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Rasenmähen bei Hitze: Das müssen Sie im Sommer beachten

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Sophie Herrmann
Welcher Trimmer für Ihren Garten? // IMTEST

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Worauf Sie beim Kauf eines Rasentrimmers achten sollten.

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Bei extremem Temperaturen braucht der Rasen besondere Pflege. Mit ein paar Tipps bleibt der Garten auch während der Hitzewelle grün.

Berlin. Rasenmähen ist für viele Haus- und Gartenbesitzer eine eher lästige Pflicht. Doch wer eine saftige, gesunde Grünfläche möchte, muss den Garten regelmäßig pflegen. Gerade im Sommer können extreme Hitze und Trockenheit sowohl für Mensch als auch Pflanzen zur Herausforderung werden. Für einen gesunden Garten kommt es daher auf das richtige Rasenmähen und die passende Bewässerung an. Lesen Sie auch: Mit diesen drei Tipps wird Ihr Rasen zum Hingucker

Garten im Sommer: Tipps für grünen Rasen

Generell sollten Sie beachten, dass Rasen im Sommer bei extremer Hitze langsamer wächst. Rasenmähen ist deshalb während einer Hitzewelle seltener nötig. Aber selbst, wenn das Gras einen Schnitt nötig hat, darf es keinesfalls zu kurz geschnitten werden. Die Idee, dass kurzer Rasen weniger Wasser benötigt, ist zwar naheliegend – aber falsch. Umso kürzer der Rasen, desto weniger Wasser kann er speichern und der Garten muss entsprechend häufiger gewässert werden.

Das Wasser würde nach dem Sprengen also schneller verdunsten und der Rasen in der Folge unterversorgt werden. Hinzu kommt noch die verstärkte Sonneneinstrahlung im Sommer. Bei extremer Hitze kann sie zu Schäden oder gar Verbrennungen des Bodens führen und sichtbare Flecken im Garten hinterlassen.

Rasenmähen sollte man daher möglichst nicht zur Mittagszeit, wenn die Sonne im Zenit steht. Ideal eignen sich die Abendstunden. Der Garten kann sich über Nacht erholen, ohne dabei an Feuchtigkeit zu verlieren.

Rasenmähen im Sommer: Wie und wie oft bei Hitze?

Die optimale Temperatur zum Rasenmähen liegt zwischen 10 und 26 Grad. Innerhalb dieser Temperaturen wächst der Rasen gut. Im Sommer übersteigt die Hitze dieses Spektrum aber regelmäßig: Der Rasen wächst dann langsamer oder überhaupt nicht mehr.

Beim Rasenmähen gilt es deshalb den Rasen nur minimal zu kürzen. Ideal ist laut der Bundesanstalt für Landschaft und Ernährung eine Länge von fünf Zentimeter. Die Höhe sorgt im Sommer nicht nur für mehr Schutz vor Hitze im Garten, sondern auch für eine tiefere Verwurzelung, die für die Wasseraufnahme und -speicherung wichtig ist.

Wenn der Garten bereits Brandstellen aufweist, sollten diese beim Rasenmähen umfahren werden. Durch die zusätzlichen Strapazen aufgrund der Hitze im Sommer, sollten die Abstände zwischen zwei Mähvorgängen größer gewählt werden. Die Empfehlung lautet: Mindestens eine Woche warten. Auch interessant:

Den Garten bei Hitze im Sommer richtig bewässern

Beim Thema Bewässern gibt es viele verschiedene Meinungen. Morgens oder abends? Viel oder wenig? Diese Tipps können Hobby-Gärtnern und -Gärtnerinnen helfen:

  • Rasen besser weniger häufig, dafür aber intensiv wässern. Auf diese Weise ist der Boden gut durchfeuchtet. Außerdem werden die Gräser in Trockenphasen dazu angeregt, tief einzuwurzeln – dadurch können sie auf ein größeres Erdvolumen als Wasserspeicher zugreifen.
  • Möglichst die Nacht zum Gießen nutzen. Der ideale Zeitpunkt ist laut dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) um vier Uhr nachts. Der Boden ist dann noch kühl und das Wasser hat genügend Zeit in den Boden zu sickern, bevor der Rasen der Sommerhitze ausgesetzt wird.

Gartenbewässerung nicht mit wertvollem Trinkwasser

Mit der richtigen Methode zum Rasenmähen und der passenden Bewässerung im Sommer, kann die Grünfläche auch extremer Hitze standhalten. Ob der Garten eine grüne Oase bleibt, ist jedoch auch eine Umweltfrage.

Laut Umwelt Bundesamt „zeigt sich im Oberboden (bis 0,30 m) fast in ganz Deutschland flächendeckend Trockenstress“. Doch Deutschland hat seine Ressourcen bereits aufgebraucht. Und der Grundwasserspiegel ist in manchen Gegenden so niedrig wie seit den 1990er Jahren nicht mehr. Schuld ist mitunter der Garten, der bei der Hitze im Sommer intensiv bewässert wird. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb kein Trinkwasser für die Bewässerung zu nutzen, sondern Regenwasser aufzufangen. Generell sei ein bewussterer Umgang mit der natürlichen Ressource Wasser nötig.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.