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Bis zu 44 Grad: Griechenland steht vor extremer Hitzewelle

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Feuerwehr kämpft gegen Waldbrände in Touristenregion auf Sardinien

Feuerwehr kämpft gegen Waldbrände in Touristenregion auf Sardinien

In der Touristenregion um Oristano im Westen Sardiniens kämpft die Feuerwehr gegen verheerende Waldbrände. Löschflugzeuge aus Frankreich und Griechenland helfen der italienischen Feuerwehr.

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Meteorologen warnen vor Extremtemperaturen in Griechenland, die lange anhalten sollen: Es besteht akute Gefahr für die Gesundheit.

Athen. Meteorologen warnen vor einer gewaltigen Hitzewelle in Griechenland. Ab Dienstag (27. Juli) sollen die Temperaturen auf bis zu 44 Grad steigen. Der griechische Zivilschutz und griechische Wetterdienst sprachen bereits Hitzewarnungen aus.

Wie der griechische Wetterdienst mitteilte, werden auch auf den griechischen Inseln Temperaturen bis zu 40 Grad erwartet. Auf dem Festland sollen die Höchsttemperaturen bei 43 bis 44 Grad liegen. Auch nachts wird es kaum kälter als 30 Grad. Die Hitzewelle wird zudem voraussichtlich bis zum 8. August anhalten - ungewöhnlich lang.

Griechenland: Behörden warnen vor Brandgefahr

Aufgrund der hohen Temperaturen warnte der griechische Zivilschutz vor Bränden in verschiedenen Regionen, unter anderem in Zentralgriechenland und in der nördlichen Ägäis. Bürgerinnen und Bürgern wird geraten, besonders vorsichtig zu sein und etwa auf die Verwendung von Außengrills und das Wegwerfen von Zigaretten zu verzichten.

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Zusätzlich zu den heißen Temperaturen werden in Griechenland starke Winde erwartet. Außerdem ist es seit Wochen sehr trocken. Deshalb könnten sich Brände sehr schnell ausbreiten.

Hitze ist für den menschlichen Körper gefährlich

Heiße Temperaturen sind für den menschlichen Körper sehr anstrengend - vor allem, wenn es auch nachts nicht abkühlt. So besteht keine Möglichkeit zur Erholung. Je länger eine Hitzewelle andauert, desto gefährlicher ist sie für die Gesundheit.

In Griechenland gab es bereits mehrfach extreme Hitzewellen. 1987 kamen bei ähnlichen Extremtemperaturen etwa 4000 Menschen ums Leben. Zum damaligen Zeitpunkt gab es nur wenige Klimaanlagen, vor allem ältere Menschen starben in ihren Stadtwohnungen. 2007 gerieten bei einer Hitzewelle mit starkem Wind auf der Halbinsel Peloponnes große Flächen in Brand. Dutzende Menschen starben.

Hitzewelle könnte noch gewaltiger werden als vorherige

Griechenland ist auch Rekordhalter für die höchste jemals gemessene Temperatur in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen: 1977 wurden in Athen 48 Grad Celsius gemessen. Jetzt wird befürchtet, dass die angekündigte Extremhitze noch heftiger wüten könnte als die Hitzewellen davor. (kat/dpa)

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