- Das RKI meldet am Mittwoch deutlich mehr Corona-Neuinfektionen – die Inzidenz steigt auf über 60
- Bundestag stimmt der Verlängerung der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zu
- Fußballstar Lukas Podolski hat sich mit Corona infiziert
- Baden-Württemberg will künftig auf massenhafte Kontaktnachverfolgung verzichten
- Laut einer neuen Studie ist die Viruslast bei einer Infektion mit der Delta-Variante 300-mal höher
- Britische Studie: Schutz der Impfstoffe von Biontech und Astrazeneca lässt binnen sechs Monaten nach
Berlin. Deutschland ist von der vierten Corona-Welle getroffen - das ist auch die aktuelle Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt kontinuierlich an und liegt am Mittwoch über dem Wert von 60. Die hohen Zahlen sind wohl vor allem auf die Delta-Variante zurückzuführen.
Trotz der steigenden Zahlen machte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn deutlich, dass es gute Chancen gebe, keine weiteren Maßnahmen im Herbst und Winter zu brauchen – vorausgesetzt genügend Menschen lassen sich gegen das Virus impfen. Für Geimpfte und Genesene schloss der CDU-Politiker weitere Beschränkungen ganz aus. "Das ist die geltende Rechtslage", so Spahn gegenüber RTL.
Interaktive Grafik: Corona-Inzidenzen nach Alter
Seit Montag ist die sogenannte 3G-Regel in Kraft. Damit wird es für Ungeimpfte deutlich aufwendiger, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Auch die Corona-Schnelltests sollen ab dem 11. Oktober für die meisten Bürgerinnen und Bürger nicht mehr kostenlos sein. Damit sollen mehr Menschen zur Corona-Impfung motiviert werden. Lesen Sie dazu: So viel kosten Corona-Tests
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RKI meldet neue Infektionszahlen
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 61,3 – am Vortag hatte der Wert 58,0 betragen, vor einer Woche 40,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.561 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 8324 Ansteckungen gelegen.
Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 39 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Todesfälle gewesen. Mehr zum Thema: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert
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Corona-News von Mittwoch, 25. August: US-Armee führt Impfpflicht ein
19.56 Uhr: Das US-Verteidigungsministerium hat wie angekündigt eine Corona-Impfpflicht für alle Soldaten eingeführt. Wie das Pentagon am Mittwoch erklärte, müssen sich alle Angehörigen der Streitkräfte gegen das Coronavirus impfen lassen. Verteidigungsminister Lloyd Austin ordnete an, mit einer "vollständigen Impfung" der bislang nicht geimpften Soldaten und Reservisten solle "sofort" begonnen werden. Eine Frist für die Impfung wurde zunächst aber nicht genannt.
"Um diese Nation zu verteidigen, brauchen wir gesunde und einsatzfähige Streitkräfte", erklärte Austin. Die Impfpflicht gegen das Coronavirus sei "notwendig, um die Streitkräfte zu schützen und die amerikanische Bevölkerung zu verteidigen".
Bundestag segnet Verlängerung der "epidemischen Lage" ab
19.45 Uhr: Die Abgeordneten des Bundestags haben der Verlängerung der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" am Mittwochabend zugestimmt. Ohne den Beschluss wären die Sonderbefugnisse der Bundesregierung Ende September ausgelaufen.
Für das Gesetz stimmten 325 Abgeordnete. 253 stimmten dagegen, fünf enthielten sich. Die Oppositionsfraktionen hatten bereits vor dem Votum angekündigt, der Vorlage der Koalition nicht zuzustimmen.
Grüne, FDP und Linke kritisierten, es gebe keine Grundlage mehr für eine Verlängerung der Sonderbefugnisse. Dem Gesundheitswesen drohe derzeit trotz der wieder steigenden Infektionszahlen keine Überlastung. Die fortschreitenden Impfungen hätten die Situation verändert. Statt erneut die epidemische Lage festzustellen, seien klare gesetzliche Regelungen für einzelne, weiterhin notwendige Corona-Maßnahmen und Übergangsregelungen erforderlich, forderten Grüne, FDP und Linke.
Laschet ohne Maske im Laden - Video kursiert auf Twitter
18.29 Uhr: Ein Videoausschnitt, in dem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zunächst ohne Maske einen Laden in Aachen betritt, hat für Debatten auf Twitter gesorgt. Zu sehen ist, wie der Kanzlerkandidat der Union in seiner Heimatstadt in den Imbiss ohne Mundschutz eintritt, vor der Theke stehen bleibt, zwei Männer coronakonform mit der Faust begrüßt und sich erst dann erst die Maske aufsetzt. Die kurze Sequenz stammt aus einer ARD-Dokumentation, die bereits am vergangenen Sonntag zur Bundestagswahl ausgestrahlt worden war.
Mit dem Kommentar "Ich bin kein Mediziner, aber setzt man die Maske nicht vor dem Ladenbesuch auf?" hatte ein Nutzer der Social-Media-Plattform den Ausschnitt gepostet. In dem ARD-Film ist kurz darauf noch zu sehen, wie der CDU-Chef mit den beiden Herren im Stehen ein Gläschen Schnaps trinkt.
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Altmaier: Corona-Krise wird Aufschwung nicht mehr gefährden
16.11 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier geht davon aus, dass die Corona-Krise den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland nicht mehr gefährden wird. "Wir werden das Vorkrisenniveau der Wirtschaft spätestens Anfang 2022 erreichen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Er sei sich "ganz sicher, dass auch die Entwicklung der Corona-Lage daran nichts Grundlegendes ändern wird". Im zweiten Quartal war die deutsche Wirtschaft nach Zahlen des Statistischen Bundesamts stärker gewachsen als erwartet.
Es gebe außerdem die klare Perspektive, "dass wir für doppelt Geimpfte und Genesene keinerlei Lockdown mehr verhängen müssen", betonte Altmaier.
Baden-Württemberg will massenhafte Kontaktnachverfolgung stoppen
14.55 Uhr: Nach Nordrhein-Westfalen plant auch Baden-Württemberg, künftig auf die massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen zu verzichten. Das würde bedeuten, dass etwa die Besucher von Gaststätten, Kinos oder Museen demnächst nicht mehr ihre persönlichen Daten hinterlegen müssten, etwa mit Hilfe der Luca-App oder handschriftlich.
Das Gesundheitsministerium in Stuttgart bestätigte am Mittwoch einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", wonach das Land hier einen Strategiewechsel vorbereite. Bisher waren die Daten nötig, damit die Gesundheitsämter bei einem Corona-Fall etwa die Nebensitzer aufspüren können.
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Lukas Podolski mit Corona infiziert
14.03 Uhr: Fußballstar Lukas Podolski sollte eigentlich ab Herbst in der Jury der RTL-Show "Das Supertalent" sitzen. Doch dazu kommt es nicht - Podolski hat sich mit dem Coronavirus infiziert, wie die "Bild-Zeitung" am Mittwoch schrieb. Symptome habe er keine, versicherte der Fußballer. Nach Angaben der Zeitung ist Podolski nicht gegen Covid-19 geimpft und muss nun für 14 Tage in Quarantäne.
