München-Umzug

Caroline Beil hat Heimweh nach Berlin

Caroline Beil, Schauspielerin und Moderatorin, über ihren Umzug nach München, eine neue Rolle und Sohn David

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Sie ist einer der Stars in der neuen ZDF-Serie „Herzflimmern – Die Klink am See“: Caroline Beil. Die Schauspielerin und Moderatorin ist in Deutschlands erster Medical-Daily (ab 4.April; immer montags bis freitags 16.15 Uhr) als Anästhesistin Dr. Shirley Wilson zu sehen. Für die Dreharbeiten ist die 44-Jährige extra von Berlin nach München gezogen. Eine Herausforderung, der sich Beil gestellt hat.

„Von Anfang an bei einer Serie dabei zu sein, die Figur und das Erscheinungsbild der Serie mitzuprägen, hat mich gereizt“, erklärt sie ihre Entscheidung. „Außerdem hat mir meine Rolle sehr gut gefallen, weil es keine eindimensionale Figur ist. Shirley Wilson ist nicht nur eine toughe Ärztin, sie hat auch eine sehr emotionale und sensible Seite.“ Im wahren Leben war Ärztin für Beil kein Wunschberuf. „Ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass ich nur eine Anästhesistin spielen muss und keine Chirurgin. Als Anästhesistin muss man nämlich keine blutigen Operationen durchführen, sondern sitzt am Kopfende des Patienten, das finde ich sehr angenehm“, sagt Beil, die nur ungern echtes Blut sieht.

Auf ihre Rolle hat sie sich mit einem Praktikum in einer Münchner Klinik vorbereitet. „Ich durfte einem Anästhesisten über die Schulter gucken und habe viel dabei gelernt. Das war sehr interessant und spannend für mich.“

In ihrer neuen Heimat München fühlt sich die 44-Jährige mittlerweile wohl. Dennoch ist ihr der Umzug von der Spree an die Isar nicht leicht gefallen. „Ich konnte zwar alles in Ruhe organisieren: meine alte Wohnung aufgeben, eine neue finden und den Umzug planen. Aber ich habe Heimweh nach Berlin. Wenn man zwölf Jahre lang dort gelebt hat, dann hat man natürlich eine komplett organisierte Infrastruktur. Man hat viele Freunde dort, seinen Bäcker um die Ecke und seine Lieblingsläden. Aber ich bin kein Mensch, der solchen Dingen lange nachtrauert. Ich bin jetzt in München. Und ich muss sagen, dass es mir hier auch sehr gut gefällt. München ist eine sehr schöne Stadt, vor allem jetzt, wenn der Frühling kommt. Es ist viel ruhiger und gemütlicher als Berlin. Das Schöne ist die Anbindung an die Berge. Und in drei oder vier Stunden ist man in Italien. Ich werde demnächst, wenn ich die Zeit dazu habe, mit meinem Söhnchen viele Ausflüge machen.“

Um Sohn David (19 Monate) kümmert sich Beil seit der Trennung von „GZSZ“-Schauspieler Pete Dwojak im Juni 2010 mithilfe einer Kinderfrau. „Sie wohnt bei uns und kümmert sich um den Kleinen, wenn ich drehe. Ich denke, das Wichtigste, wenn man ein Kind hat, ist, dass alles gut organisiert ist. Man muss wissen, dass es dem Kind gut geht, wenn man aus dem Haus ist. Dann kann man auch beruhigt arbeiten gehen.“ Allerdings kämpft Beil, wie viele andere berufstätige Mütter, oft mit ihrem schlechten Gewissen. „Natürlich würde ich gern mehr Zeit mit David verbringen. Aber ich muss nun einmal Geld verdienen. Ich bin eine von Millionen von Müttern, die arbeiten.“

Trotzdem genießt sie ihr ausgefülltes Leben als berufstätige Mutter. Einen Mann an ihrer Seite vermisst sie nicht. „Alles ist gut, so wie es ist. Eine Beziehung wäre zeitlich im Moment auch schwer zu vereinbaren. Herzflimmern habe ich nur für meinen Sohn.“

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