"Ich bin ein Star..."

Die gute Fee Gundis Zambo verlässt das Dschungelcamp

Goodbye Gundis: Kurz vorm Finale ist die gute Fee des Urwalds aus dem RTL-Dschungelcamp gewählt worden. Nun kämpfen Lorielle, Nico und Ingrid um die Krone. Giulia Siegel, die wegen Rückenschmerzen den Dschungel vorzeitig verließ, verriet indes gleich in mehreren Interviews "wie es wirklich war".

Vielleicht ist es an der Zeit, etwas Nettes über die Bewohner des Urwalds zu schreiben. Oder zumindest über eine, die bis zuletzt zu den Bewohnern zählte. Denn auch wenn die RTL-Zuschauer sich andere Favoriten für das heutige Finale wählten, muss man sagen: Gundis Zambo wäre eine würdige Dschungelmonarchin gewesen, eine gütige Herrscherin über den Urwald.

Oder um es mit ein bisschen weniger Pathetik zu sagen: Schade, dass die quirlige Blondine raus ist! Schließlich war sie mit Abstand die Normalste in der Dschungeltruppe, die Ehrliche, die Hilfsbereite. Gut, über den Anfangsflirt mit Nico und ihr Techtelmechtel mit Norbert oder Peter Bond wird sich ihr Lebensgefährte kaum gefreut haben – was er in anderen RTL-Formaten ja auch lautstark kundtat. Und doch steckte auch darin etwas Sympathisches, Lebensfrohes.

Wie oft hatte Rivalin Giulia Siegel sie dafür angezickt, ihr jede Bemerkung als „Bevormundung“ ausgelegt. Doch statt zurück zu zicken, nahm Gundis Giulia einfach in den Arm – sowie sie es mit Lorielle tat, wenn die weinte, oder mit Ingrid, wenn die sich ungerecht behandelt sah. Gundis, die gute Seele im Camp, sorgte so vielleicht dafür, dass die C-Promis in ihrem Wahn nach Aufmerksamkeit nicht alle übereinander herfielen.

Was also bedeutet die Rauswahl des stets positiv gestimmten Indianer-Mädchens? Wahrscheinlich mehr Konkurrenz, mehr Streit, mehr Neid. Denn die verbliebenen drei Kandidaten – Model Nico Schwanz, Ex-Schauspielerin Ingrid van Bergen und Paradiesvogel und Sängerin Lorielle London – haben alle drei schon oft gezeigt, wie ernst es ihnen mit dem Monarchentitel ist.

Nico, der sich gern selbst für Dschungelprüfungen nominiert und dann mal wieder das Gehirn ausschaltet und so das Kopfrechnen vergeigt (gerade mal einen mageren Stern holte er im Dschungelteich, obwohl er die Kröten, Spinnen und Aale um seinen Kopf gut ertrug). Der so viele schlechte Wortspiele mit seinem Namen veranstaltet, dass er ein eigenes Phrasenschwein hätte füllen können.

Alter als Chance

Ingrid, die längst erkannt hat, dass Alter manchmal Chance, nicht Laster sein kann. Als rüstige Rentnerin kämpft sie sich durch den Dschungel, präsentiert sich als unverwüstliche Veteranin, die im Leben soviel mitgemacht hat, dass sie so leicht nichts mehr schocken kann. Doch wehe, eins der jungen Vögelchen tritt ihr zu nahe, wagt gar sich über sie lustig zu machen: Richtig giftig kann sie dann werden – da kann Giulia Siegel ein Lied von singen.

Und zuletzt Lorielle, die bis jetzt nach jeder Entscheidungsrunde zu Tränen gerührt war, weil die Zuschauer sie noch länger im Camp lassen wollten. Die zu Beginn noch der schrille Paradiesvogel zu sein schien und sich dann über lange Strecken so unauffällig, lieb und nachdenklich gab, dass man wirklich begann ihr zuzuhören, sich für ihre Sorgen zu interessieren. Und die schließlich doch den Weg des schrillen Auftritts suchte, mit knappem Palmenbikini um das Lagerfeuer tanzte.

Es verspricht also ein spannendes Finale zu werden, in dem das Rennen um die Krone längst noch nicht entschieden ist. Sicher ist aber: Gundis Zambo hätte sie verdient gehabt.

Mehr jedenfalls als Giulia Siegel, die sich allerdings schon selbst vorzeitig aus dem Dschungel holen ließ. In mehreren Interviews erzählte sie nun von ihren Erlebnissen. Oder wie es in der „B.Z.“ heißt, „ wie es wirklich war“. In der Berliner Boulevardzeitung erklärt sie vor allem, dass sie gar nicht so zickig ist, wie man ihr nachsagte. So hätten sie und Zambo sich „unter Tags sehr lieb gehabt. Oft wurden halt nur unsere Streitgespräche gezeigt. Aber das war alles nicht so schlimm.“ Auch seien alle Dschungel-Mitbewohner sehr nett zu ihr gewesen. Selbst mit Ingrid von Bergen habe sie sich prima verstanden, erzählte sie „Spiegel Online“: „Ich hab Ingrid zwei Mal den Bauch massiert. Ich finde es schade, dass der Zuschauer nur diverse kleine Ausschnitte kennt und die Wahrheit eben nicht.“

Ihr Fazit laut „B.Z.“: „Ich bin absolut zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe 26 Sterne geholt und war ein Teamplayer.“ Wie auch immer: Dschungelkönigin oder –könig wird trotzdem ein anderer.

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