Rosenkrieg

Brad Pitt gegen Angelina Jolie: Der Rosenkrieg eskaliert

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Oliver Stöwing
Lange waren sie  Hollywoods glamourösestes Paar: Angelina Jolie und Brad Pitt, hier 2015 bei einer Filmpremiere. (Photo by Jason LaVeris/FilmMagic)

Lange waren sie Hollywoods glamourösestes Paar: Angelina Jolie und Brad Pitt, hier 2015 bei einer Filmpremiere. (Photo by Jason LaVeris/FilmMagic)

Es geht um fünf Kinder, ein 140-Millionen-Weingut und einen Liebhaber: Der Rosenkrieg zwischen Brad Pitt und Angelina Jolie eskaliert.

Los Angeles. 
  • Sie galten einst als Traum-Paar von Hollywood: Angelina Jolie und Brad Pitt, auch bekannt als "Brangelina"
  • Nach dem Aus ihrer Beziehung geht es um das Sorgerecht ihrer Kinder
  • Der Rosenkrieg erhitzt derzeit wieder die Gemüter und es gibt Gerüchte um eine neue Beziehung

Reich, schön, sozial engagiert und unendlich lässig: Mehr als zehn Jahre galten Angelina Jolie und Brad Pitt als modernes Märchenpaar. Nun sind aus „Brangelina“ zwei erbitterte Rosenkrieger geworden. 2016 reichte Jolie die Scheidung ein und noch immer bekämpfen sie sich mit allen juristischen Möglichkeiten. Eine wichtige Schlacht hat Brad Pitt jetzt verloren: Das oberste Gericht in Kalifornien hat einen Sorgerechtsantrag des Schauspielers für die gemeinsamen Kinder abgelehnt. Jolie begrüßte die Entscheidung und warf Pitt über ihre Anwälte schädliche Moral vor.

Jolie behält nun also das alleinige Sorgerecht für die leiblichen Kinder Shiloh (15), Vivienne (13) und Knox (13) sowie für die Adoptivkinder Pax (17) und Zahara (16). Maddox (20) ist wegen seiner Volljährigkeit nicht mehr Teil des Verfahrens.

Seit der Trennung klagt Pitt darüber, dass Jolie ihn von den Kindern fernhalte und entfremde. Im Mai hatte es zunächst gut ausgesehen für den 57-Jährigen: Richter John Ouderdick wollte ein geteiltes Sorgerecht. Doch dann wurde er abberufen: Er soll geschäftliche Beziehungen zu Pitts Anwälten unterhalte haben und galt daher als befangen.

Jolie wirft Ex „unethisches Verhalten“ vor

Jetzt steht fest: Das Sorgerecht bleibt bei der Mutter. Noch einmal trat die 46-Jährige nach und teilte öffentlich gegen den Ex aus: Sie begrüße die Entscheidung, ließ Jolie über ihre Anwälte ausrichten. Jetzt konzentriere sich auf ihre Familie und freue sich, „dass das Wohl der Kinder nicht von unethischem Verhalten bestimmt wird“.

Doch Pitt wetzt ebenfalls wieder das Messer: Es gebe eine „außerordentliche Menge an Beweisen“, dass es eben nicht im besten Interesse der Kinder sei, wenn allein Jolie das Sorgerecht behält, richtete sein Anwalt aus. So gebe es Experten, die dies belegten. Man werde nun alles tun, was juristisch nötig sei.

Jolie trifft sich mit 15 Jahre jüngerem R&B-Star

Pitt soll sich daran stören, berichten Insider, dass Jolie die Kinderschar nonstop um den Globus schleife. Auch die Verbindung seiner Exfrau zu The Weeknd (31) passt ihm demnach nicht. In den vergangen Wochen war Jolie mehrfach mit dem 15 Jahre jüngeren R&B-Sänger gesehen worden. Der Kanadier mit den äthiopischen Wurzeln, Exfreund der Topmodels Bella Hadid (25) und Yovanna Ventura (25) sowie von Popstar Selena Gomez (29), gilt als angesagtester Musiker der Stunde, Teenager himmeln ihn an.

Abel Tesfaye, wie er bürgerlich heißt, ist aber auch bekannt für seinen exzessiven Lebensstil. In seinen düsteren Texten singt er über Rausch, SM-Sex und seelische Abgründe. Auffallend: Derzeit gibt The Weeknd sich geläutert und jugendfrei. Er er habe harten Drogen abgeschworen, sagte er der „GQ“. „Und ich will eines Tages auch eine Familie gründen“, fügte er hinzu. Er sei sich sicher, dass Kinder ihn positiv beeinflussen würden

Das verteidigte Sorgerecht ist schon Jolies zweiter Punktsieg in diesem Monat. Auch das 140-Millionen-Euro Weingut Château Mirval in Südfrankreich ist ein Streitpunkt. Gemeinsam kauften sie es auf dem Höhepunkt ihrer Verliebtheit.

Jolie gönnt Pitt keinen Tropfen

Seit Jahren will Teilzeit-Winzer Pitt seiner Ex ihre 50 Prozent Anteile abkaufen. Die verkaufte nun tatsächlich – an den Weinkonzern Tenute el Mondo. Pitt tobte vor Wut und will auch dies anfechten. Angeblich hatten sie sich als Eheleute ein gegenseitiges Vorverkaufsrecht eingeräumt. Ein Happy End ist für dieses Märchen nicht vorgesehen.