Britische Studie: Forscher für Auffrischimpfungen
11.48 Uhr: Einer britischen Studie zufolge lässt der Schutz vor Covid-19 nach einer vollständigen Impfung mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca innerhalb von sechs Monaten nach. Das unterstreiche die Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen, betonte Tim Spector, Epidemiologe am King's College London und Leiter der ZOE-Covid-Studie.
Der Studie zufolge ließ der Schutz des Biontech/Pfizer-Impfstoffs fünf bis sechs Monate nach der zweiten Dosis von 88 auf 74 Prozent nach. Beim Astrazeneca-Impfstoff sank die Wirksamkeit nach vier bis fünf Monaten von 77 auf 67 Prozent. Die Daten basierten auf mehr als 1,2 Millionen Test-Ergebnissen. Im schlimmsten Fall könnte der Schutz nach Einschätzung von Spector für ältere Menschen bis zum Winter unter 50 Prozent sinken. Großbritannien will noch im Laufe dieses Jahres mit einer Kampagne zur Auffrischung der Impfung beginnen.
100 Millionen Impfdosen in Deutschland gespritzt
11.16 Uhr: Acht Monate nach dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland sind mehr als 100 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Mittwoch bei Twitter, dies sei „eine der größten logistischen Leistungen in der Geschichte unseres Landes“. Genau sind es nach Ministeriumsangaben nunmehr 100,2 Millionen verabreichte Dosen.
In 6 der 16 Bundesländer sind inzwischen mehr als 60 Prozent der Einwohner vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft: an der Spitze weiter Bremen mit 69,5 Prozent. Deutschlandweit sind den Ministeriumsangaben inzwischen 49,4 Millionen Menschen oder 59,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Mindestens eine erste Impfung erhalten haben 53,5 Millionen Menschen oder 64,4 Prozent aller Einwohner. Spahn dankte allen, die beim Impfen mithelfen.
Patienten mit Delta-Variante haben 300-mal höhere Viruslast
10.45 Uhr: Die Viruslast bei einer Infektion mit der Delta-Variante ist einer Studie aus Südkorea zufolge 300-mal höher als mit dem ursprünglich aufgetretenen Virus. Die Wissenschaftler der Korea Disease Control and Prevention Agency (KDCA) haben aber auch herausgefunden, dass die Anzahl der Viren, die bei den ersten Symptomen auftreten, rasch abnimmt.
Nach zehn Tagen sei die Viruslast etwa so hoch wie bei anderen Coronavirus-Mutationen zu beobachten sei. Die Ergebnisse bedeuteten nicht, dass die Delta-Mutation 300 Mal ansteckender sei, erklärt das südkoreanische Gesundheitsministerium. Die Übertragungsrate sei in etwa doppelt so hoch wie bei dem Anfang 2020 zuerst aufgetretenen Virus.
So kommen Genesene jetzt an ihr digitales Zertifikat
10.32 Uhr: Seit gestern stellen viele Apotheken Genesenenzertifikate nach einer überstandenen Corona-Infektion aus. Lesen Sie hier, wie Genesene jetzt an ihr digitales Zertifikat kommen.
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Japan weitet Notstand aus
10.23 Uhr: Einen Tag nach der Eröffnung der Paralympics hat Japan den Notstand auf acht weitere Präfekturen ausgeweitet. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten nun in 21 von 47 Präfekturen härtere Regeln, weiterhin auch in der Hauptstadt Tokio.
Corona-Demonstrationen am Wochenende in Berlin – Aufrufe im Internet
9.42 Uhr: Die Gegner der Corona-Gesetze und die sogenannten Querdenker-Initiativen wollen an diesem Wochenende erneut in Berlin demonstrieren. Eine ganze Reihe von Kundgebungen sind für den Samstag und Sonntag rund um das Regierungsviertel angemeldet. Ebenso wie die letzte große Demonstration am 1. August wurden auch diese Proteste schon lange angekündigt. Bei der Versammlungsbehörde der Polizei wird überlegt, ob die Demonstrationen wegen der zu erwartenden Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen erneut verboten werden können.
Laut "Berliner Morgenpost" sind an diesem Samstag 15 und am Sonntag 11 Demonstrationen mit einem Corona-Bezug angemeldet. Die Berliner Querdenken-Initiative ruft im Internet unter dem Titel "Für Frieden und Freiheit" zu einem "Großaufzug" ab 11 Uhr auf der Straße Unter den Linden auf. Weitere große Demonstrationen sind für die Straße des 17. Juni angemeldet.
In Messengerdiensten rufen die Initiatoren seit längerem zur Teilnahme auf. In einem Querdenken-Video wird an den 1. August erinnert, als trotz eines Verbots Tausende Menschen durch die Hauptstadt zogen und sich immer wieder versammelten.
Großraum Sydney meldet Rekord an Corona-Neuinfektionen
7.24 Uhr: Trotz eines seit acht Wochen geltenden Lockdowns bekommt der australische Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney seine schwere Corona-Welle nicht unter Kontrolle. Am Mittwoch verzeichneten die Behörden innerhalb von 24 Stunden 919 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Zwei Menschen, darunter eine erst etwa 30 Jahre alte Frau, seien in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian.
Die örtliche Regierung hatte den strikten Lockdown in weiten Teilen der Region zuletzt bis mindestens Ende September verlängert. Die Menschen dürfen nur in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Berejiklian kündigte nun aber an, dass es voraussichtlich noch in dieser Woche erste Lockerungen für vollständig Geimpfte geben soll. Fast ein Drittel der rund acht Millionen Einwohner der Region hätten bereits vollständigen Impfschutz, hieß es.
Infizierte Reiserückkehrer im Südwesten erwarten
6.55 Uhr: Das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg hat rund 2000 Corona-Infektionen von Anfang Juni bis Anfang August bei Reiserückkehrern aus Urlaubsländern registriert. Das sind 17 Prozent der Neuinfektionen in dieser Zeit. Die Sommerferien in Baden-Württemberg gehen bis Mitte September, das Landesgesundheitsamt rechnet in den nächsten Wochen mit einer weiteren Zunahme infizierter Rückkehrer.
Innerhalb der vergangenen zwei Wochen gab es den Angaben zufolge gut 1000 Corona-Fälle bei Rückkehrern aus Urlaubsregionen. Deren Anteil unter den Neuinfektionen stieg somit auf 32 Prozent. Betroffen sind nach Informationen des SWR vor allem Rückkehrer aus der Türkei (297 Fälle), Kroatien (271), Spanien (221), Kosovo (200) und Italien (148).
Fakten-Check - So gefährlich ist ein Impfdurchbruch
6.32 Uhr: Schwere Covid-19-Verläufe bei Geimpften sind Studien zufolge selten. Einige Betroffene aber berichten von Langzeit-Symptomen. Mehr dazu in unserem Fakten-Check: Corona trotz Schutz: So gefährlich ist ein Impfdurchbruch
US-Experte Fauci: Mit Impfung lässt sich die Pandemie beenden
5.41 Uhr: Für US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hängt ein Ende der Corona-Pandemie in den USA vom Verhalten der Menschen und vor allem von ihrer Impfbereitschaft ab. "Ich möchte (...) an die Menschen im Land appellieren die nicht geimpft sind, zu erkennen, dass wir in der Lage sind, den Zeitrahmen bis zum Ende dieser Pandemie im Wesentlichen zu verkürzen", sagte der Immunologe bei einer Pressekonferenz. "Lassen Sie sich impfen, und der Zeitrahmen wird dramatisch verkürzt."
