Millennium-Trilogie

Emma Watson gibt ihr Haar für Rolle in Verblendung

Emma Watson will hoch hinaus: Um die Rolle der Lisbeth Salander in dem Hollywood-Remake von Stieg Larssons Millennium-Trilogie zu bekommen, schnitt sie sich schon für das Casting die Haare ab.

Schauspielerin Emma Watson (20) scheint es nicht wirklich viel auszumachen, dass das Luxuslabel Burberry den Werbevertrag mit ihr gekündigt hat. Eher im Gegenteil: Statt darüber zu grübeln, woran es gelegen haben könnte, stürzte sich der einstige Star aus "Harry Potter" bereits ins nächste Projekt - ein Projekt, dass ihr einen Durchbruch als erwachsene Schauspielerin in Hollywood verschaffen könnte. Die Rede ist vom Remake der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson (†50).

Die schöne Britin ist in die nähere Auswahl für die Hauptrolle der Lisbeth Salander in dem ersten Streifen "The Girl With The Dragon Tattoo" ("Verblendung") gekommen und will nun alles dafür geben, das Team von sich zu überzeugen. Wie ernst Watson es wirklich meint, hat sie bereits bewiesen, indem sie sich dazu entschied, ihre wallende Mähne zu opfern. Das Ergebnis präsentierte die Aktrice danach auf Facebook und sagte dazu nur: "Es fühlt sich unglaublich an, es ist die befreienste Sache überhaupt!" Verstecken muss sich die Blondine mit ihrem neuen Putz wirklich nicht. Mit ihrer feschen Kurzhaarfrisur sieht die Schauspielerin sogar irgendwie ein bisschen erwachsener aus.

Schnipp, schnapp, Haare ab - und das alles, weil sich die 20-Jährige im Casting dadurch bessere Chancen erhofft. Mutig, aber auch zielstrebig. Schließlich hat sie ziemlich viel Konkurrenz. Auch Ellen Page (23), Kristen Stewart (20), Carey Mulligan (25) und Natalie Portman (29) stehen für diesen Part hoch im Kurs.

Die Rolle der Computerhackerin Lisbeth Salander zu spielen, ist derzeit das begehrteste Angebot in Hollywood. Jeder Star ist sich über das weltweite Medieninteresse bewusst und weiß, was der Zuschlag für diesen Part für die eigene Karriere bedeuten könnte. Ein Insider plauderte gegenüber der britischen Zeitung "The Sun" aus: "Emma hat bereits mit Regisseur David Fincher (47) geprobt und wollte beim Vorsprechen bereits so aussehen wie der Charakter Lisbeth. Die Hackerin ist ein Gothik-Typ mit kurzem Strubbelhaar." Fincher gehört in Hollywood zu den Ikonen der Filmbranche. Er konnte sich durch Filme wie "Sieben" oder "Fight Club" einen Namen machen.

Für Watson wäre es übrigens ein ziemlicher Kontrast zu ihrer bisherigen Rolle als Zauberschülerin Hermione Granger in "Harry Potter". In der Millennium-Trilogie ist Lisbeth Salander in diverse Affären verwickelt, die der Britin einiges abverlangen würden. Salander gilt als psychisch labil, wird des Mordes beschuldigt und ist ständig auf der Flucht. In den Büchern von Stieg Larsson wird zudem Gewalt in Verbindung mit Sex oder auch Geschlechtsverkehr zwischen zwei Frauen immer wieder thematisiert. Regisseur Niels Arden Oplev, der die Werke des 2004 verstorbenen Autors bereits verfilmte, wählte bezüglich dieser Szenen eine ziemlich direkte Darstellungsweise, mit denen er dem Zuschauer nicht nur einiges zumutete, sondern ihn auch schockierte.

Der 20 Jahre alte Star, der im Juni das letzte Mal für "Harry Potter" vor der Kamera stand, würde in der Millennium-Trilogie an der Seite von Daniel Craig (42) und Robin Wright-Penn (44) spielen. Der "James Bond"-Darsteller wurde für die Rolle des Hauptdarstellers Mikael Blomkvist engagiert, die Ex-Frau von Sean Penn (49) soll die Vertraute und Geliebte Blomkvists, Erika Berger, vertreten. Auch Lisbeth Salander fängt in der Geschichte ein sexuelles Verhältnis mit Blomkvist an. In diesem Fall würde es dann folglich zu Liebesspielen zwischen Emma Watson und Daniel Craig kommen. Eine etwas merkwürdige Vorstellung, aber auch im Buch "Verblendung" wirkt diese Art von Verbindung zwischen den beiden etwas fragwürdig, von daher würde es wieder passen.