2G-Regel

Obi, Hornbach & Co.: Drohen jetzt strengere Regeln?

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Einkaufen ist im Baumarkt aktuell fast ohne Corona-Auflagen möglich.

Einkaufen ist im Baumarkt aktuell fast ohne Corona-Auflagen möglich.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Strengere Regeln im Baumarkt? Angesichts steigender Corona-Zahlen scheint das nicht unwahrscheinlich. Das sagen Bauhaus und Hornbach.

Berlin. 
  • In Deutschland steigen die Corona-Zahlen stark an, weshalb immer mehr über die 2G-Regel diskutiert wird
  • Viele Supermärkte haben sich dazu bereits geäußert
  • Wie sieht es in den Baumärkten aus?

Im ersten Lockdown nutzten viele Menschen die freie Zeit, um sich in ihren eigenen vier Wänden kreativ auszutoben. Vielerorts wurde renoviert und verschönert. Doch hatten, zumindest zeitweise, geschlossen. Das soll sich – Politik und Einzelhandel sind sich einig – nicht wiederholen. Doch was ist, wenn die Corona-Zahlen weiter steigen? Drohen dann strengere Regeln im Baumarkt?

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Corona-Regeln: Das gilt aktuell im Baumarkt

Diese Regeln sind aktuell – wie fast überall im Einzelhandel – relativ locker und unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Im Normalfall gelten diese Vorschriften:

  • Maskenpflicht
  • Abstandsgebot
  • Teilweise Beschränkung der maximalen Kundenzahl je nach Geschäftsgröße

Weitere Beschränkungen könnten die einzelnen Bundesländer erlassen, wenn die Corona-Zahlen entsprechend steigen. Doch trotz einer Inzidenz von über 400 in einigen Landkreisen ist in Deutschland aktuell nicht von strengeren Regeln die Rede.

Baumärkte könnten auf strengere Corona-Regeln setzen

Denkbar wäre jedoch, dass sich Baumarkt-Ketten dafür entscheiden, selbst aktiv zu werden und auf strengere Regeln zu setzen. Ein Argument dafür könnten der Schutz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kundinnen und Kunden sein. Zudem ist in manchen Bundesländern der Einkauf auch ohne Maske möglich – wenn in dem entsprechenden Geschäft die 2G-Regel gilt.

Die einzuführen ist nicht überall möglich. Manche Bundesländer überlassen die Entscheidung aber den jeweiligen Einzelhändlern, darunter Hessen und Niedersachsen. Dort gilt das sogenannte 2G-Optionsmodell. In Discos und Restaurants ist die Einführung der 2G-Regel auch in anderen Bundesländern möglich. Die 3G-Regel gilt dort sowieso.

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Strengere Regeln im Baumarkt: So äußern sich Hornbach und Bauhaus

Ist es also denkbar, dass auch Baumärkte bald auf die 3G- oder die 2G-Regel setzen und Kunden nur noch unter Auflagen in ihre Filialen lassen, etwa wenn sie geimpft oder genesen sind? Ein klares "Nein" gibt es diesbezüglich von Bauhaus – zumindest vorerst. "Gegenwärtig strebt BAUHAUS die Nutzung der 3G- oder 2G-Option als zusätzliche Zugangsregelung für die bundesweiten Fachcentren nicht an", schreibt das Unternehmen auf Nachfrage. Gleichzeitig setze man aber auf die Einhaltung lokaler Vorgaben und berücksichtige das regionale Infektionsgeschehen.

Auf einen Alleingang bei den Corona-Regeln will auch Hornbach verzichten. "Hornbach beabsichtigt nicht, eigene Regelungen einzuführen, die über die jeweils geltenden Corona-Verordnungen hinausgehen", heißt es auf Nachfrage. Vielmehr sehe man durch die große Verkaufsfläche eine gute Voraussetzung, Abstand zu halten.

Wie wahrscheinlich sind strengere Corona-Regeln im Baumarkt?

Andere Baumarkt-Ketten könnten eventuell anders über die Möglichkeit, strengere Corona-Regeln einzuführen, denken. Allerdings scheint es unwahrscheinlich, dass sich die Unternehmen dafür entscheiden, potenzielle Kunden vom Einkauf auszuschließen. Deutschlands größte Baumarkt-Kette Obi ließ eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion unbeantwortet.

Die Einführung von Zugangsbeschränkungen in Baumärkten scheint aktuell also keine Option zu sein – zumindest, solange die Politik sich nicht dafür entscheidet. In diesem Fall wären die Einzelhändler gezwungen, die Verordnungen umzusetzen. (nfz)