Dschungelcamp

Ist Martin Kesici geldgierig oder freiheitsliebend?

Camp-Kandidat Daniel Lopes ist raus. Aber wen interessiert das? Spannender: Warum verließ Rocker Kesici das Camp: Waren 23.000 Euro schon genug für ihn?

Foto: RTL / RTL/Stefan Menne

Der Sänger Daniel Lopes war der erste Kandidat , der das Dschungelcamp offiziell, also von den Zuschauern gewollt, verlassen musste. Aber er war nicht der einzige, der an diesem Abend ging. Auch Rocker Martin Kesici ist kein Dschungel-Abenteurer mehr. Einziger Unterschied: Er ging freiwillig. Die Spekulationen um seine Gründe rücken die Abwahl von Daniel Lopes in den Hintergrund.

Der Berliner Kesici begründete in der Sendung seinen freiwilligen Weggang damit , dass er nicht wie „ein Tiger im Käfig“ eingesperrt sein könne. Er sei zu freiheitsliebend. Aber er habe lange nachgedacht, bis die Entscheidung stand.

Die „Bild“-Zeitung hatte eine andere Erklärung für seinen überraschenden Ausstieg : „Der Sänger, der von Anfang an keinen Bock auf das Camp hatte, wartete exakt bis zum Ende der Donnerstagnacht-Live-Übertragung. Danach stieg er sofort aus. Denn da hatte er die nächste Rate seines Honorars in der Tasche.“ Ein RTL-Sprecher sagte, zu Vertragsdetails äußere sich der Sender grundsätzlich nicht.

"Das hat nichts mit dem Geld zu tun“

„Bild“ schrieb, RTL staffele die Gage. Wer durchhalte, bis die ersten Kandidaten rausfliegen, bekomme bei einem freiwilligen Ausstieg 75 statt nur 50 Prozent. Kesici sollen jetzt angeblich rund 23.000 Euro zustehen.

Der Deutschen Presse-Agentur erläuterte Kesici telefonisch sein Dschungel-Aus: „Das hat nichts mit dem Geld zu tun.“ Ganz im Gegenteil: Er habe wahrscheinlich sogar auf ein bisschen Kohle verzichtet. Als Hauptgrund für seinen Ausstieg nannte er die Sehnsucht nach seiner Freundin: „Ich hab's einfach nicht mehr ausgehalten ohne sie.“ Ein zweiter Grund sei die Enge des Camps.

Die Freitagabendausgabe von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ verfolgten nach Senderangaben zwischen 22.15 Uhr und Mitternacht im Schnitt 6,55 Millionen Zuschauer (25,9 Prozent Marktanteil). Bei dem vom Privatfernsehen besonders begehrten Publikum zwischen 14 und 49 Jahren betrug der Marktanteil sogar 35,8 Prozent. Kein Rekordwert, aber das Niveau bleibt hoch.

RTL zeigte am Freitagabend noch, wie sich Ex-Tic-Tac-Toe-Sängerin Jazzy (36) und die TV-Moderatorin Ramona Leiß (54) in die Haare gerieten. „Sie macht nichts für die Gemeinschaft“, mäkelte Jazzy. Leiß stritt sich auch mit Lopes und beschwerte sich über den „Kindergarten“.

Stinkender Fischsud im Gesicht

Brigitte Nielsen (48) musste erstmals in die Dschungelprüfung. Das Motto: Winterschlussverkauf. Unter anderem musste sie in die „Parfümabteilung“, in der ihr stinkender Fischgeruch ins Gesicht gespritzt wurde. Die Schauspielerin nahm die Prüfung mit Humor und fragte Moderator Dirk Bach: „Willst Du mich küssen?“

Bevor der überhaupt reagieren konnte, hatte er einen dicken Schmatzer auf dem Mund. Nielsen holte insgesamt fünf Sterne, die dem Team Extra-Essensrationen bescherten.

Weil jetzt bereits zwei Teilnehmer raus sind, statt, wie geplant, nur einer, bleiben RTL zwei Möglichkeiten: Entweder gibt es am 28. Januar ein Finale mit zwei statt drei Kandidaten, oder an einem der folgenden Tage wird keiner ausscheiden, damit in der letzten Sendung drei Mitspieler um den Titel „Dschungelkönig“ kämpfen.