Zuvor hatte Fauci im Interview mit dem Sender CNN gesagt, er gehe davon aus, dass die Corona-Pandemie bis Frühjahr 2022 unter Kontrolle gebracht werden könnte - wenn die Menschen sich impfen ließen. "Wir könnten zu einem gewissen Grad an Normalität zurückkehren", so Fauci. Der Winter könnte noch einmal schwierig werden - vor allem wegen der Grippe und anderen Atemwegserkrankungen.
Erste bundesweite Impflotterie startet
5.22 Uhr: In Deutschland startet am Mittwoch die erste privatwirtschaftlich organisierte bundesweite Impflotterie. Nach Informationen dieser Redaktion wird der Hamburger Online-Lotto-Anbieter Lotto24 am Mittwoch den Start einer Impflotterie-Kampagne verkünden. Dabei sollen zwei Millionen Freilose für die Soziallotterie freiheit+ an Geimpfte oder Personen, die sich bis zum 30. September impfen lassen, verteilt werden.
Wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann und einen Nachweis dafür erbringen kann, ist ebenfalls teilnahmeberechtigt. Man wolle einen Anreiz zur Impfung geben, sagte die Kampagnen-Verantwortliche von Lotto24, Marianna Herno, unserer Redaktion. "Die Impflotterien im Ausland waren ein Vorbild für uns", sagte Herno.
Der mögliche Hauptgewinn bei der Impflotterie beträgt 250.000 Euro sofort plus zusätzlich weitere 5000 Euro pro Monat für 15 Jahre, in Summe also 1,15 Millionen Euro. Die Ziehungen von freiheit+ finden immer montags statt, gespielt wird im Modus 7 aus 35 Feldern. Pro Los will die Soziallotterie freiheit+ 50 Cent für Bildungsprojekte spenden.
Auf Kritik stößt die Aktion bei der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und bei Suchtforschern. "Impfen ist unser Weg raus aus der Pandemie, gar keine Frage! Aber jetzt alles was geht als Anreiz für den Piks anzubieten halte ich für schwierig", sagte Daniela Ludwig (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Sie setze lieber auf Überzeugungsarbeit und niedrigschwellige Impfangebote.
Wirtschaftsverbände warnen eindringlich vor neuem Lockdown
4.59 Uhr: Mehrere Wirtschaftsverbände warnen die Politik angesichts der anrollenden vierten Corona-Welle vor einem erneuten Lockdown. "Die Hotel und Gastronomie kann keinen weiteren Lockdown verkraften – weder finanziell, psychisch noch emotional", sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), dieser Redaktion. "Die Gastronomie war jahrzehntelang absolut krisensicher – zu diesem Zustand wollen wir wieder zurückkommen." Schon jetzt habe die Branche Probleme, Beschäftigte zu finden. Sie brauche nun Planungssicherheit.
Eine gesetzliche Einführung der 2G-Regeln in Innenräumen wertete Hartges als "allerletzte Möglichkeit", um einen Lockdown zu verhindern. "Unabhängig davon können Gastronomen und Hoteliers aufgrund ihres Hausrechts entscheiden, wen sie in ihre Betriebe hineinlassen", sagte Hartges. Die Umsetzung der 2G-Regelung sei mit Kontrollaufwand, Umsatzeinbußen und „sicherlich auch mit kontroversen Reaktionen verbunden“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes.
Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) warnte eindringlich davor, einen erneuten Lockdown in Erwägung zu ziehen. "Ein erneuter Lockdown wäre eine Katastrophe, die unbedingt zu verhindern ist", sagte Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer, dieser Redaktion.
Lauterbach will schärfere Corona-Auflagen für Ungeimpfte
3.18 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert für strengere Pandemie-Auflagen für Ungeimpfte in Regionen mit sehr vielen Corona-Neuansteckungen. "Wenn die Fallzahlen weiter so rapide steigen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, dann wird es notwendig werden, die Regeln für Ungeimpfte zu verschärfen", sagte Lauterbach dieser Redaktion. Dazu zähle "auch eine möglichst konsequente 2G-Regel, zumindest in den Bereichen, wo ein sehr hohes Risiko besteht", sagte Lauterbach.
Das so genannte 2G-Prinzip sieht vor, dass bestimmte Einrichtungen, Veranstaltungen und Dienstleistungen nur für Geimpfte und Genesene zugänglich sind. Ungeimpfte sind ausgenommen, selbst wenn sie einen Negativ-Test vorweisen können. Nordrhein-Westfalen verzeichnet derzeit im bundesweiten Vergleich die meisten Neuansteckungen.
Corona-News von Dienstag, 24. August: Neuinfektionen in den USA auf hohem Niveau
22.25 Uhr: Die steigenden Corona-Zahlen bereiten den Behörden in den USA weiter Sorgen. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA gut 137.000 Neuinfektionen pro Tag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Anstieg von fast 12 Prozent entspricht, wie die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Dienstag sagte. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen wurden, sei etwa auf dem Stand der Vorwoche, die Zahl der Todesfälle hingegen um 23 Prozent gestiegen.
Gleichzeitig gebe es aber Fortschritte bei der Impfkampagne, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients. „Die größten Zuwächse sind in den Staaten zu verzeichnen, die bei den Impfungen im Rückstand waren – in Alabama, Arkansas, Louisiana und Mississippi.“ Im vergangenen Monat hätten sich generell mehr Menschen zum ersten Mal impfen lassen als in den beiden Monaten davor zusammen. „Das ist ein entscheidender Fortschritt.“ Bislang sind in den USA 51,5 Prozent der Bevölkerung abschließend geimpft. Rund 330 Millionen Menschen leben in dem Land.
Fußballprofi Ginter trotz Impfung mit Corona infiziert
20.47 Uhr: Matthias Ginter vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Ja, deswegen hat er heute auch nicht am Training teilgenommen", sagte Pressesprecher Markus Aretz der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit mehrere Medienberichte vom gleichen Tag. "Er war geimpft und muss sich da offenbar irgendwo angesteckt haben", sagte Aretz. Ginter sei derzeit in häuslicher Quarantäne.
Ciesek im Corona-Podcast über Covid-19 bei Kindern
20.11 Uhr: In der neuen "Sommerfolge" des Corona-Podcasts spricht Virologin Sandra Ciesek über die Erkrankung von Kindern. Eine Langzeitfolge des Virus beschäftigt die Expertin besonders. Lesen Sie hier: So gefährlich ist Covid-19 für Kinder
Laschet begrüßt Streichen der 50er-Inzidenz
19.19 Uhr: Kanzlerkandidat Armin Laschet begrüßt, dass die 50er-Inzidenz aus dem Infektionsschutzgesetz gestrichen werden soll und stattdessen die Krankenhausaufnahmen eine größere Rolle spielen werden.
Der bisherige Inzidenzwert von 50, der noch im Infektionsschutzgesetz als Richtwert für schärfere Maßnahmen verankert ist, wird nach den Plänen der Bundesregierung gestrichen, weil sich durch die Impfungen die Lage verbessert hat. Die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 soll künftig entscheidend sein.
