darauf zu sehenden „typischen Drehbewegungen“ des Tieres mit einem angezogenen Bein deutete der Epilepsie-Experte als einen Anfall.

Ähnliches kenne er auch aus Beobachtungen von Laborratten, sagte der Professor der Universität Bonn dem Magazin zufolge. Laut Augenzeugen stürzte Knut in das Wasser seines Geheges im Berliner Zoo. Der Krampf, den Elger bei dem Eisbären im Film erkannt haben will, habe entsprechende Schutzreflexe vor dem Ertrinken im Gehirn ausgeschaltet. Auch Bärenkurator Heiner Klös und andere Zoobesucher, die den Vorfall beobachteten, vermuteten, dass Knut „eine Art epileptischer Anfall“ geschüttelt habe.

Vor einigen Tagen hatte der Berliner Zoo bekannt gegeben, dass bei Untersuchungen „deutliche Veränderungen des Gehirns“ festgestellt wurden. Der epileptische Anfall war laut Experte Elger Folge einer Hirnerkrankung.

Nach den Plänen des Berliner Zoos soll Knut ausgestopft und im Naturkundemuseum ausgestellt werden. Das Tier war am 5. Dezember 2006 als erstes Eisbärenjunge seit 33 Jahren in Berlin geboren worden und erlangte weltweite Bekanntheit.

( dpa/cor )

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