Omikron-Variante

Corona: Gelten bald nur Geboosterte als vollständig geimpft?

WHO-Chef: Risiko erneuter Ansteckung bei Omikron vermutlich höher

WHO-Chef: Risiko erneuter Ansteckung bei Omikron vermutlich höher

Die Omikron-Variante des Coronavirus könnte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einer höheren Reinfektionsrate, aber milderen Krankheitsverläufen führen. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

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Lauterbach warnt: Sollte sich Omikron bundesweit durchsetzen, könnte das Auswirkungen darauf haben, wer als vollständig geimpft gilt.

Berlin. Die Omikron-Variante verbreitet sich immer weiter: Die zunächst in Südafrika entdeckte Corona-Mutante wurde mittlerweile auch mehrfach in Deutschland nachgewiesen. Aufgrund dieser Gefahr betont der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erneut die Wichtigkeit einer Booster-Impfung – und deutet an, dass ein vollständiger Impfschutz schon bald nur nach einer dritten Dosis anerkannt werden könnte.

Am Mittwoch sagte der Nachfolger von Jens Spahn (CDU) im "heute journal" des ZDF: "Die Impfung ist nur abgeschlossen, wenn man dreimal geimpft wurde." Auch wenn zwei Corona-Impfungen bereits die Ansteckungsgefahr und den Verlauf abmildern, würden erst "drei Impfungen wahrscheinlich sehr gut gegen schwere Krankheit schützen."

Lauterbach: Omikron-Welle hat Einfluss auf Impfstatus

Sobald sich die Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland durchsetzt, könnte es Lauterbach zufolge Auswirkungen darauf haben, wer als vollständig geimpft gilt. "Wenn wir tatsächlich die Omikron-Welle hier in Deutschland hätten, dann wäre 2G dann erreicht, wenn man quasi die dritte Impfung hat", meint Lauterbach.

Noch müsse man sich allerdings darauf konzentrieren, die Ausbreitung von Omikron in Deutschland zu verhindern und eine Welle zu vermeiden. Aber auch in diesem Vorhaben seien Booster-Impfungen die erste Säule im Gesundheitsschutz, "die wir in der Hand haben". Als zweite Säule folge eine allgemeine Impfpflicht. (day)