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2G im Einzelhandel: Diese neuen Regeln gelten in Geschäften

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Merkel verkündet harte Einschnitte für Ungeimpfte

Merkel verkündet harte Einschnitte für Ungeimpfte

Als Reaktion auf die hohen Corona-Infektionszahlen haben die Spitzen von Bund und Ländern bundesweite weitreichende Einschränkungen für Ungeimpfte beschlossen.

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Bund und Länder haben beim Corona-Gipfel am Donnerstag neue Regeln beschlossen. Die betreffen auch den Einzelhandel. Was jetzt gilt.

Berlin. 
  • Bald gelten neue Corona-Regeln - sie betreffen auch den Einzelhandel
  • Davon ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs wie etwa Lidl oder Aldi
  • Was gilt jetzt genau?

So mancher wird sich beim Gedanken an den vergangenen Corona-Winter noch an den Begriff "Teil-Lockdown" erinnern. Dieser wird sich jetzt wiederholen – allerdings nur für Ungeimpfte. Denn der Einzelhandel soll nur noch Geimpften oder Genesenen offenstehen.

Die Spitzen von Bund und Ländern haben am Donnerstag bei einem Gipfel neue Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen. Die Beschlüsse sehen unter anderem die Einführung umfangreicher Kontaktbeschränkungen vor allem für Ungeimpfte auch bei privaten Zusammenkünften vor, Einschränkungen bei Großveranstaltungen und die Ausweitung der 2G-Regeln auf den Einzelhandel.

Welche Regeln gelten bei Aldi, Lidl und Co. und beim Einkaufen?

"Die 2G-Regeln werden bundesweit inzidenzunabhängig auf den Einzelhandel ausgeweitet", heißt es im Beschlusspapier des Corona-Gipfels. Weiter heißt es, dass lediglich Geschäfte des täglichen Bedarfs ausgenommen sein sollen – dazu zählen beispielsweise Supermärkte und Apotheken. Der Impfstatus muss nun bundesweit in jedem Geschäft kontrolliert werden.

2G im Einzelhandel: Was gilt bei Aldi, Lidl, Kaufland und Co?

Als Geschäfte des täglichen Bedarfs gelten unter anderem:

  • Supermärkte wie Lidl, Aldi, Kaufland und Co.
  • Andere Lebensmittelläden
  • Drogerien wie dm oder Rossmann
  • Apotheken

2G-Regel für Geschäfte – Verband kritisiert Pläne

Der Einzelhandel befürchtet durch bundesweite 2G-Regeln in Läden lange Schlangen, Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzverluste. "Mitten im Weihnachtsgeschäft verlieren die betroffenen Einzelhändler bis zu 50 Prozent ihrer Umsätze", sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE) dieser Redaktion. "Das ist nach den ohnehin schon kräftezehrenden Lockdowns der vergangenen Monate für viele nicht zu verkraften."

Der HDE-Chef hatte die Politik vor dem Gipfel aufgefordert, diese Maßnahmen zurückzunehmen oder gar nicht erst einzuführen, "ansonsten erlebt der Einzelhandel zum Jahresschluss ein Debakel". Und dies, obwohl Einkaufen mit Maske und Hygienekonzept eine sichere Angelegenheit sei. "Sollten Bundesregierung und Bundesländer jetzt auf stur schalten, sind viele Existenzen und damit auch viele Arbeitsplätze in höchster Gefahr", sagte Genth. "2G-Regelungen für den Einzelhandel führen zu einem erhöhten Kontrollaufwand und in der Folge zu Schlangen vor den Geschäften. Das schreckt viele Kunden von einem Einkauf ab." (bml/bef)

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