Unglück

Jordanien: Giftige Gaswolke nach Unfall in Hafen – 13 Tote

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Gelbe Giftwolke: Tote und Verletzte bei Chlorgasunglück in Jordanien

Gelbe Giftwolke: Tote und Verletzte bei Chlorgasunglück in Jordanien

Bei einem Chlorgasunglück in Jordanien sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 250 weitere verletzt worden. Bei Verladearbeiten im Hafen von Akaba war ein Container mit flüssigem Chlorgas leck geschlagen, anschließend traten große Mengen des giftigen Gases aus.

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Bei einem Unfall in einem Hafen in Jordanien sind 13 Menschen gestorben: Ein Container stürzte herab und setzte eine Giftgaswolke frei.

Berlin. In Jordanien sind bei einem Unfall mit giftigem Gas 13 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 250 weitere verletzt worden. Am Montag war aus einem umgekippten Container im Hafen der Stadt Akaba im Süden des Landes giftiges Chlorgas ausgetreten.

Nach Angaben der jordanischen Sicherheitsbehörde sei ein "mit giftigem Gas gefüllter Container während des Transports umgekippt". Aufnahmen im staatlichen Fernsehen zeigten, wie ein von einem Kran hochgehobener Container herabstürzt. Nach dem Aufprall entweicht sofort eine dicke gelbe Wolke. Menschen fliehen vor dem Gas. Nach Angaben der Hafenbehörde war offenbar das Halteseil zwischen dem Kran und dem Container gerissen.

Jordanien: Krankenhäuser nach Giftgasunfall zeitweise überlastet

Die Situation vor Ort sei inzwischen "unter Kontrolle", sagte Regierungschef Bischer al-Chasawneh am Dienstag. Es bestehe keine Gefahr, dass das giftige Gas angrenzende Wohngebiete erreichen könnte. 123 der mehr als 250 bei dem Unglück verletzten Arbeiter wurden nach Behördenangaben weiterhin im Krankenhaus behandelt.

Nach dem Unfall wurde der südliche Teil des Hafens evakuiert. Aufgrund der hohen Zahl der Verletzten hatten die Krankenhäuser zeitweise Probleme, alle Patienten zu behandeln. Der Chef der örtlichen Gesundheitsbehörde, Dschamal Obeidat, rief die Anwohner auf, zu Hause zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. "Die Krankenhäuser in Akaba sind schon überlastet und können keine weiteren Verletzten mehr aufnehmen", fügte er hinzu.

Gas-Unfall in Jordanien: Regierung kündigt Untersuchung des Unglück an

Ministerpräsident Bischer al-Chasawneh und Innenminister Masen al-Faraja reisten laut dem Fernsehsender Al-Mamlaka an den Unglücksort. Die Regierung kündigte die Bildung einer Untersuchungskommission unter al-Farajas Leitung an.

Der Hafen von Akaba ist einer der wichtigsten am Roten Meer und der einzige Seehafen Jordaniens. Über ihn werden die meisten jordanischen Importe und Exporte abgewickelt.

(csr/afp)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.