Welche Zahl oder Zahlen hier konkret welche Maßnahmen nach sich ziehen werden, ist aber weiter offen. Darüber laufen nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn derzeit Beratungen zwischen Bund und Ländern.
Corona: Sachsen will Impfskeptiker gezielt ansprechen
17.56 Uhr: Sachsen will Menschen, die einer Corona-Impfung kritisch gegenüber stehen, gezielt ansprechen. Dafür werden Postsendungen, Anzeigen in Tages- und Wochenzeitungen sowie Social-Media-Filme vorbereitet, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Die Kampagne basiert auf einer Zielgruppenmodellierung, die das Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben hatte. Ziel war es, herauszufinden, wie und wo sich Impfskeptiker am besten erreichen lassen. Die Untersuchung wurde im Erzgebirgskreis durchgeführt, weil die Impfquote dort mit weniger als 40 Prozent besonders gering ist.
Basis der Untersuchung waren Daten einer Studie des Midem-Projekts an der Technischen Universität Dresden. Die Forschenden hatten untersucht, bei welchen Bevölkerungsgruppen die Skepsis vor einer Impfung besonders groß ist. Das Ergebnis: Besonders viele Impfskeptiker gibt es unter Menschen mit geringem Einkommen, die als Arbeiterinnen und Arbeiter oder Freiberufler tätig sind, einen Realschulabschluss haben und Sympathien für die AfD hegen.
US-Experte zu Delta: Fast so, als hätten wir eine neue Pandemie
17.09 Uhr: Unter hochrangigen Gesundheitsbeamten in den USA wächst die Sorge über die Delta-Variante des Coronavirus. "Es ist fast so, als hätten wir eine neue Pandemie", sagte der Direktor der US-Forschungsagentur National Institutes of Health, Francis Collins, der "Washington Post" laut einem Bericht von Dienstag. "Alles was wir über das Coronavirus zu wissen glaubten, muss überarbeitet werden." In den nächsten Monaten stünden einige Schwierigkeiten bevor.
Durch die Ausbreitung der Delta-Variante ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA zuletzt wieder stark gestiegen. Besonders angespannt ist die Lage in Staaten mit geringer Impfquote. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC ist etwa die Hälfte der gesamten Bevölkerung voll geimpft.
Umfrage: Corona-Krise verschärft Personalmangel in Kitas
16.27 Uhr: Die Coronakrise hat in den deutschen Kindertagesstätten einer aktuellen Umfrage zufolge den Personalmangel deutlich verschärft. Bei rund jeder fünften der befragten 4.500 Kita-Leitungen nahm demnach die Arbeitszeit seit Beginn der Pandemie um mehr als die Hälfte zu, wie aus einer am Dienstag auf dem Deutschen Kitaleitungskongress (DKLK) in Düsseldorf vorgestellten repräsentativen Umfrage hervorgeht.
Knapp 40 Prozent der Kitaleitungen gaben an, dass wegen fehlender Mitarbeiter inzwischen für ein Fünftel der Betreuungszeit die Aufsichtspflicht kaum mehr nach den gesetzlichen Grundlagen gewährleistet sei. Neben zu wenig Personal beklagen die Kitas insbesondere auch Defizite in der digitalen Ausstattung.
Corona-Neuinfektionen bei Kindern
15.32 Uhr: In immer mehr Bundesländern sind die Sommerferien zu Ende und der Präsenzunterricht beginnt in den Schulen wieder - trotz steigender Corona-Zahlen. Wie sich die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern entwickelt und wie Experten die Lage in den Schulen einschätzen, lesen Sie hier.
Spahn: Kein weiterer Lockdown für Geimpfte und Genesene
14.59 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in einem RTL-Interview über seine Pläne im Kampf gegen die Corona-Pandemie gesprochen. Er machte deutlich, dass es gute Chancen gebe, keine weiteren Maßnahmen im Herbst und Winter zu brauchen - vorausgesetzt genügend Menschen lassen gegen das Virus impfen.
Für Geimpfte und Genesene schloss der CDU-Politiker allerdings weitere Beschränkungen aus. "Das ist die geltende Rechtslage", so Spahn gegenüber RTL.
Corona-Todesfälle in England und Wales auf höchstem Stand seit März
13.47 Uhr: Die Zahl der wöchentlichen Corona-Todesfälle ist in England und Wales kürzlich auf den höchsten Stand seit März gestiegen. In der Woche bis zum 13. August starben 571 Menschen an oder mit Covid-19, wie aus am Dienstag veröffentlichten Zahlen des nationalen Statistikamtes hervorgeht. Das entspricht dem höchsten Stand seit Mitte März, als innerhalb einer Woche 719 Corona-Tote gezählt wurden. Damals nahmen die Fallzahlen steil ab, nachdem die zweite Welle ihren Höhepunkt im Januar erreicht hatte.
In Großbritannien sind die Corona-Beschränkungen weitgehend aufgehoben. Zunächst gingen die Fallzahlen nach dem "Freedom Day" in England Mitte Juli überraschenderweise zurück, mittlerweile steigen sie jedoch wieder kontinuierlich an. Die Inzidenz liegt mit 327 (Stand: 18. August) weiterhin auf hohem Niveau. Die Kliniken stehen zwar dank der hohen Impfquote derzeit nicht vor der Überlastungsgrenze, doch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle steigt ebenfalls wieder an. Häufig sind in den vergangenen Tagen in Großbritannien mehr als 100 Tote pro Tag gezählt worden.
Ungeimpfte müssen Corona-Tests in Griechenland künftig selbst zahlen
13.08 Uhr: In Griechenland müssen ungeimpfte Bürger ihre Corona-Tests vom 13. September an selbst zahlen. Ausgenommen sind nur Schüler sowie Genesene, Geimpfte und Menschen, die Symptome zeigen, kündigte der griechische Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Dienstag in Athen an. Zudem können Arbeitgeber Auskunft von den Beschäftigten darüber erhalten, ob sie geimpft sind oder nicht, und andernfalls zwei Tests pro Woche verlangen. Ein Schnelltest kostet in Griechenland zehn Euro.
"Weit über 90 Prozent der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft", begründete Kikilias die Maßnahmen, die mindestens bis zum 31. März 2022 gelten sollen. Im Freizeitsektor setzt die Regierung die Menschen besonders unter Druck: Geschlossene Räume von Tavernen, Theatern, Fußballstadien und ähnlichen Einrichtungen dürfen künftig nur noch von Geimpften besucht werden - oder von Genesenen, deren Infektion nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Auch Maßnahmen für Reisende innerhalb des Landes kündigte Kikilias an: Ungeimpfte müssen dafür einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.
Apotheken stellen ab sofort Genesenen-Zertifikate aus
12.26 Uhr: Corona-Genesene können ab sofort in vielen Apotheken ein digitales Zertifikat zu ihrer überstandenen Erkrankung bekommen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) am Dienstag mit. Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, müssen dafür ein gültiges Ausweisdokument und einen positiven PCR-Test, der nicht länger als 180 Tage zurückliegen darf, in die Apotheke mitbringen.
