E-Mobilität

Deutsche Post verkauft alle Elektro-Transporter - die Gründe

Die angeschlagene Post-Tochter "StreetScooter" wird verkauft.

Die angeschlagene Post-Tochter "StreetScooter" wird verkauft.

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Deutsche Post wollte mit den Elektro-Kleintransportern StreetScooter im E-Geschäft mitmischen. Nun wird die Post-Tochter verkauft.

Berlin. 
  • Die Deutsche Post wurde für die Elektro-Transporter vor ein paar Jahren gefeiert
  • Nun schlägt der Konzern das Kapitel wieder zu
  • Die Fahrzeuge sollen verkauft werden

Elektroautos sind nicht erst seit der Bundestagswahl in aller Munde. Die Deutsche Post versuchte bereits 2014, in die E-Mobilität einzusteigen. Doch laut "Welt"-Informationen verkauft das Unternehmen seine Tochter StreetScooter Engineering nach sieben Jahren.

Als die Post in das Geschäft mit den Elektro-Kleintransportern einstieg, waren die Erwartungen hoch. Doch es gab immer wieder Rückschläge - von Technikproblemen über geringe Zuladekapazitäten. Das Unternehmen fuhr Verluste ein und die Post blieb zudem ihr einziger Kunde. Bereits im Februar 2020 beschloss der Vorstand, die Produktion der E-Fahrzeuge einzustellen und StreetScooter in einen "Bestandsflottenbetreiber" umzuwandeln.

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Wer übernimmt die Post-Tochter StreetScooter?

Laut "Welt"-Recherche soll das Mitte September in Luxemburg gegründete Unternehmen Odin Automotive die angeschlagene Post-Tochter übernehmen. Das gehe aus einer Anmeldung beim Bundeskartellamt hervor, wie das Portal berichtete. Hauptgesellschafter von Odin Automotive ist Manager Stefan Krause, der bei der Deutschen Bank und BMW im Vorstand war.

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Die Deutsche Post wollte sich gegenüber "Welt" nicht äußern, StreetScooter war für eine kurzfristige Stellungnahme nicht verfügbar. Dies könne allerdings auch an der fehlenden Freigabe des Bundeskartellamtes und den Vertragsdetails liegen, wie das Portal erklärte. (lhel)