Pandemie

Corona: Belgien und die Niederlande wieder Hochrisikogebiete

Miguel Sanches
Niederlande kündigen Lockdown an

Niederlande kündigen Lockdown an

Als erstes westeuropäisches Land gehen die Niederlande am Wochenende in einen neuen Lockdown. Regierungschef Mark Rutte sprach von einem "harten Schlag für einige Wochen". Bars, Geschäfte und Restaurants müssen früher schließen, außerdem gibt es Kontaktbeschränkungen.

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Belgien und die Niederlande werden schwer von Corona getroffen. Sie werden Hochrisikogebiete – das gilt auch für zwei weitere Länder.

Berlin. Die Bundesregierung hat am Freitag Belgien und Niederlande sowie Griechenland und Irland zu Hochrisikogebieten erklärt. Bereits zuvor hatte unsere Redaktion über entsprechende Pläne berichtet. Alle vier Staaten verzeichnen anhaltend steigende Zahlen von Neuinfektionen mit Covid-19 und von Corona-Patienten in den Krankenhäusern und Intensivstationen, ungeachtet teilweise hoher Impfquoten.

Die neue Einstufung gilt ab Sonntag. Für Ungeimpfte werden Reisen in diese Länder beschwerlicher. Nach Rückkehr müssen sie in eine zehntägige Quarantäne gehen, die frühestens nach fünf Tagen beendet werden kann. Geimpfte und Genesene sind von der Pflicht befreit, sich selbst zu isolieren.

Corona in den Niederlanden: Kristenstab befürchtet "schwarzen November"

In den Niederlanden (Impfquote: 73 Prozent) liegt die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern in sieben Tagen bei 720, in Belgien bei 692, in Irland bei 633, in Griechenland bei 429 – dort ist es die höchste Inzidenz seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Todesopfer ist gestiegen, es droht nach Analyse des Krisenstabs ein „schwarzer November“ mit überlasteten Hospitälern.

In den Niederlanden hat sich die Zahl der Einweisungen in Intensivstationen in den letzten zwei Wochen verdoppelt. In Belgien (Impfquote: 75 Prozent) liegt die Bettenauslastung über den von der Regierung für die zweite Novemberhälfte erwarteten kritischen Wert von 500 Covid-Intensivpatienten.