Bislang habe es nur digitale Zertifikate für Geimpfte und für geimpfte Genesene gegeben, aber nicht für Menschen, die erst kürzlich infiziert gewesen seien und sich noch nicht impfen lassen könnten, teilte der Verband mit. Für die Bürgerinnen und Bürger ist das Angebot kostenlos. Die Apotheken erhalten den Angaben zufolge vom Bundesamt für Soziale Sicherung 5,04 Euro plus Mehrwertsteuer.
Drosten zu Schulstart mit Delta-Variante
11.38 Uhr: In immer mehr Bundesländern gehen die Ferien zu Ende, die Schulen starten mit Präsenzunterricht. Bei der Einschätzung, wie lange kann das in der laufenden vierten Welle gut gehen kann, könne ein Blick nach England helfen, sagt der Berliner Virologe Christian Drosten. Trotz mehrfacher Tests pro Woche seien die Fallzahlen dort vor allem bei Schülerinnen und Schülern der 7. bis 11. Klassen nicht unter Kontrolle geblieben. Wie problematisch ist das und was könnte das für Deutschland bedeuten?
Eine zentrale Frage ist, wie viele Kinder hierzulande bereits infiziert waren. "Mehr als zehn Prozent sind es nicht", schätzt Charité-Forscher Drosten. Ein Grund für diese Annahme sei, dass an den Schulen bundesweit wesentlich stärker mit Maßnahmen und Tests auf mögliche Übertragungen kontrolliert wurde als etwa an vielen Arbeitsplätzen. Die Ausbreitung des Coronavirus wurde dadurch an den Schulen abgebremst.
Zwar habe es im Sommer recht viele Erkältungen bei Kindern gegeben, sagt Drosten. Hoffnung auf eine überstandene Corona-Infektionen sollten sich Eltern deshalb aber nicht machen: "Die Erkrankungen gingen vor allem auf normale bekannte Erkältungsviren zurück." Die Ferien hätten die Lage in Sachen Corona also kaum verändert.
Es gelte, bei den Kindern den Mittelweg zwischen rasanter Durchseuchung und strengsten Vermeidungsmaßnahmen zu finden, so der Virologe. "Ein kontrolliert schwelendes Geschehen muss man akzeptieren, wenn der Schulbetrieb laufen soll. Man wird nicht jegliche Verbreitung an Schulen unterbinden können, aber möglichst eine unkontrollierte Ausbreitung."
59,2 Prozent der deutschen Bevölkerung ist geimpft
11.24 Uhr: Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. 49,2 Millionen Menschen oder 59,2 Prozent der Bevölkerung sind nun vollständig geimpft, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) per Twitter mitteilte. Mindestens eine erste Impfung haben 53,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise 64,2 Prozent der Bevölkerung erhalten. Spahn warnte davor, dass sich die vierte Corona-Welle aufbaue. Jede zusätzliche Impfung helfe, die Welle abzuflachen, twitterte er.
Israel meldet fast 10.000 Neuinfektionen
10.57 Uhr: Israel hat erstmals seit Januar wieder fast 10.000 Corona-Neuinfektionen an einem einzigen Tag registriert. Das Gesundheitsministerium meldete heute 9831 neue Fälle, die alle am Montag erfasst wurden. Dies ist ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zur vergangenen Woche - allerdings hat auch die Zahl der Tests etwas zugenommen. Die Zahl der Schwerkranken sank auf 678. Zwölf weitere Menschen mit einer Corona-Infektion starben.
Seit Juni steigt die Zahl der neuen Corona-Fälle in Israel wieder deutlich. Die höchste Zahl an täglichen Corona-Neuinfektionen seit Pandemiebeginn wurde in dem 9,4-Millionen-Einwohner-Land Mitte Januar mit rund 10.100 Fällen registriert. Insgesamt gab es seit Beginn inzwischen schon mehr als eine Million Infektionen. Zweifach geimpft sind knapp 59 Prozent der Bevölkerung. Knapp 17 Prozent haben bereits eine dritte Impfung.
Genesene offenbar länger geschützt als Biontech-Geimpfte
9.58 Uhr: Laut einer neuen israelischen Studie ist die Immunität gegen das Coronavirus nach einer Impfung mit Biontech nur einige Monate gewährleistet ist. Zudem besagt die Studie, dass Genesene offenbar deutlich besser geschützt sind als Geimpfte. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach stützt die These und teilt die Studie über Twitter.
"Diese Studie aus Israel zeigt klar, dass die Impfung mit Biontech im Vergleich zur durchgemachten Infektion sehr viel schneller an Wirkung verliert", heißt es in dem Tweet. Und weiter: "Wie lange der Schutz vor schweren Fällen wirkt ist unklar." Tatsächlich steigen die Infektionszahlen in Israel rasant an. Die Regierung warnte unlängst, dass sich die Zahl der mit dem Coronavirus ins Krankenhaus eingelieferten Patienten alle zehn Tage verdoppeln werde. Bei vielen Menschen sei mit schweren Krankheitsverläufen zu rechnen.
Ausbruch bei Rewe-Fleischer Wilhelm Brandenburg in Hessen
9.42 Uhr: Am hessischen Standort Dreieich der Rewe-Fleischer Wilhelm Brandenburg gibt es einen Corona-Ausbruch. Bis vergangenen Freitag wurden 61 Beschäftigte, die zum großen Teil in einem Hotel im Kreisgebiet wohnen, positiv auf das Virus getestet, teilt das zuständige Gesundheitsamt im Landkreis Offenbach mit. Demnach wurde in der Produktion am Standort Dreieich eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet.
Die Maßnahme sei im Einvernehmen mit der Fleischwarentochter der Rewe Group beschlossen worden. Auf diese Weise lasse sich der "Hotspot" vom übrigen diffusen Infektionsgeschehen im Kreis abgrenzen. Von der mindestens zweiwöchigen Betriebspause sind in der Produktion rund 450 Mitarbeitende betroffen, meldet Wilhelm Brandenburg.
Griechische Urlaubsinseln sind nun Hochrisikogebiete
8.19 Uhr: Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln nun als Hochrisikogebiet ein. Die Regelung gilt ab heute. Nach jüngsten Schätzungen des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind derzeit etwa 150.000 Pauschalurlauber aus Deutschland in Griechenland unterwegs. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl an Individualreisenden. Das Land zählt zu den beliebtesten Zielen rund ums Mittelmeer.
Neben Kreta ist nun auch die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos Hochrisikogebiet. Die Inseln gelten auch wegen ihres intensiven Nachtlebens als Keim der Corona-Ausbreitung in Griechenland. Einreisende aus Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.
Deutscher Staatshaushalt im ersten Halbjahr 2021 tief im Minus
8.13 Uhr: Der deutsche Staat hat auch im ersten Halbjahr 2021 in der Corona-Pandemie deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen in den ersten sechs Monaten bei 4,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Es war das zweithöchste Defizit in einer ersten Jahreshälfte seit der deutschen Vereinigung.
Netz an Corona-Testzentren wird ausgedünnt
6.32 Uhr: Vor dem Hintergrund einer steigenden Impfquote und einem damit verbundenen Nachfragerückgang haben zahlreiche Corona-Teststellen in Deutschland ihren Betrieb eingestellt. Bundesweite Zahlen liegen nicht vor, Zahlen aus den Bundesländern verdeutlichen aber diesen Trend: So sank die Zahl der Teststellen in Nordrhein-Westfalen binnen vier Wochen um 640 auf 8127, wie das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. In anderen Bundesländern war es ähnlich. In Niedersachsen sind laut dortigem Ministerium derzeit 2093 Testzentren aktiv, gut 600 sind in einem Meldeportal mit "außer Betrieb" aufgeführt.
