Synchronsprecher

"Um Himmels Willen"-Schauspieler Horst Sachtleben gestorben

Foto: Bodo Marks/dpa

Fast 18 Jahre lang war Horst Sachtleben ein Teil der ARD-Serie "Um Himmels Willen". Nun ist der Schauspieler mit 91 Jahren gestorben.

Berlin. Er war aus einer Vielzahl von Filmen und Serien bekannt: Schauspieler Horst Sachtleben ist tot. Im Alter von 91 Jahren sei der Künstler am Wochenende gestorben, teilte seine Künstleragentur am Dienstag in München unter Berufung auf seine Ehefrau Pia Hänggi mit. Sachtleben war nicht nur als Schauspieler, sondern auch in hunderten Film- und Fernsehproduktionen als Synchronsprecher tätig – darunter in "Kevin allein zu Haus" oder den "Harry Potter"-Kinofilmen.

Sachtleben kam am 24. September 1930 in Berlin zur Welt und wurde erfolgreicher Theaterschauspieler. Rollen hatte er am Hebbel-Theater Berlin, am Schauspielhaus in Zürich und am Bayerischen Staatsschauspiel in München, wo er mehr als 30 Jahre lang auf der Bühne stand und 1977 zum bayerischen Staatsschauspieler ernannt wurde.

Sachtlebens spielte Bischof Rossbauer in "Um Himmels Willen"

Einem breiten Publikum ist Sachtleben aber vor allem aus Film und Fernsehen bekannt. Seine bekannteste Rolle aus jüngerer Zeit war die des Bischofs Rossbauer in der nach 260 Folgen eingestellten ARD-Erfolgsserie "Um Himmels Willen", in der Fritz Wepper die Hauptrolle spielte.

Sachtleben war in den vergangenen Jahren auch in anderen bekannten Serien wie "Hubert und Staller", "Dahoam is dahoam" und in Krimireihen wie "Tatort", "Der Alte" oder "Soko 5113" zu sehen. Als Synchronsprecher sind bei ihm rund 800 verschiedene Sprechrollen aufgelistet.

Er synchronisierte in den späten Folgen der US-Krimireihe "Columbo" Hauptdarsteller Peter Falk. In den sprach er den Professor Horace Slughorn, in "Kevin allein zu Haus" den Onkel Frank McCallister. Auch in anderen großen Kinoerfolgen wie "Die fabelhafte Welt der Amelie" war Sachtleben als Sprecher zu hören. (csr/afp)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.