Redispatch

Strom: Engpass in Baden-Württemberg? Aufruf zum Sparen

| Lesedauer: 2 Minuten
Strompreise: Diese Faktoren beeinflussen die Strombildung

Strompreise: Diese Faktoren beeinflussen die Strombildung

Der Strompreis wird viel diskutiert. Wie setzt er sich zusammen?

Beschreibung anzeigen

Der Netzbetreiber TransnetBW fordert die Menschen in Baden-Württemberg auf, am Sonntag zwischen 17 und 19 Uhr Strom zu sparen. Warum?

Berlin/. Eine ungewöhnliche Maßnahme: Die Menschen in sind am Sonntagabend aufgefordert, Strom zu sparen, wie der Netzbetreiber TransnetBW mitteilte. In der Zeit von 17 bis 19 Uhr sollten Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen nicht benutzt werden.

Strom: "Redispatch" verhindert Engpass

Hintergrund für den Aufruf ist ein sogenannter "Redispatch", also ein Eingriff in die Stromversorgung, um Engpässe zu vermeiden. Im Norden werde im Laufe des Tages ein so hohes Windaufkommen erwartet, dass die Übertragungskapazität in den Südwesten nicht ausreiche, erläutert eine Sprecherin von TransnetBW. Sie sagt: "Das ist wie ein Stau auf der Autobahn." Zur Deckung des Redispatch-Bedarfs plane man mehr als 500 Megawatt Kraftwerksleistung aus dem Ausland zu beziehen. Aber auch die Menschen könnten eben mit Stromsparen einen aktiven Beitrag leisten.

Geräte wie Laptops sollten im betroffenen Zeitraum über den Akku laufen. Zum Aufladen desselbigen solle die Zeit vor 17 Uhr genutzt werden. Das Unternehmen betonte, dass Stromabschaltungen nicht zu befürchten seien.

Lesen Sie auch: Wärmepumpe jetzt kaufen oder abwarten? Experte gibt Tipps

Stromsparen: TransnetBW hat App entwickelt

Redispatch-Maßnahmen sind immer wieder notwendig. Die Bundesnetzagentur schreibt dazu: "Der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie und die vermehrte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien wirken sich auf die Lastflüsse im Netz aus und führen dazu, dass Netzbetreiber häufiger als bisher Redispatch-Maßnahmen vornehmen müssen." Es gibt oft Ungleichgewichte zwischen der hohen Erzeugung von Strom – etwa aus Windkraft im Norden – und dem Verbrauch im Süden.

Auch interessant: Digitale Stromzähler verursachen Extra-Kosten

TransnetBW hat für Verbraucherinnen und Verbraucher die App "StromGedacht" entwickelt: Sie zeigt für Sonntag tagsüber "Gelb" und rät somit, den Stromverbrauch vorzuziehen oder zu verschieben. Um 17 Uhr wird die Ampel "Rot". Das bedeutet wie hier bereits beschrieben: Verbrauch reduzieren. Bereits Anfang Dezember hatte die App einen roten Hinweis angezeigt. (dw)