Unlängst gab es in NRW zwar ein Plus an vorgenommenen Testungen, weil Urlauber wieder in den Job zurückkehrten oder weil Ungeimpfte etwa für einen Restaurantbesuch im Innenbereich ein negatives Testergebnis benötigten. In Niedersachsen, wo die Sommerferien noch laufen, sank die Zahl der gemeldeten Testungen zuletzt aber deutlich. Auf lange Sicht dürfte die Nachfrage noch stärker sinken, auch weil die Tests ab dem 11. Oktober nicht mehr gratis sind.
In der Betreiberbranche gibt es allerdings die Hoffnung, dass die Politik diese Entscheidung überdenkt und das Gratis-Angebot aufrechterhält. "Wir sehen Tests weiterhin als einen wichtigen Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie an", betonte der Chef von Covimedical, Christoph Neumeier. Unlängst hatte die Drogeriemarktkette dm bekanntgegeben, den Betrieb ihrer derzeit 200 Corona-Teststellen zum 30. September einzustellen.
Analyse: Corona-Krise hatte Tod Hunderttausender Babys zur Folge
3.18 Uhr: Der Wirtschaftsabschwung im Zuge der Corona-Krise könnte allein im vergangenen Jahr den Tod von mehr als 260.000 Babys vor allem in ärmeren Ländern der Welt zur Folge gehabt haben. Zu diesem Schluss kommen Experten der Weltbank in einer im Fachmagazin "BMJ Open" vorgestellten Modellierungsstudie. Zugrunde liegen demnach mehrere Mechanismen: eine schlechtere Pflege und Ernährung in verarmenden Haushalten, der eingeschränkte Zugang zu Gesundheitsdiensten sowie beeinträchtigte Angebote und schwindende Qualität angebotener Gesundheitsdienste im Zuge der Wirtschaftskrise.
Die Wissenschaftler um Gil Shapira hatten für ihre Kalkulation die Auswirkungen von Veränderungen im Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Landes auf die Sterblichkeit von Kindern bis zu 12 Monaten zugrunde gelegt. Im vergangenen Jahr sei die Weltwirtschaft nach bisherigen Schätzungen um rund fünf Prozent geschrumpft, heißt es in der Analyse. Die Zahl in Armut lebender Menschen sei um rund 120 Millionen gestiegen.
Die direkte Sterblichkeit in der erwachsenen Bevölkerung durch Covid-19-Fälle könne zwar erheblich sein, erläutern die Autoren. Es sei aber auch so, dass bei einem Rückgang des BIP die Sterblichkeit allgemein steige, beispielsweise aufgrund schlechterer medizinischer Versorgung oder zunehmender Armut. Besonders betroffen seien häufig Gruppen wie Kinder und alte Menschen. In den 128 untersuchten Ländern mit mittleren und niedrigen Durchschnittseinkommen seien von solchen Veränderungen überproportional stark Babys betroffen.
Rund 267.000 bis zu 12 Monate alte Kinder starben der Modellierungsstudie nach infolge des coronabedingten Wirtschaftsabschwungs - und damit insgesamt rund 7 Prozent mehr als im Mittel der Vorjahre. Mit mehr als einem Drittel - rund 100.000 - der zusätzlichen Todesfälle entfielen die weitaus meisten auf Indien. Indien habe zum einen die höchste Zahl jährlicher Geburten weltweit und ein besonders großes prognostiziertes Wirtschaftsdefizit für 2020 (etwa minus 17 Prozent), erläutern die Experten der Weltbank.
Die Autoren geben bei ihrer Berechnung zu bedenken, dass die Veränderungen der Bruttoinlandsprodukte (BIP) noch nicht endgültig feststehen und dass es andere Effekte wie Naturkatastrophen und politische Unruhen geben kann, die ebenfalls Einfluss auf die Säuglingssterblichkeit haben.
Impfstatus der Erwachsenen beeinflusst Situation an Schulen im Herbst
3.02 Uhr: Für die Offenhaltung der Schulen im zweiten Pandemie-Herbst spielen Experten zufolge Erwachsene eine entscheidende Rolle. Vereinzelte Infektionen an den Schulen sind nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten hinnehmbar, wenn möglichst alle Eltern und Lehrer geimpft sind. "Ein kontrolliert schwelendes Geschehen muss man akzeptieren, wenn der Schulbetrieb laufen soll. Man wird nicht jegliche Verbreitung an Schulen unterbinden können, aber möglichst eine unkontrollierte Ausbreitung."
Auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hält es generell für wichtig, dass sich so viele Erwachsene wie möglich impfen lassen. "Das ist wichtig für den Eigenschutz, aber eben auch, um diejenigen zu schützen, die sich nicht beziehungsweise noch nicht impfen lassen können. Dazu zählen insbesondere auch Kinder."
Einen wesentlichen Einfluss auf die Situation an den Schulen wird auch die Akzeptanz der Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche haben, die seit Mitte August von der Ständigen Impfkommission für die Altersgruppe ab 12 Jahren empfohlen wird. Derzeit beobachten Kinderärzte eine hohe Nachfrage in den Praxen. Auf die medizinische Empfehlung der Kommission hätten viele Eltern gewartet, sagte Jakob Maske, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Neben dem Gesundheitsschutz für ihre Kinder gehe es vielen Eltern auch darum, mit Hilfe der Impfungen neue Schulschließungen möglichst zu verhindern.
Hausärzte befürworten geplante Abkehr von Inzidenz
2.57 Uhr: Der Hausärzteverband befürwortet die Pläne der Bundesregierung, die Beschränkungen im öffentlichen Leben nicht mehr allein an die Corona-Inzidenz zu knüpfen. "Die Bewertung des Infektionsgeschehens müsste längst mehr Aspekte als nur die Inzidenz einbeziehen", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der "Rheinischen Post". "Die geplante Berücksichtigung der Hospitalisierungsrate ist deshalb ein richtiger erster Schritt, und dafür wurde es auch höchste Zeit." Es gehe darum, die Belastung des Gesundheitswesens abzubilden. "Diese ist im Moment moderat, und sie wird vor allem durch Personen verursacht, die nicht geimpft sind."
Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält den Plan der Regierung für einen Schritt in die richtige Richtung. Für die Beurteilung der Lage sei vor allem die Hospitalisierungsrate auf den Normal- sowie Intensivstationen entscheidend. Wichtig seien auch die Test-Positivrate, die Impfquote und die Altersstruktur der Infizierten.
Patientenschützer beklagen mangelnde Impfbereitschaft in der Altenpflege
1.20 Uhr: Angesichts der vierten Corona-Welle haben Patientenschützer einen immer noch lückenhaften Impfschutz bei den Beschäftigten in Pflegeheimen und Pflegediensten beklagt: "Die Impfbereitschaft beim Personal in der Altenpflege ist zum Teil nicht so hoch, wie sie sein sollte", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, unserer Redaktion. "Das betrifft stationäre Einrichtungen, aber auch mobile Pflegedienste." Anders scheine es in der Krankenpflege zu sein, so Brysch. Hier sei die Impfbereitschaft höher.
