"Two and a Half Men"

Sheen rächt sich mit Millionenklage für Rauswurf

Schauspieler Charlie Sheen hat seine frühere Produktionsfirma auf 100 Millionen Dollar verklagt. Das Geld solle aber nicht nur ihn entschädigen, sagt er.

US-Schauspieler Charlie Sheen nimmt Rache für seinen Rauswurf durch die Produktionsfirma Warner Bros. Der 45-Jährige verklagte das Studio und die Produzenten seiner früheren TV-Serie auf 100 Millionen Dollar.

Das Geld solle aber nicht nur ihn selbst, sondern alle Mitarbeiter für die – zumindest vorübergehende – Absetzung der Serie "Two and a Half Men" entschädigen, heißt es in der Klageschrift, die auf der Promi-Website TMZ.com veröffentlicht wurde.

Warner Bros hatte Sheens Vertrag zuvor gekündigt. Zur Begründung wurde Sheens "selbstzerstörerisches, gefährliches Verhalten" angeführt.

In der 30-seitigen Klage sprechen Sheens Anwälte von einem Vertragsbruch und erheben schwere Vorwürfe gegen den Serienproduzenten Chuck Lorre, mit dem sich Sheen seit Wochen ein verbales Duell liefert.

Sheens Rauswurf sei "befeuert worden durch Lorres aufgeblasenes Ego, seine Faulheit und seine Missachtung gegenüber Herrn Sheen und seinen angeblichen Lebenswandel", heißt es in der Klageschrift. Warner Bros nutze zudem "seine mächtige Medienmaschinerie, um einen Mythos zu schaffen und ihr Verhalten durch falsche Vorwürfe gegen Herrn Sheen zu rechtfertigen".

Warner Bros. hatte Sheens Kündigung mit einem zehnseitigen Schreiben an Sheens Anwalt begründet. Darin hieß es: "Lassen Sie uns das Offensichtliche klar sagen: Sheen scheint sehr krank zu sein."

Das Studio verwies auch auf eine Klausel in Sheens Vertrag, wonach es möglich sei, jeden zu feuern, der sich "schwerer, moralisch verwerflicher Vergehen" schuldig gemacht habe – dabei verwies Warner auf die Drogenexzesse, mit denen Sheen immer wieder Schlagzeilen gemacht hatte.