Winterfahrplan

Deutsche Bahn: Noch gibt es Tickets zum alten Preis

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Wolfgang Mulke
Das sind Deutschlands schlechteste Bahnhöfe

Das sind Deutschlands schlechteste Bahnhöfe

Zwei deutsche Bahnhöfe schaffen es in die Top 10 der schlechtesten europäischen Bahnhöfe. Beide sind in Berlin.

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Am kommenden Sonntag tritt der neue Winterfahrplan der Deutschen Bahn in Kraft. Fahrten werden dann teurer, das Angebot ausgeweitet.

Berlin. Wer in den kommenden Wochen mit der Deutschen Bahn fahren will, sollte schnell sein Ticket buchen. Denn bis zum 10. Dezember gibt es die Fahrscheine noch zum alten Preis. Auch Interessenten für eine BahnCard können mit einem schnellen Kauf ein paar Euro sparen. Auch die Rabattkarten sind bis Samstag zu den bisherigen Konditionen zu haben.

Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember ändern sind dann nicht nur die Fahrzeiten, sondern auch die Tarife. Im Durchschnitt kostet eine Fahrt im Fernverkehr künftig 4,9 Prozent mehr als in diesem Jahr. Damit reagiert die Bahn auf die steigenden Energiekosten, die den größten Stromverbraucher Deutschlands im kommenden Jahr allein mit rund zwei Milliarden Euro zusätzlich belasten.

Deutsche Bahn erhöht Preise – Warten auf das 49-Euro-Ticket

„Wie viele andere Unternehmen auch ist auch die Deutsche Bahn gezwungen, auf die massiven Teuerungen mit einer Preisanpassung zu reagieren“, verteidigt der zuständige Vorstand Michael Peterson die immer noch deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate liegende Erhöhung. Die Tickets werden auch im Nahverkehr kostspieliger. Im Durchschnitt schlagen die Verkehrsverbünde hier vier Prozent auf.

Allerdings ist der Anstieg regional unterschiedlich. Zudem können Pendler auf das Frühjahr hoffen. Denn spätestens im Mai soll überall in Deutschland das 49-Euro-Ticket auf den Markt kommen. Mit dieser bundesweit gültigen Zeitkarte können viele Pendler sehr viel Geld sparen. Allerdings streiten sich Bund und Länder noch immer über die Finanzierung des Tickets.

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Neuer Winterfahrplan: Größter Preissprung für treueste Kunden

Eine Kundengruppe wird im Fernverkehr besonders stark zur Kasse gebeten. Ausgerechnet die treuesten Fahrgäste, die Flextickets ohne Zugbindung kaufen, müssen 6,9 Prozent mehr dafür bezahlen als bisher. Eine Fahrt von Hamburg nach Köln verteuert sich somit zum Beispiel von 168,50 Euro auf 180 Euro. Die Bahncard 25 kostet demnächst mit 59,90 Euro in der zweiten Klasse drei Euro mehr als bisher, die BahnCard 50 wird mit 244 Euro zehn Euro teurer. In der ersten Klasse verlangt die Bahn zehn Euro mehr für den 25-prozentigen und 16 Euro mehr für den 50-prozentigen Preisnachlass.

Für Schnäppchenjäger und junge Leute gibt es auch eine gute Nachricht. Der Supersparpreis von 17,90 Euro bleibt ihnen erhalten und auch der Sparpreis mit 21,90 Euro unverändert. Ebenso können unter 27-jährige weiterhin zum Super Sparpreis Young für 12,90 Euro das das Land fahren.

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Mehr Komfort und häufigere Taktung: Bahn baut Fernverkehr aus

Mit dem Winterfahrplan verbessert sich zumindest von der Menge her das Angebot der Bahn im Fernverkehr. An diesem Freitag wird die Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm eingeweiht, die eine erhebliche Zeiteinsparung auf den Verbindungen zwischen Nordrhein-Westfalen und München bringen wird. Die Reisezeit zwischen Stuttgart und München verkürzt sich um eine Viertelstunde ebenso die zwischen Köln und der bayerischen Landeshauptstadt. Das täglich Angebot wird um 20 auf 90 Fahrten ausgeweitet.

Komfortabler wird die Reise auch für Kunden, die zwischen Basel, Köln, Dortmund und Hamburg unterwegs sind. Die Endpunkte sind künftig auf direkter Fahrt erreichbar. Hier kommen auch die superlangen ICE-Züge zum Einsatz der XXL-ICE 4 besteht aus 13 Wagen und kann 918 Passagiere mitnehmen. Überhaupt wird die ICE-Flotte erheblich ausgebaut. Im Verlauf des kommenden Jahres wollen 37 neue Züge auf das Gleis gesetzt werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.