Eine berufsspezifische Impfpflicht ist in den Augen der Patientenschützer jedoch nicht die richtige Antwort auf die Impflücken: "Eine solche Pflicht käme in einem Mangelberuf wie der Altenpflege eher einer Verzweiflungstat nahe und wäre kontraproduktiv", so Brysch. Schon heute litte die Branche unter einer starken Abwanderung. "Die Pflicht zur Impfung würde die Lage der Pflegebedürftigen so eher noch verschärfen."
Ärztevertreter lehnten eine Impfpflicht ebenfalls ab: "Eine Impfpflicht ist sowohl generell als auch fokussiert auf bestimmte Berufsgruppen nicht der richtige Ansatz", sagte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die Menschen müssten davon überzeugt werden, dass eine vollständige Impfung gut für sie, aber auch für die Gesellschaft sei.
Mehr Verpackungsmüll durch Pandemie: Umweltministerin Schulze dringt auf Mehrweg-Nutzung
3.17 Uhr: Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Menge an Verpackungsmüll zugenommen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dringt darauf, dass deutlich mehr Verbraucher Mehrwegverpackungen nutzen als bisher.
"Mit mehr Mehrwegverpackungen werden wir die Verpackungsflut vor allem im To-Go-Bereich wirksam eindämmen", sagte Schulze dieser Redaktion. Die ab 2023 geltende Pflicht für Unternehmen, Kunden Mehrwegangebote unterbreiten zu müssen, entfalte bereits Wirkung. "Durch die neue Pflicht zum Mehrwegangebot entstehen schon jetzt viele praktische Lösungen, auch in Kooperation mit Lieferdiensten", sagte Schulze.
Die Bundesumweltministerin rechnet damit, dass Essen zum Mitnehmen auch nach der Pandemie beliebt bleiben wird.
Montag, 23. August: Spahn verteidigt Wegfall der 50er-Inzidenz erneut
- Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Abschaffung der 50er-Inzidenz verteidigt. Sie passe nicht mehr in die Zeit, da großer Fortschritt bei der Impfkampagne gemacht worden sei, sagt er in den "ARD-tagesthemen".
- US-Präsident Joe Biden bekräftigt seine Aufforderung zum Impfen.
- SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich von den Plänen von Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) distanziert, die 50er Inzidenz als zentrales Kriterium im Infektionsschutzgesetz zu streichen und fortan stärker auf die Hospitalisierungen zu schauen.
- Das Verteidigungsministerium in den USA plant nach der vollständigen Zulassung des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer eine Impfpflicht für alle Soldaten.
- Impfskeptiker schlucken Parasitenmittel, obwohl US-Behörden ausdrücklich davor warnen.
- Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, warnt nach der Entscheidung des Corona-Kabinetts davor, sich auf die Hospitalisierungsquote als Indikator zu fokussieren.
- Als erster Corona-Impfstoff hat das Vakzin von Biontech/Pfizer in den USA eine vollständige Zulassung erhalten.
- Bei einem Auftritt im Bundesstaat Alabama musste sich Donald Trump ungewohnte Unmutsäußerungen aus seinem sonst so wohlgesonnenen Publikum anhören. Der Grund: Der Republikaner hatte sich offen für eine Impfung gegen das Coronavirus ausgesprochen.
- In der Debatte um eine Corona-Impfplicht für bestimmte Berufe bekommt Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock Unterstützung vom Deutschen Landkreistag: Es müsse jetzt alles daran gesetzt werden, die Zögernden vom Nutzen zügiger Impfungen zu überzeugen, sagte dessen Präsident, Reinhard Sager, dieser Redaktion.
- Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Fehler bei der Umsetzung der Corona-Hilfen für Selbstständige eingestanden.
- Die Bundesregierung unterstützt die Länder mit 200 Millionen Euro bei der Beschaffung von mobilen Luftreinigern für Schulen und Kitas.
- Intensivmediziner am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) haben vor eine Zunahme der Zahl an Covid-19-Patienten gewarnt. Die Zahl der Covid-19-Kranken steige leicht, deutschlandweit lägen rund 700 auf Intensivstationen, sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Prof. Stefan Kluge.
- Die für Mitte September geplante kleinere Ausgabe des Heavy-Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Wacken fällt aus.
- Rund einen Monat nach Beginn des schlimmsten Ausbruchs des Coronavirus in China seit einem Jahr ist erstmals keine lokale Übertragung mehr berichtet worden.
- Einer israelischen Studie zufolge bietet eine dritte Impfung mit dem Biontech-Impfstoff einen deutlich besseren Schutz vor einer Corona-Infektion und schwerem Krankheitsverlauf bei über 60-Jährigen als nur zwei Impfungen.
- Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, in der Corona-Pandemie die Messgröße eines Inzidenzwerts von 50 aus dem Infektionsschutzgesetz zu streichen.
- Angesichts des stockenden Tempos der Corona-Impfungen in Deutschland rufen Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam die Menschen zur Impfung auf.
- Linke-Chefin Janine Wissler lehnt es ab, den Druck auf Ungeimpfte zu verstärken.
- Um die Impfquote in Deutschland zu steigern, fordert die Bundesärztekammer eine engere Einbindung der Sportvereine und Religionsgemeinschaften. "Wir sollten auch Sportvereine, Kulturvereine und die unterschiedlichen Glaubenseinrichtungen bei der Impfkampagne mit ins Boot holen", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt dieser Redaktion.
- Von diesem Montag an gilt bundesweit weitgehend die "3G"-Regel.
Sonntag, 22. August: Druck auf Ungeimpfte wächst
- Für Ungeimpfte brechen ungemütliche Zeiten an. Zuerst wird es lästig – wenn von diesem Montag an bundesweit in vielen Bereichen die Testpflicht für Menschen ohne Impfschutz greift. Lesen Sie hier, wer die Impfgegener eigentlich sind – und wie man sie doch noch überzeugen kann.
- Für den Fall einer drastischen Verschlimmerung der Corona-Lage in Deutschland schließt Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen nicht aus.
- Die Corona-Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen auf einen Wert von beinahe 100 gestiegen. Damit liegt das bevölkerungsreichste Bundesland nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag deutschlandweit mit seinem hohen Infektionsgeschehen an der Spitze des Negativ-Rankings.
- Nach einem größeren inländischen Corona-Ausbruch hat Neuseeland ein Scheitern seiner ehrgeizigen Null-Covid-Strategie eingeräumt.
- Spezielle Spürhunde können einer deutschen Untersuchung zufolge eine Corona-Infektion mit hoher Genauigkeit erschnüffeln.
- Der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson (79) und seine Frau Jacqueline (77) sind an Covid-19 erkrankt und in ein Krankenhaus eingeliefert worden.
- Deutsche Spanien-Urlauber können jetzt zum Teil wieder unbeschwerter an ihr Ziel reisen. Fünf der 17 spanischen Regionen stehen aufgrund ihrer stark verbesserten Corona-Lage seit Mitternacht nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete der Bundesregierung. Das gilt für folgende Regionen: Katalonien, die Kanaren, Valencia, Kastilien-La Mancha, Asturien.
