Tierwelt

Oslo: Beliebtes Walross-Weibchen Freya eingeschläfert

Belugawal in Frankreich ist tot - Rettungsaktion gescheitert

Belugawal in Frankreich ist tot - Rettungsaktion gescheitert

Die Rettungsaktion für einen Belugawal in Nordfrankreich ist gescheitert: Tierärzte schläferten den aus einer Seine-Schleuse befreiten Wal nach dem Transport zum Ärmelkanal ein, weil sich sein Zustand stark verschlechert hatte.

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Der Publikumsmagnet des Oslofjords ist tot: Das sonnenhungrige Walross Freya wurde nun eingeschläfert – aus Gründen der Sicherheit.

Berlin. Tragisches Ende für das Walross-Weibchen Freya: Die große Aufmerksamkeit in Norwegen ist dem Tier nun zum tödlichen Verhängnis geworden. Aus Sicherheitsgründen wurde das Tier am Sonntagmorgen eingeschläfert, wie die Fischereidirektion mitteilte.

Das knapp 600 Kilogramm schwere Walross war in den vergangenen Wochen vor der norwegischen Hauptstadt Oslo immer wieder aufgetaucht, hatte sich auf vor Anker liegende Boote gelegt und sich zur Sommerattraktion entwickelt. Normalerweise leben Walrosse weiter nördlich in arktischen Gewässern.

Walross vor Oslo: Leute hüpften immer wieder zu Freya ins Wasser

Die Behörden hatten Schaulustige, Touristen und Anwohner wiederholt gewarnt, Abstand zu halten. Die Fischereidirektion störte sich vor allem daran, dass Leute zu Freya ins Wasser gehüpft waren und dem Tier mit ihren Kindern am Ufer sehr nahe gekommen waren, um Fotos zu machen.

„Wir haben alle möglichen Optionen abgewogen“, sagte der Leiter der Fischereidirektion, Frank Bakke-Jensen, einer Mitteilung zufolge. Zuvor war auch eine Verlegung des Tieres diskutiert worden. Allerdings seien die Risiken für eine solche Aktion zu groß gewesen.

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Fischereidirektion: Menschen wichtiger als Walross

Man könne verstehen, wenn die Öffentlichkeit nun bestürzt sei, sagte Bakke-Jensen. Aber obwohl der Tierschutz ein hohes Gut sei, müsse das Leben und die Sicherheit von Menschen vorgehen.

Noch im Juli wollten die Behörden die Einschläferung unbedingt vermeiden. „Walrosse sind wilde, geschützte und auf der Roten Liste stehende Tiere. Das bedeutet, dass die Tötung die letzte Option ist“, hieß es damals in einer Mitteilung.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.