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Herzogin Meghan wird 40: Bewundert, beneidet und gehasst

| Lesedauer: 4 Minuten
Oliver Stöwing
Meghan erhebt schwere Vorwürfe gegen britische Royals

Meghan erhebt schwere Vorwürfe gegen britische Royals

Prinz Harry und seine Frau Meghan haben in einem Interview schwere Vorwürfe gegen das britische Königshaus erhoben. Demnach fühlt sich Meghan rassistisch behandelt, Harry ist enttäuscht von seinem Vater Prinz Charles.

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Sie wird bewundert, beneidet und gehasst: Herzogin Meghan, die royale Reizfigur, feiert 40. Geburtstag und sucht ihren eigenen Weg.

Berlin. Herzogin Kate arbeitete ein Jahr als Modeeinkäuferin in Teilzeit. Sarah Ferguson jobbte einst kurzzeitig in einer Galerie. Herzogin Camilla war irgendwann einmal Rezeptionistin. Dauer der Anstellung: unter der Nachweisgrenze. Und dann platzte Meghan Markle in die Royal Family.

Eine geschiedene Schauspielerin und Selfmade-Millionärin, die sagte: „Ich wollte nie eine Lady beim Lunch sein. Ich wollte eine Frau sein, die arbeitet.“ Seit sie sich mit ihrem Gatten Prinz Harry vom britischen Königshaus losriss und in ihre Heimat Kalifornien zurückgekehrt ist, muss sie ja nun wieder eigenes Geld verdienen.

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Studentin, Serienstar, Royal, Aktivistin, Autorin, Mutter – Meghan hat bereits einiges auf die Beine gestellt. Und das, obwohl sie am 4. August erst 40 wird. Mehr zum Thema: „Megxit“ ist endgültig: Harry und Meghan verlieren Ämter

Meghan trifft Harry in Toronto

Ihr Berufswunsch Schauspielerin kam auf, als sie ihren Vater bei der Arbeit besuchte. Der beleuchtete die Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“. Der große Durchbruch gelang ihr 2012 in der Anwaltsserie „Suits“.

Gedreht wurde in Toronto. Dort besuchte sie eines Tages ein Wohltätigkeitssportfest und traf den Schirmherrn: Prinz Harry. „In L. A. tragen alle Sonnenbrille und Flipflops“, sagte sie später. „Es ist etwas Romantisches an einem Mann mit Schal und handgefertigtem Hut.“

Es begann eine märchenhafte Liebe, gekrönt 2018 durch die gemeinsame 45-Millionen-Dollar-Hochzeit voller Prunk und Pop. Elegant verstand es die Braut, die Tradition zu brechen, ohne sie in Abrede zu stellen. Und wer schafft es schon, dass sowohl die Beckhams als auch die ­Clooneys aufschlagen? Solche Freunde muss man erst mal haben! Auch interessant:Königshaus: Herzogin Meghans Furcht vor einem Prozess

Dass George Clooney ausplauderte, er und seine Frau würden Me­ghan eigentlich nicht kennen – eine Randnotiz. Hinter den Schlossmauern hatte es da längst gerappelt. Komplizierte Protokolle trafen auf amerikanischen Pragmatismus und Ehrgeiz. Es war ein Konflikt zwischen Tradition (Blumenmädchen tragen nun mal Strumpfhosen, befand Schwägerin Kate) und Moderne (niemand trägt mehr Strumpfhosen, befand Meghan).

Beyoncé bedankte sich für Meghans Interview

Anfang 2020 dann kam der sogenannte Megxit. Schon die Namensschöpfung machte klar, wen man als treibende Kraft hinter der Idee sah, das Königshaus zu verlassen: Wie so oft soll die Frau schuld sein. Meghan hat seitdem den Ruf einer Yoko Ono, die Harry unter ihre Fuchtel genommen und von seinem Bruder, seiner ganzen Familie, seinem ganzen Land entzweit hat.

Beim Gespräch mit US-Talkkönigin Oprah Winfrey erwies Meghan sich als Handgranate mit Augenaufschlag. Ihr bitteres Fazit: Die Royal Family ist in Teilen rassistisch, gefühlskalt und trieb sie fast in den Suizid. Hinzu kam die Rapunzel-Geschichte, sie sei wörtlich gefangen gewesen im Palast.

In den USA liebt man emotionale Enthüllungen früherer Opfer, die sich dort „Überlebende“ nennen. Viel Beifall gab es auch dafür, dass sie die Rassismus-Debatte angestoßen hatte. „Wir alle sind gestärkt und inspiriert von dir“, schrieb US-Superstar Beyoncé.

Nach Meinung der Briten hatte ­Meghan dagegen Themen ans Licht gezerrt, die man besser familienintern geklärt hätte.

Was will Meghan?

40 – und was jetzt? Im Moment wird alles, was die Mutter von Archie (2) und Baby Lilibet tut, gegen sie verwendet – und wenn es ihr Kinderbuch mit frauenrechtlerischem Anspruch ist. Für die Verträge mit den Mediengiganten Netflix und Spotify gab es Millionenvorschüsse für sie und Harry. Filme wollen beide produzieren.

Die haben doch keine Erfahrung, nörgeln ihre Gegner. Einfach mal machen, wird Meghan sich dagegen gedacht haben. Sie ist schließlich wieder in Amerika.

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