Trennung

Ehe-Aus bei Eisschnellläuferin Claudia Pechstein

Claudia Pechstein hat es nicht leicht. Ende Juli entscheidet sich, ob sie ihre Karriere aufgrund einer Dopingsperre beendet - und nun folgte auch noch das Liebes-Aus mit ihrem Mann.

Claudia Pechsteins Name ist in disem Tagen Programm: Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin, die derzeit ohnehin ziemlich viel mit ihrem Kampf gegen ihre Dopingsperre um die Ohren hat, musste nun auch privat eine schwere Niederlage einstecken. Am Freitag gab die 38-Jährige über ihr Management die Trennung von Ehemann Marcus Bucklitsch (34) bekannt. „Das Scheitern unserer Ehe ist eine schmerzliche Erfahrung. Ich möchte aus der Trennung kein Geheimnis machen, bitte aber zu respektieren, dass dies eine private Angelegenheit ist“, ließ Pechstein mitteilen.

Das Paar hatte sich 1993 in der Ausbildung beim Bundesgrenzschutz kennengelernt, fünf Jahre später folgte die Hochzeit. Für Kinder blieb der bislang erfolgreichsten Olympionikin aller Zeiten jedoch keine Zeit, der Trainingsplan und die vielen Wettkämpfe ließen die Familienplanung nicht zu.

Im Juli vergangenen Jahres schien auch ihre Karriere auf einem unerwarteten Tiefpunkt angelangt. Die Sportlerin, die sonst Polizeihauptmeisterin ist, wurde für zwei Jahre gesperrt. Pechstein, die von ihren Blut-Ergebnissen, die bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften in Hamar veröffentlicht wurden, überrascht schien, legte Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof ein - allerdings ohne Erfolg.

Trotzdem wollte die Eisschnellläuferin sich nicht geschlagen geben und zog vor das Schweizer Bundesgericht. Dieses gab am 8. Dezember 2009 ihrem Eilantrag statt und sagte ihr zu, beim Weltcup in Salt Lake City starten zu dürfen, der nur drei Tage später stattfand. Doch scheinbar war die gebürtige Berlinerin durch den ganzen Dopingskandal zu sehr abgelenkt, sodass sie die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Vancouver verfehlte.

Derzeit muss Pechstein erneut auf die Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts warten, bei dem sie die Revision ihres Falles beantragt hatte. Diese soll im Juli gefällt werden. Sollte sie auch dort scheitern, bliebe ihr juristisch nur noch der Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Allerdings hatte die 38-Jährige bereits angekündigt, dass sie in diesem Fall ihre Karriere beenden würde, da ihr bis zum Ablauf der Dopingsperre am 9. Februar 2011 auch geeignete Trainingsmaßnahmen verwehrt blieben.

Da nun auch noch das emotionale Drama durch die Trennung von Bucklitsch hinzu kommt, dürfte der Sportlerin derzeit so gar nicht mehr zum Lachen zumute sein. Aber vielleicht entscheidet der Richter in der Schweiz ja doch noch zugunsten der Olympionikin, schließlich wäre ein Ende aufgrund einer Dopingsperre ein äußerst trauriges Ende einer einst so erfolgreichen Laufbahn.