Wahlkampf

"Lasch-O-Mat": Neues Satire-Tool baut Laschet-Zitate um

| Lesedauer: 3 Minuten
Laschet: Soziale Frage besonders wichtig

Laschet: Soziale Frage besonders wichtig

Die Union will nach den Worten von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) mit dem Versprechen in den Wahlkampf ziehen, "Sicherheit und Zusammenhalt im Wandel" zu geben. Ihm sei die "soziale Frage besonders wichtig", sagte Laschet bei der Vorstellung des gemeinsamen Wahlprogramms von CDU und CSU.

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Im "Lasch-O-Mat" lassen sich Zitate von Armin Laschet erstellen. Die Erfinder gehören nicht der CDU, sondern einer anderen Partei an.

Berlin. 
  • Im Internet macht der sogenannte "Lasch-O-Mat" die Runde
  • Nutzer können ein Thema eingeben, das Tool kreiert daraufhin ausgedachte Laschet-Zitate
  • Das Projekt fand so großen Anklang, dass die Server zusammenbrachen
  • Die Erfinder des "Lasch-O-Mat"s gehören nicht der CDU, sondern einer anderen Partei an

Der Wahlkampf ist in vollem Gange und ein Lasch-O-Mat sorgt für Aufregung im Netz. Auf lasch-o-mat.de finden Internetnutzerinnen und -nutzer einen Zitate-Generator. Dort können sie ein Thema eingeben, das ihnen am Herzen liegt und das satirische Tool generiert daraus drei mögliche Aussagen, die demnach Armin Laschet zugeschrieben werden könnten.

Der Generator basiert auf zufälligen Zitatbausteinen, die der CDU-Kanzlerkandidat auf Twitter und anderen Medien veröffentlicht hat. Heraus kommen Sprüche wie: "Es geht jetzt darum, ein schlüssiges Spaghetti-Konzept zu haben. Ich bin prinzipiell bereit, daran zu arbeiten. Deshalb sollten wir jetzt wieder zu Sachdebatten zurückkehren.“

Aus diesen Sätzen können Nutzerinnen und Nutzer dann zusätzlich eine Grafik erstellen, die neben dem verfälschten Zitat ein Foto des Kanzlerkandidaten der Union zeigt. Die fertigen Bilder ähneln Wahlplakaten.

Lasch-O-Mat: Twitter-Fans lieben das Satire-Tool

Bei Twitter werden die erstellten Grafiken fleißig geteilt. Egal, ob „Vegane Bolognese“, „Bier“ oder „Hundewelpen“ - Internetbegeisterte erstellen zu den verschiedensten Themen vermeintliche Laschet-Zitate und scheinen sich prächtig zu amüsieren. Zeitweise war die Website gar überlastet und konnte nicht mehr erreicht werden.

"Von dem riesigen Ansturm am ersten Tag sind wir selbst überrascht worden", sagt Linus Junginger, der Geschäftsführer der betreibenden Firma, unserer Redaktion. "Wir mussten die Website über Nacht auf einen leistungsfähigeren Server umziehen, allerdings ist auch der mit den vielen Zugriffen überfordert."

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Der Unionskanzlerkandidat war zuletzt nach Meinung von Kritikern mit Aussagen aufgefallen, in denen er sich nicht festlegen wollte - etwa bei der Debatte um anhaltende Einschränkungen für Ungeimpfte oder der Frage nach strengeren Klimaschutz-Maßnahmen nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe im Westen Deutschlands.

Laschet: "Lasch-o-mat" als Kritik am Kanzlerkandidaten

Hinter dem Projekt steckt ein Marketingunternehmen aus Mainz. Die Geschäftsführer stehen der FDP nahe. So war Linus Junginger bis 2018 Geschäftsführer der FDP-Stadtratsfraktion, sein Kollege Michael Ziegler ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der FDP im rheinland-pfälzischen Landtag. Die FDP wird außerdem als Kunde auf der Firmenwebsite aufgeführt.

Das Format sei jedoch nicht für einen Auftraggeber erstellt worden. "Wir haben zwar persönliche und geschäftliche Beziehungen zu politischen Parteien, aber der Lasch-O-Mat ist eine Eigenkreation", sagte Junginger auf Anfrage unserer Redaktion.

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Die Idee sei durch eine Diskussion auf Twitter entstanden, in der sich Leute über Sprüche von Armin Laschet lustig machten, berichtet der Geschäftsführer. "Er positioniert sich überhaupt nicht zur Sache, viele seiner Phrasen sind austauschbar." Daraufhin habe er mit seinem Team die Idee zum Lasch-O-Mat gehabt. "Wir sind sehr schnell in die Umsetzung gegangen, weil wir die Chance gesehen haben, dass viele Leute das lustig finden", sagt Junginger.

(amw)

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