Sudan-Reise

George Clooney an Malaria erkrankt

Hollywoodstar George Clooney hat sich während seines Auslandaufenthaltes im Sudan mit Malaria infiziert. Besonders gefährlich: Es war bereits das zweite Mal, dass der Schauspieler sich wegen dieser Tropenkrankheit behandeln lassen musste.

Foto: AP / AP/DAPD

Schockdiagnose für Oscarpreisträger George Clooney: Der 49-Jährige hat sich auf seinem Trip nach Afrika mit der gefährlichen Krankheit Malaria infiziert. Diese Nachricht verbreitete CNN-Moderator Piers Morgan am Donnerstag via Twitter. Der Schauspieler würde zwar Medikamente bekommen, fühle sich derzeit jedoch noch ziemlich neben der Spur.

Nach Informationen der Zeitung „New York Daily News“ hatte Morgan Clooney als Talkgast in seine Sendung “Piers Morgan Tonight” eingeladen, um mit ihm über seine Reise in den Sudan zu sprechen. Im Interview mit dem Moderator erzählte der Frauenschwarm dann von seiner Malaria-Erkrankung, die er zu dem Zeitpunkt jedoch schon wieder mit Humor zu nehmen schien. Schließlich witzelte der Hollywoodstar: „Ich gehe mal davon aus, dass die Mücke in Juba mich angesehen hat und in mir etwas sehr Süßes gesehen hat.“ Die Show war übrigens schon am 13. Januar aufgezeichnet worden, Termin für die Ausstrahlung ist der heutige Freitagabend.

Kurz nach dem Interview meldete sich dann auch Clooneys Sprecher zu Wort und gab erst einmal Entwarnung: „George hat die Malaria-Infektion, die er während seines Aufenthaltes im Sudan in der ersten Januarwoche bekommen hatte, überstanden. Das war für ihn bereits das zweite Mal, dass er davon geheilt wurde.”

Allerdings war Clooney mit seiner Erkrankung bewusst an die Öffentlichkeit gegangen. Der Grund: “Meine Heilung zeigt doch nur, was man mit richtigen Medikamenten alles erreichen kann. Die schlimmen Zustände in Afrika könnten deutlich verbessert und die Sterberate erheblich gesenkt werden”, erklärte der Star. Der Schauspieler wies damit auf die Tatsache hin, dass in Afrika derzeit 2200 Kinder am Tag sterben – eines alle 45 Sekunden.

Der 49-Jährige arbeitet seit Januar 2008 nicht nur als UN-Friedensbotschafter, er nutzt zudem seine Popularität, um sich für Hilfsprojekte einzusetzen. So sammelte er beispielsweise Spenden für die Opfer des Erdbebens, das 2010 Haiti erschütterte, außerdem unterstützt er die Opfer des Terroranschlags vom 11. September in den USA sowie die Betroffenen des Tsunami in Indonesien im Jahr 2004.

Bevor Clooney nun im Januar in den Sudan reiste, hielt er sich auch im Dezember schon einmal dort auf, um auf die Menschenrechtslage vor Ort hinzuweisen. Gemeinsam mit Google und den Vereinten Nationen arbeitete der bekennende Kriegsgegner an dem Projekt, Satellitenbilder und Einsätze vor Ort zu verbessern, um einen erneuten Konflikt in dem durch Krisen geplagten Land zu verhindern. „Wir wollen die Straftäter der Völkermorde und andere Kriegsverbrecher wissen lassen, dass wir sie beobachten und dass die Welt ihnen zusieht. Kriegsverbrecher haben nur Erfolg, wenn sie ihre Taten im Dunkeln begehen. Es ist um einiges härter, Schreckenstaten zu verrichten, wenn man im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht“, hatte Clooney zu der Zeit in einem öffentlichen Statement gesagt.