Windhose

Tornado zieht durchs Saarland: 40 Häuser beschädigt

Videografik: So entstehen Tornados

Videografik: So entstehen Tornados

Der US-Bundesstaat Kentucky ist schwer von Tornados getroffen worden. Die Wirbelstürme gehören zu den heftigsten und zerstörerischsten Stürmen überhaupt. Sie entstehen, wenn warme feuchte Luft, oft vom Meer kommend, auf trockene kalte Luft von den Polen trifft.

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Die Windhose verwüstete mehrere Ortschaften. 40 Häuser und rund zehn Autos wurden beschädigt, eine Straße war am Freitag noch gesperrt.

Berlin. Ein Tornado ist am Donnerstagnachmittag durch mehrere Ortschaften im Saarland gezogen. Dabei hat er erhebliche Schäden an Gebäuden und Autos hinterlassen. In Urexweiler, einem Ortsteil der Gemeinde Marpingen, beschädigten herabfallende Ziegel oder umgestürzte Bäume insgesamt 40 Häuser und etwa zehn Fahrzeuge. Das teilte der Kreisbrandinspekteur des Landkreises Sankt Wendel, Dirk Schäfer, am Freitag mit. Verletzt wurde niemand.

Der Tornado zog den Angaben zufolge am Donnerstagnachmittag gegen 14.45 Uhr durch Urexweiler und Stadtteile von Sankt Wendel. Die Feuerwehr erklärt, die Windhose habe eine rund 200 Meter breite Schneise hinterlassen und sei vermutlich mit Windgeschwindigkeiten von 150 bis 180 Stundenkilometern durch die Ortsteile gezogen.

Tornado im Saarland: Eine Straße weiter gesperrt

Dabei verwüstete er mehrere Wohngebiete: Teilweise sollen Ziegel durch Wohnzimmerfenster geflogen sein. Stromleitungen rissen ab, die Ortschaften waren mitunter ohne Strom. Ein Abschnitt der Autobahn 1 musste wegen mehrerer umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt werden. Eine Landstraße zwischen Urexweiler und Remmesweiler, einem Stadtteil von Sankt Wendel, war am Freitag noch gesperrt.

Etwa hundert Kräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren vor Ort, der Einsatz dauerte rund elf Stunden. Die Helfenden beseitigten umgestürzte Bäume und machten die beschädigten Häuser zumindest wetterfest, sodass die Bewohnenden zurückkehren konnten. (afp/reba)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.