Messer-Attacke

Wuppertal: Mann sticht auf Frau im Ausländeramt ein

Ein Absperrband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" ist vor einem Polizeiwagen aufgespannt. (Symbolbild).

Ein Absperrband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" ist vor einem Polizeiwagen aufgespannt. (Symbolbild).

Foto: David Inderlied/dpa

Im Ausländeramt in Wuppertal sticht ein Mann auf eine Mitarbeiterin ein. Ihre Kollegen schreiten ein – und helfen bei der Festnahme.

Berlin.  Im Haus der Integration in Wuppertal hat ein Mann auf eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde eingstochen. Die 25-Jährige wurde bei dem Messerangriff schwer verletzt. Nach Angaben der Stadt haben Kollegen den mutmaßlichen Täter festgesetzt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Nach Angaben der Polizei nahmen die Beamten einen 20-jährigen Tatverdächtigen fest. Nähere Angaben zu der Person und zum Verlauf der Tat machte die Polizei vorerst nicht. Rettungskräfte brachten die Frau in ein Krankenhaus. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.

Ein Motiv für die Tat sei nicht bekannt, erklärte die Stadt und verwies auf die laufenden Ermittlungen der Polizei. Das Haus der Integration verbindet laut der Stadt Institutionen, die sich in Wuppertal um Zugewanderte und Geflüchtete kümmern.

Messerangriff in Wuppertal löst Bestürzung aus

"Ich bin sehr betroffen von diesem schrecklichen Angriff", erklärte Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (Grüne) und wünschte der Verletzten alles Gute für ihre Genesung.

"Mein großer Dank und Respekt gelten den Kollegen, die mutig und ohne Rücksicht auf eine mögliche eigene Gefährdung eingegriffen und den Täter überwältigt haben. Wir werden jetzt alles tun, damit alle Kolleginnen und Kollegen im Haus der Integration auch langfristig die bestmögliche Unterstützung erhalten", erklärte der Oberbürgermeister.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der dpa: "Ich bin bestürzt über den brutalen Messerangriff auf die städtische Mitarbeiterin in Wuppertal. Menschen, die im öffentlichen Dienst ihr Schaffen dem Wohl der Allgemeinheit widmen, sollten nicht mit Angst zur Arbeit gehen müssen. Dem Opfer wünsche ich eine schnelle Genesung." Die Wuppertaler Polizei sucht nach der Tat am Donnerstag weitere Zeugen. (fmg/ mit dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.