Samstag, 21. August: Altmaier: Kein erneuter Lockdown für Geimpfte
- Nach Überzeugung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier wird es in Deutschland trotz rapide steigender Infektionszahlen keinen weiteren Corona-Lockdown geben. "Nach allem, was wir heute wissen, können wir einen neuen Lockdown für Geimpfte und Genesene vermeiden", sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion.
- Vor einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Sonntag in der Ukraine hat das Land von Deutschland 1,5 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten.
- In Frankreich haben Zehntausende Menschen am Samstag am sechsten Wochenende in Folge gegen die verschärften Corona-Regeln demonstriert. Quer durchs Land war zu rund 200 Protestzügen aufgerufen worden.
- In den USA könnte der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer laut Medienberichten Anfang der Woche eine vollständige Zulassung erhalten.
- Die Corona-Impfungen helfen in Deutschland gut gegen schwere Krankheitsverläufe und vermindern das Infektionsrisiko. Laut einer RKI-Statistik gab es seit Anfang Februar in Deutschland nur eine vollständig immunisierte Person unter 60, die nach einem wahrscheinlich "Impfdurchbruch" an einer Corona-Infektion gestorben ist
- Der kleine Pazifikstaat Palau hat seinen Status als eines der letzten Länder des Planeten ohne Corona-Fall verloren.
- Ein Brasilianer hat sich fünfmal mit drei verschiedene Impfstoffe binnen weniger Wochen spitzen lassen. Lesen Sie hier, wie es dazu kam.
- Die deutschen Hausärzte stellen sich zum Start der Auffrischungsimpfungen auf Konflikte mit Patienten ein.
Corona-News von Freitag, 20. August: Belgien und Portugal lockern Corona-Maßnahmen
- Belgien und Portugal haben bedeutende Lockerungen der jeweils geltenden Corona-Auflagen beschlossen.
- Die wegen der Coronavirus-Pandemie in den USA verhängte Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wird bis zum 18. Januar verlängert.
- Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schließt künftige Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für Genesene und Geimpfte aus.
- Bei der Finalrunde der Fußball-EM in London mit Zehntausenden Zuschauern und etlichen Fans rund um das Wembley-Stadion haben sich Tausende Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
- Tschechien stuft Deutschland aufgrund steigender Infektionszahlen auf seiner Corona-Ampel künftig als „orange“ mit mittlerem Risiko ein. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag am Freitag bekannt.
- In Italien ist der Anteil von Corona-Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser gestiegen. Landesweit seien die Intensivbetten nach jüngsten Angaben im Schnitt zu 4,5 Prozent mit Covid-19-Kranken belegt, teilte das Gesundheitsministerium in seinem wöchentlichen Corona-Lagebericht am Freitag in Rom mit.
- Die britische Zulassungsbehörde hat grünes Licht für ein Antikörper-Medikament gegeben, mit dem Ex-US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr behandelt wurde. Das Medikament Ronapreve reduziere das Risiko eines schweren Verlaufs und könne eingesetzt werden, um Covid-19-Symptome zu behandeln und schwere Verläufe zu verhindern, teilte die Behörde am Freitag mit.
- Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln ab Dienstag als Hochrisikogebiet ein.
- Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat vor der Ausbreitung weiterer Varianten des Coronavirus gewarnt. "Die Delta-Variante wird nicht die letzte gefährliche Variante bleiben. Es wird weitere Mutationen geben. Wir kriegen das so schnell nicht in den Griff", sagte Lauternach unserer Redaktion.
- Das Verwaltungsgericht Berlin hat das generelle Verbot gewerblicher Tanzveranstaltungen in geschlossenen Räumen in der Hauptstadt gekippt. Uneingeschränkte Öffnungen seien zwar vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weiterhin nicht erlaubt, Veranstaltungen ausschließlich für geimpfte und genesene Personen seien jedoch vorläufig zuzulassen, teilte das Gericht am Freitag mit (Az.: VG 14 L 467/21).
- Für alle Besucher aus Deutschland wird die Einreise nach Spanien ab Montag erschwert. Ab dem 23. August werde ganz Deutschland aufgrund der steigenden Infektionszahlen zum Corona-Risikogebiet erklärt, teilte das spanische Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mit
- Ein Antikörper-Medikament des Pharmakonzerns Astrazeneca schützt klinischen Tests zufolge wirksam vor einer Corona-Erkrankung. Das Medikament AZD7442 - eine Kombination zweier langwirksamer Antikörper - ist speziell für Menschen gedacht, für die eine Impfung aus bestimmten Gründen nicht besonders gut geeignet ist
- Ungeimpfte aus Deutschland müssen bei der Einreise nach Norwegen künftig in Quarantäne. Außerdem wird von Montag an vor und nach der Einreise ein Corona-Test verlangt, wie die norwegische Regierung am Freitag mitteilte.
- Sogenannte Querdenker haben nach einem Auftritt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Baden-Württemberg sein Auto beworfen und die Abfahrt behindert.
- In Deutschland sind inzwischen rund 99 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Dosis geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Freitag nun knapp 48,7 Millionen Menschen oder 58,5 Prozent der gesamten Bevölkerung
- Das Bundesverfassungsgericht will voraussichtlich im Oktober oder November über erste Klagen gegen die Corona-Notbremse des Bundes im Hauptverfahren entscheiden
- Angesichts zahlreicher Corona-Neuinfektionen impft Israel ab sofort auch Menschen ab 40 Jahren mit einer dritten Dosis.
- In Berlin gelten seit Freitag erweiterte Testpflichten für Menschen ohne vollständige Corona-Impfung.
- Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwägt, allen Bürgern eine Corona-Auffrischimpfung anzubieten
- SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet mit einer deutlichen Zunahme von so genannten Impfdurchbrüchen
Corona-News von Donnerstag, 19. August: RKI sieht Beginn der vierten Welle
- Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) hat in Deutschland die vierte Welle in der Corona-Pandemie begonnen.
- Nach Plänen der Bundesregierung sollen Teile von Griechenland sowie mehrere Regionen in Irland zu Hochrisikogebieten hochgestuft werden.
- Laut einer Studie sind Menschen nach zwei Impfdosen von Astrazeneca oder Biontech/Pfizer gut gegen die Delta-Variante des Coronavirus geschützt. Allerdings haben die Forscher herausgefunden, dass Geimpfte, wenn sie sich mit Corona infizieren, eine ähnlich hohe Viruslast haben könnten wie Ungeimpfte. Sofern sie sich anstecken, könnten Geimpfte also ähnlich ansteckend wie Nichtgeimpfte sein.
- Die Ständige Impfkommission hat bei ihrer Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in der Pandemie auch deren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben mit im Blick.
- US-Präsident Joe Biden und seine Ehefrau Jill werden sich eine Corona-Auffrischimpfung geben lassen.
- Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Biontech-Impfstoffwerks im hessischen Marburg - und den Anlass genutzt, um Ungeimpfte zur Impfung anzuregen.
- Virologe Christian Drosten hält Corona-Auffrischungsimpfung im Herbst bei den meisten Menschen für unnötig. „Die Schutzwirkung der Corona-Vakzinen ist viel besser als beispielsweise bei den Influenza-Impfstoffen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch das baldige Aufkommen einer neuen Virusvariante, die gegen die verfügbaren Impfstoffe resistent ist, erwartet er nicht.
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