RTL-Show

Giulia Siegel lästert über die Dschungel-Kollegen

Wiedersehen unter alten Rivalen: Die Camper des Dschungels kamen noch einmal zur Krönungsfeier zusammen. Es hätte eine schrecklich harmonische Runde werden können, doch auf Giulia Siegel ist Verlass. Bekannt giftig verkündete sie, was sie vom Rest der Truppe hält: nichts.

Wer hinter dessen Rücken über einen anderen schlecht spricht, hat vermutlich nicht die Absicht, sich ihm gegenüber dafür rechtfertigen zu müssen. Wer vor sich dabei aber nicht nur vom Anderen ab-, sondern gleichzeitig einer RTL-Kamera zuwendet, muss wohl damit rechnen, dass die heimlichen Lästereien früher oder später öffentlich werden – und das kann schon mal recht unangenehm sein.

So gesehen konnte sich Giulia Siegel ziemlich entspannt zum „großen Wiedersehen“ der Dschungeltruppe aufmachen. Schließlich war sie so offensichtlich giftig, dass die Gemeinheiten, die sie zusätzlich nur der Kamera verriet, auch nichts mehr an ihrem Image ändern konnten. Ob absichtlich oder dazu verdammt, war sie vor allem in den letzten Tagen des Camps zum Außenseiter geworden, hatte sich fast mit allen Insassen heftige Auseinandersetzungen geliefert.

So versprach das erneute Zusammentreffen der Australien-Reisegruppe ein spannender Austausch zu werden. Denn anders als bei Klassentreffen nach fünf oder zehn Jahren, bei denen die Emotionen und Animositäten der Vergangenheit meist der Verklärung gewichen sind, steckte in diesem Treffen noch Feuer. Da fühlte sich Giulia Siegel noch völlig ungerecht behandelt – von den Campinsassen und von RTL – weil sie eben nur ihre dunkle, nicht ihre Schokoladenseite hervorgehoben hätten.


Wie im Camp auch, traf diese Verbitterung in wunderbaren Widerspruch zur ausgeglichenen Gundis, die sich das liebliche Lächeln einfach nicht aus dem Gesicht wischen ließ. „Du hast die Geschichte mit der Banane nur inszeniert“, hielt ihr Giulia vor: „Die wahre Schlange ist Gundis gewesen.“ Nun steckte wirklich etwas Listiges in der Konkurrentin, denn statt Giulia den Gefallen zu tun und heftig zu protestieren, blieb die gute Gundis einfach ruhig. „Da gab es schon die ein oder andere Energie, die nicht positiv war“, bilanzierte sie ihr Verhältnis zu der selbsternannten Teamplayerin, dann blieb sie einfach still, hörte nur noch zu.

Und Giulia bewies, warum RTL zu Recht so lange um ihren Einzug ins Camp gekämpft hatte. Diese Frau hat einfach alles, was man für eine gute Einschaltquote braucht: Sie ist sexy, sie ist dramatisch, sie ist gnadenlos. Statt einen Strich unter 14 Tage Urwaldärger zu machen, lästerte sie auch in der Rückschau noch kräftig über ihre Campgenossen. Mausi Lugner etwa besitze „so eine wunderbare Naivität, das hat mir manchmal Kopfschmerzen bereitet.“ Überhaupt hätten die anderen Frauen immer nur zusammen gesessen und über Make-Up, Klamotten und das Essen geredet – „Ich bin für ständige Harmonie einfach nicht zu haben“, bilanzierte Giulia.


„Wenn du unser Format kennst, dann weißt du, dass das auch gar nicht gewünscht ist“, konnte Dirk Bach sie prompt beruhigen. Denn natürlich lebte die Sendung nicht von einem schüchternen Norbert Schramm, einem charmanten Michael Meziani oder einem schläfrigen Günther Kaufmann (obwohl der schon eine Klasse für sich war).


Was sogar Thomas Gottschalk am Ende die Quote raubte und RTL das Interesse einspielte, waren Typen wie die streitlustige Giulia Siegel, die zuerst quirlige, später aber durchaus nachdenkliche Lorielle London oder der unglaublich überhebliche Peter Bond, der vor allem durch seine Lizenz zum Prahlen auffiel. Warum die Zuschauer ihn so früh rausgewählt hätten, wenn sie ihn doch liebten, erkundigte sich Sonja Zietlow vorsichtig, doch Bond hatte eine Erklärung: „Ich habe doch suggeriert, dass ich raus will. Für mich gab’s nur das Finale oder schnell zu Carolin.“ Ja sicher. Deshalb haben sich all seine Fans eisern auf ihre Hände gesetzt und nicht angerufen, auch wenn sie es doch so gerne wollten...

Mit gewohnt kühlem Sarkasmus betrachtete dann auch Königin Ingrid I. das bunte Treiben ihrer Untertanen. Die alte Dame nahm sich und die Sendung wie immer nur gerade so ernst wie nötig. Sie will jetzt wieder Theater spielen in